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Der israelitische Lehrer · 1867-06-14 · 24 (14.6.1867) · p. Seite 100

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
24 (14.6.1867)
Date
1867-06-14
Page
Seite 100 (sequence 4)
Language
German
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100 bei irafem Geaeral-Eonswl in Buch^rest ergriffen hätten, tat Ich ih» noch um seine persönliche Vermittelung. Ich werde fbfort, rrwiedette er, telegraphisch an de. Fürste, Carl schreib«,, wa» ohnehin heute z, thun meine Absicht war. Eine solche. Verfolgung in unserm Europa dulde», heißt 8ch dem Bonn der Nationen auSsetz«, Ich sagte ihm: Fürst arl ist von den freisinnigsten Abfichte» beseelt; er hat mir er- Aärt, daß er seine Ehre darin setzen werde, die bürgerliche Gleich, stell»ng -er Juden seiner Staaten verkünden zu laffen; er bat «aut fernen Pnvatmittel» eine große Summe Ge.de» zur Wiederherstellung der Synagoge gegeben, «elcke bei dem Aufstande de» vorigen Iabre» zerstört Word n ist. Wen man dem Banne der Rationen preisgebrn muß,, das ist der Minister Bra'iano, der stch trotzdem für freisinnig und polksfreundlich auLgibt, den «der der öffentliche Unwille für diese Barbarei zur Rechenschast ziehen wird. Ich erwiederte: Sir, die DolkS-usstände in Rumänien diese» zu manchen Zwecken. Ich kann Eure Majestät versichern: *Ot einigen Jahren wußte da» rumänische Volk nicht» von Religion-baß. Im Jahre 1Ä8. wurde die Gleickheit der Culte ohne Widerrede anerkannt. Ich sage Ihnen, erwiderte der Kaiser «eine sofortige Vermittelung zu. Sir, die Eonvention von 1858,. welche durch die hoben Mächte garantirt ist, sichert den Moldauern und Walachen aller Rel'giovsbekerintiliffe di« gleichen türgerlichen Rechte und die gleichen Ansprüche aus bürgerliche und Militär-Aemtrr zu. JBkr kann denn nun den rumänischen Juden diese» Recht nehmen? E» ist zwar wahr, daß man in diesen großen Verträgen flch nur mir der christlrchen Bevölkerung beschästigr, denen aüein alle politischen Rechte übertrage find, man muß aber doch hoffen , daß man die Rcthwendigkeit begreifen wird, darin auch die Bekenner anderer Religionen gleich zu behandeln. Da» Hau» der Gemeinen bat sich in Veranlassung einer Interpellation Le» Hrn. . Goldimid lebhaft mit den Juten Serbiens beschästigt, welche man trotz der Verträge wie Paria» behandelt, und Lord Stanley, »achdem er öffentlich die Theilnabme der Regürung kund gegeben, hat an-feine Agenten energische Instructionen erlass.» und dem russischen G sandten in Constantinopel, wo sich der Fürst ron Serbien gerate befand, oufgegeben, ihn daran zu erinnern, daß England zwar die unterdrückten Christen beschütze, aber daß dann auch die Christen sich hüten müßten, die Juden zu unterdrücken. (Schluß folgt.) Alzei, 13. Mai „Mekize Nrrdamim!" So heißt der Verein zur Herausgabe Hebrä-fcher Literal ur-Werke unter Leitung de» Rabe. Silbermann in Lyk. Zwei Jahrgänge dieses Dere n» lieger: bereits vor. W>: erfahren indeß au»'der bebr. Zeitschrift de» Hrn S. („Ccmagib*), daß das schöne Unternehmen in» Stockcn zu gerathen dreht, weil der Vereinsmilglieder zu wenige, find und die Vorauszahlung der Jahresbeiträge (2 Tblr. preuß. — 3 fl. 30 kr) niüt pünktlich erfolgt. Herr E schlägt daher die Gründung e-nes Fonds von. 3000 Thlrn. vor und ersucht um Beiträge? Er fordert die jüdische Prcffe auf, diesem Vorschläge und Gesuche V.rbreitpng zu geben. Wir legen die Sache daher ebenfalls d»n Herr» Lehrern ans Herz und bitten, im Jntereffe drrielb-n Beiträge zu sammeln, oder Mitglieder zu werben. Geme.nden, w.lcke die Mitgliedschaft erwerben, üben, aus diese Weise die alte Pflicht der Unterstützvg unsrer jüdischen Literatur und gelangen dadurch gleichzeitig nach und nach zur Anlegung einer jüdischen. Bibliothek. Die Redaktion und der Unterzeichnete sind bercit, Gelder und Meldungen «ntgegenzunehmen und über deren Ewp'ang, wie Beförderung in diesen Blättern zu berickten. Den L-iter de» Verein» werden wir auch ersuchen, einen Präclufirtermin zu bestimmen, bi» zu welchem alljährlich die Zahlungen geleistet sein müssen, um das Recht der Mitglledschaft für da» laufende Jahr zu erwerben und Anspruch «mf Lieserung Eine» Eremplar» der in dm Jahre vom Vereine herautzugebenden Werke für jede» Mitglied erheben zu könne». Dr. Rothschild. Odernhei«, 5. Juni. Im Laufe dieser Wocke wurden wir von 2 Lehrern au» der bayrischen Pfalz oufgefordert, für diese eine Eonferenz «wznrege». Jade» wir diesem Wunsche hier AnSdruck geben, genügen wir unserer Pflicht und freilich au» dem eigenen Verlange», ra't den Freunder au» der Pfalz wieder einmal znsammenzntreffen. Nähere Bestimmungen müffen wir freilich dem EomitS überlassen; al» Ort der Zusammenkunft wurde von der vorigen Eonferenz Speyer bestimmt. Pari». Die „Allümce i-raölit»" ist von dem im Nov. vorigen Jahre» zu Venedig verstorbenen Engländer Sir Scot mit einem Legate von 25,000 Frc». brdccht worden. Der Verstorbene, ein geborner Jude, deffen eigentlicher stiame Blumenthal war, zeichnete fick als Soldat au» Im Jahre 1859 machte er al» Freiwilliger den italnnischen Krieg mit, aus dem er nebst einer ehremosten Wunde den Offiziersrang und die Decoration de» italiev. Milttärorden» davontrug. Im Jahre 1600 diente er unter Garibaldi, von dem er die Erlaubnitz erwirkte, stch mit einigen Kameraden al» Kapuziner verkleidet, nack Rom begeben zu dürfen, um den jungen Mortara von dort zu entführen. Durch ein unvorhergesehene» Ereigniß wurde der Plan vereitelt. S>r Scot glühete für die Befreiung seiner GloubenSgrnoffen von jedem politischen Drucke, und er konnte sein bedeutende» Legat keinem besiern Institute zuwenden al» d>r Alliance, deren Leistungen in dieser Richtung b.reits so erfolgreich gewirkt haben. Anzeige. Im Verlage der Ofiaudkr'schen Buchhandlung i« Tütingk» ist so eben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Vergangenheit und Gegenwart in glschichtlichkn und gr,gr»phisch:n Erzählungen für die Jugend und das Volk. Von I. A. Pflanj. 1. Bändchen: Drr Morgenstlrn. (13. Jahrh. n. Chr.) 2. „ Srphora. (Lctzles Jahrhundert vor (Chr ) 3. „ Die Gefangene (Ars btt ersten Zeit der amerikan s<t en Union.) 4. * Tie letzten Tage von Pomp'ji. (AuS dem Jahr 79 nach Chr.) 5. „ Ei« Man« an» dcm volle. (Aus der Zeit Karl» des Großen, s. Preis per Bändchen, mit Litelblld eieg. cart. 24 kr., llji Ngr. Jede» Bändchen wird einzeln abgegeben. Wir beginnen mter vorstehendem Titel ein Unternehmen, welches nicht nur für die Jugend, sondern auch für da» Volk im eigentlichen Sinne des Worte», insbesondere aber für Schulen und Erziehungsanstalten jeder Art von größtem Jutereste sein dürste, ulobei wir auf den, jedem Bändchen beigedruckten, Prospekt verweisen. Verantwortlicher Srt>acfn5T'3. JUingmfteir. in Odernheim in Rhemhesien; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in Commission bei Oskar Leiner m Leipzig. — Tamjif*€chneüprrfsendruck von I. Gottsleben i» Mainz.

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