Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 26 (28.6.1867)
- Date
- 1867-06-28
- Page
- Seite 107 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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i — 107 wie der oben geschilderte, lasset unS da» heilige GelSbniß auSsprechen: »Möge meine Seele den Tod der Frommen sterben, und sei mein Ende wie das {einige." (4 B. M. 23, 10.) Kl. Lädenburg, 4 Mai. (Schluß.) Wirkt er doch schon seit 1827 in der israelitischen Gemeinde hier als Lehrer und Canto--, also d.-n schönsten Theil seine» Lebens! In demselben Orte, wo er geboren, und wo auch sein Vater al» Lehrer gewirkt hatte. Jung und Alt schätzt und ehrt den liebevollen und eifrigen Lehrer, dessen Lebenswandel rein und., makellos, dessen biederes und leutselige- Wesen ihm die allgemeine Achtung sicherte, war sich nicht allein beim feierlichen Akte auf dem Rathhause durch die allgemeine und zahlr iche Betheiligung, sondern auch beim Mahle zeigte, das dem Jubilar zu Ehren gehalten wurde. Geistliche und weltliche Beamteten, Bürger aller Bekenntnisse, viele Amtsbrüder fanden sich dabei ein. Der ohnedies freudig gehobenen Festgimmung gab Hr. Stadtpfarrer Joseph von hier durch seinen beredeten, mit Wärme dargebrachten, von aufrichtiger und inniger Zuneigung und Wohlwollen gegen den Jubilar zeugenden Trink,pruch einen sehr entsprechenden Ausdruck. Der hochgeehrte Retner schilderte, in eingehender Weise den musterbasten Leben-wandel und das, stille bescheidene und erfolgreiche Wirken des Jubilars, wa» währzunehmen ihm schon seit 17 Jahren vergönnt war. Hr. Krsschlr. - Strübe konnte nicht umhin, seiner Freude darüber Ausdruck zu geben, daß bei diesem Feste Männer aller Stände und Coniessionen in so harmonischer, in wahrhaft brüderlicher Weise zusammenwirkten und ein so schönes und nabahmungSwerihes Bild von konfessioneller Duldsamkeit gaben; daß der geehrte Bürgermeister der Sta^t in zuvorkommender Weise All^s that, um das Fest zu einem recht schönen zu machen, ebenso der anwesende Bezirksrath u. a. Männer mehr. Mit großem Beifall sprach Hr. Prof. Schmezer über, die Erziehung zur echten Humunität und Hr. Krsschlr. St./sprach den Wunsch aus, den anwesenden Lebrern möge auch «in solches Fest später zu Theil > werden. ' Am Festabende brachte noch der hiesige Sängerbund beim Fackelschein und mit Musik dem Jubilar ein Ständchen. Hr. Hptl. Gärtner, Direktor des Verein-, begrüßte dabei den Jubilar'in herzlicher und ansprechender W ise, worauf derselbe dankbar und ebenso herzlich erwicderte. E«n schöner, ein herrlicher Tag hat somit einen erhebenden und würdigen Schluß gefunden. Aber der nächste Morgen brachte unserm Amtsdruder noch eine große Freude. Der hiesige, um Hebung de- Schulwesens in jeder Hinsicht sehr verdiente OrtSvorland und' Gemeinderath batte den sehr dankenswerthen Beschluß gefaßt, dem Lehrer Ladenburger bei dieser Gelegenheit ein Geschenk von 25 fl. durch Hrn. Bürgermeister Schäfer überreichen zu lassen. Hr. Brgrmstr. Schäfer entledigte sich dieses Auftraa» unter freundlichen und den Jubilar ehrenden Worten der Anerkennung und Werthschätzung. Ehre solchen Gemeindevertern, die wahre» Verdienst stets zu würdigen wissen! / Schließen wir mit dem Wunsche, daß eS dem würdigen Amtsbruder noch lange vergönnt sein möchte, sich dieser rhck verliehene, ehrenden Auszeichnung noch lange im besten Wohlsein erfreuen und zum Segens seiner Gemeinde wie seitherHrken zu können! Aus K u r h e s s e n, 12. Juni. Sie haben bis heute noch nicht des "ProspectuS" Erwähnung getban, der sicher «ine Besprechung in unserm Organ verdient, j Es ist eine Einladung erlassen worden zur Sudscription auf die Schrift deS Lebdns; Jnbezrist des gesammten Judenthums in Lehre, Gotlesve-eh ung und Sittengesetz (Dogma, CultuS und Ethik.) Schrift gern aß, volkslhümlich und zur Keuntnißnahme für Israeliten und Richtstraeliten. bärgest, llt in 3 Theilen von Dr. Leopold , Stein (AuSgegeben in Lieferung«« zu 1 1/2 Bogen, Preis jeder Lieferung 9 kr. — 2'/, Sgr.) Das, reich« Wissen und Lebens das k'are und charakter»dlle Wirken stein's und seine g genwärtiae freie Stellung geben Bür,scharr; daß wir hier endlich ein umfassendes populäre-/Religionswerk erhalten werden, das/dem zeitgemäßen Judenthum zum Heile und zur Zierde gereichen wird. Hoffen wir, daß das Buch bald erscheine. Die Lehrer, die das mannhaite stuftreten SteinS und dessen bedeutsame Thätigkeit für die Verbesserung d-s Gottesdienste» zu würdigen wissen und die Edel-- muth und Treue von Gleißnere« und Echem wohl unterscheiden; die auch wissen, was Stern insbesondere im Unterstüzzungsoerein für unS thut, werden sein Werk nach Kräften fördern und stützen. / Um so mehr hat cs uns befremdet und tief betrübt, daß der geehrte Rchakteur der »Allgemeinen Zeitung des Judenthums" die Spa ten seiner Zenschrist einer ebenso faden -l» unwürdigen Kritik des „Prochemus" öffnete. Einen Prosp>;c1u» in solcher Weste kritrsiren? Däs war von Herrn Dr. Ph. nicht brav und — nicht klug. Man! könnte leicht veranlaßt werden, vorauszusetzen, daß Herr Dr. Wh. eigensüchtige Gründe )»be, die man bei einem solchen Manne durbaus nicht voraas etzen dürste; man könnte glauben, /der Artikel wäre diktirt von der Furcht, Stein's Werk könnte Pstlippions ähnlicher Schrift »dieisr. Relig onslehre" Eoncurr-'uz machen. —/ In d m genaimlen 'Artikel heißt es Ferner: »Obwohl durch seine Veröffentlichungen in den letzten Jahren daS stns-hen Steins als Schriftsteller sich nicht sehr geboben hat" : menlese auS Ph's Z itunz in Blud»ajc. Ich könnte bier eine den Kampf führen, Urtheil: rade über diesen Mann auS dien letzten-10 Jahren, die sich mentral entgegenstehen, un) d e Unparteilichkeit jener Zeitfhrift dadurch sehr in Schatten fielen. Ich w'-ll nur. darauf aasmerksam machen, daß eben die letzte, g'ößere Ach'ift S ein», so viel un» erinnestich, »Huts Earlich" war./ Ist. dieses mcht gut, dann wäre der Fehler auf seiten Ph's, der als Leiter des Literaturoereins dies Werk der Aufnahme würdig gesunden und dem Publikum für theueres 8eld Werke giot, die nichts tguzen. Ader dem war nicht so! Ha> s Ehr.ich ist sicher minderen» eine so vorzügliche Schrift, als d 18 Jnürtut auf belletrlststcheizt Gebiete irgend welche noch gelb fert bat. > Sollte die m unglaubl <b auff -llender Weife persönlich gehaltene und parteiische Kritik eines Vrospectus, in dem auch kein Gedanke von der Anmaßung ist, von der der Kritiker wohl spricht, die aber eini, e „Andere" besitzen, die Alles, Main den tetzien „dre ßig Jahien" im Jigdentgum geschehen ist, auf sich beziehen und geschafft, haben wollen, — etwa von den Gegnern und Feinden S::in's in Frankinrt herrühren? Da hätte der Herr Redakteur d r „Allg Z. d. I." dock wiffea sollen, daß diese um so einseitiger urthellen, weil ihnen die stöigend: Achtung Stein's in F-ankmrt selbst bei früheren Gegnern im We»e ,ft, weil sie einsehen, daß man in Frankfurt von /seinem Nachfolger nicht sehr erbaut nt ud.wird, weil G. wähl ein großer Gelehrter ist, aber 4 doch S'ein nickt/als Radbiger und Prediger ersetzen kann, w:il eben G last gar kernen.Freund, und durckans keinen Einflnß — gar kemeh Zubö-er sur seine eiskalten Predigten bat, in denen min eben den Wied, rspruch zwiscken Leben unvDenker. zwischen »Rabbinern und Geftbrten" b raus fühlt. Wir brauch«« Männer, in denen sich Säi'i Charakter und Gemüth vereinigt; nur solche können daS tbum regeneriren. Ich glarbe, daß das Zudentbum der wart keinen zweiten aufzuvei-en habe, deh hierin St. Die Fanfaren des Kritl!ers können alsö nur dazu, dem Werke n ue Freunde zuzuführcu. HildeSheim. Allg. richten vorläufig in Kürze en mit ^luden- Geaengleiche. dienen. Lehrerversammlunz. 4Wir be» überden Verlaus dieser Versammlung,