Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 7 (1867)
- Issue
- 21 (23.5.1867)
- Date
- 1867-05-23
- Page
- Seite 84 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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<■ 84 — stockblmd« Hebräerin in Bukarest. I« Jerusalem, wohin der- I selb« wieder 4444 Pfd. verwendet hat, sind nur 4 Juden getaust worden, in Abyssinien dagegen 30 unter einem Aufwande j von nur 1«XX* Ptd. Die .Saturtay Review* bemerkt dazu wörtlich: ,So viel kostet ein Jude von Jerusalem mehr zu be»! «ehren, aleingewöhnlicher: jener 1111 Pfd., dieser immernoch 600 Pfd. Wenn daS Cbristenthum ursprünglich nach diesem 1 Tuns verbreitet worden wäre, so hätten die Apostel die Gold- I «ackerkuust besitzen müssen. Es gibt in der Welt rirca 5'/, Millionen Juden, und wenn der Verein Alle iu taufen hofft, «ud der CourS nickt etwa finkt, so wird der Vereinspräfident L. ShafteSbury »Greenbaks* nack amerikanischer Mode. d. h. «netutkSbare Banknoten fabriciren und, wenn das 100jährige Reich 1870 eintreten soll, wie die neueste amerikaniscke Brrech- . nuug sagt, so muß dis dahin der Verein zur Bekehrung der Juden nicht weniger alS 3,300 Mill. Pfd. aufbringen.*! caffe, aus de» Wochenkreuzern der Schülerinnen und sonstigen Spenden gebildet. Denn mit dem Geiste muß auch das Herz gepflegt werden, waS in unserer Zeit leider nur zu vielfach übersehen toirb, Wohlthätigkeit ist ohnehin eine Grundtngrad des israelitische» LebenS, Nächstenliebe eine Grundlage der israelitischen Religion. Schön ist es, daß bei dieser Geldstage sich der Reichthum einzelner Zöglinge nicht geltend machen darf, denn jede, reich wie arm, zahlt ihrm Wochenkrcuzer rai» rep i'vyn v'Kll' pnm. Alle Menschen sind gleich, und irdischer Reichthum bedingt keinen Vorzug unter ihnen: diesind ebenfalls Grundzüge der israelitischen Lehre und deS israelitische» LebenS. Ein Mann wie Dr. Stein achtet darauf. R. Anzeigen. Eingesandt. Für Erziehung und Unterricht sind auch die Mädchen-Penfione» unserer Zeit von Bedeutung. Sie sind jedensalls ein Glied in der Kette der mannrchiachen.BildungSmittel, einerseits bestimmt für jüngere Mädcken Haus und Schule zu Unterrichts¬ und Erziehungszwecken zu vereinigen, andrerseits auserseh.n, den ouS der Sckule entlassenen Märchen eine Anstalt zur geistigen Fortbildung, wie sittlichen und moralischen Erstarkung zu schaffen. In diesem Sinne wirkt die höhere Töchterscrule des Tr. Lerv. Stein in Frankfurt a. M. Die Anstalt ist nickt eine in-, dustrielle Unternehmung oder dlcs ein Zweig gewöhnlichen Broder-' -werbs, sondern dieselbe ideale Begeisterung, mit welcker Dr. St. seinem Berufe als Rabbimr cblaa. leitet auchjehk leine Töchterschule. So pompös das neue Haus (Mainzer-Landstraße i7) dem Äuge auch erscheint, die innere Einrichtung wie LebenSwe s-, welch? für Anstand und Bequemlichkeit Nichts zu wünschen übrig lasi n, vermeiden dock weislich den Sckeitr der Versckwcndu g. T-.r Unterricht versäumt nickt los-'ür das praktische Leben Erforderliche, aber unterläßt auch nickt "d-r Ausbildung der Mädcken, — rum Unterschiede von de» Anforderungen für Knaben —, eine ideale Färbung, ja eine Art von poetischem Anilug ru >-el en. Die An stalt gibt auch ein Instituts-Journal inzwanglosen Hefte!-, t 12 Kr. unter der Benennung: „F-eitagabenkarüßeheraus. ,->r>e originelle Erscheinung auf Lew. G.bi>-te der Sckulliera ur a.er gewiß nicht ohne Jntere>>.-. Si erb alten b erd» ck ein deutlicheres Bild vom Leven und Wirken der Cch.-'-e, als dura, tu sonst üblick-en Ja. res-Prüst>na.-n Tie Pensionär:::'en!e en ein gristizes Familie:;le.n mit d^m Le ter der A-st.lt i '> seinem Hau«.; fit sind auck a -ß r der Sckul i> r-istiqen. Be:' er mir >d m. Auße-dem 'chaffen'Nese Bl:':-'- ein geistiges Band zwischen den Ettern und -der Peuü'n ,!•' r Deckte? Sel!-s» st!r die ausge^-et neu Zöe-'w .- wird eurd ne .de g istie.e Verbin-- düng mit d--r istaik -o,r--ba'.te-!». Aach dre Schülerinnen liefern Bei:rä?>:??; das - ian. -Sre '«erden angeba tett, ü-er Predigten, Perl-: e. Eonce tc welckfe sie l-ö-en, sich sckriitl-ck auszustrecken. -..nd. aewöb-r. üb>r Alles, wa: sic :reiden, sich und den J-.ri».-,i gewissermaßen der Welt, sts .^.-mchait ru geben. S:e ee;:: Anle-.tuiiq a.u^ ibre Ver nüg.-ngen mt Geist und Bewus ^.eni-ßen. . Pon 'e.rrüem Einflüsse ist die Art der Freuaqatend-Fei r iü: Haufe. Aut di 'e W-.'i'e kann Israel der-Sa.:a: urib mit Im die R ligiösität des Har>'es wi.derzegeben werde,:, der^rwefondere Pflegerin ja das Deil mit i.-r-em Herzen und Gemütb f.sr, und welche schon mehr als Ern Mal durch Js-c'el's Frauen gerettet und wicde:bergeflellt wu''e D'e Anstalt bat auch ir?e eigene Wobltbätigkeits- L«anm»ttt:«ber K»datte«r : .I. > ln. gen ft ei n in Ldernhenn in bcwmlss-.cn bei C rtay t:einer m leirzig. — Tao: j verein zur Unterstützung! bitfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Wittwen und- Waisen i in Deutschland, j Spenden: Beidem Herrn Präsidentendes LandeScomits-S.Krämerin Ansbach sind eingegangen: 1) Sammlung von Herrn Wehler in Dberwaldsi. ir. behrungen.. 5- 2) Don Lehrer Jobndorl in Zirndorf aus der .VOR* Kaffe.1 12 — 3) Lehrer ELatz in Stcinbard bei eine: c“2 . .1i) Lehrer Ortbal «n Fellbeim in s. Gem. . . '> 3" — 5) Durch Herrn Rabb. Grünbaum in Ars^ack, von einer Hochzeit de- Hrn. Neuburger aus Ellingen 2ti) Sammlung in Egcrbauicn durch Herrn Lehrer Morgenthau . . . . . . 8 21 2 74 Sammlung durck Lehrer Vandcwarth in Neustadt a. d. S . . ..13" — -. Tu-ch Lehrer Stein in Schwanfeld, Sammlung in der Gemeinde ..1" — — Derselbe bei einer bei Herrn Baumblatt . 1 33 — Derselbe bei dir Verlobung der Frl. Lebermutb _ .; mit Herrn Tannbaum in Tbeilb.im . . 3 3" —!>, Bon Hrn. I. M. Stein aus Ehicago in Amerika, mebr für eine Ackawa.1 3(. — H i Sammlung des H:rrn- Leri in Euarlack . . '> — — 11 i Piebr für eine Ackawa von Herrn S. W. Seemann in Gunzenbaufen . . . . . 3 0 — 1;' Durck Herrn Rabb. Grünbaum,. von Hrn. B. I. Sckwab aus Schwerniurt webr für eine Ackawa^O t> — 50 3" 2 Die Fortsetzung (bei mir selbst e-.ngegan-en) in nächster Diummer. Der Geschäftsilihrcr, I. Klmgenstrin. an wünscht bei braven Lculen ein elternloses M ä d ch -v, zur Pflege, znr Erziehung und zum Unterricht unterzubringcn. Tie Vergütung ist annehm-, i bar. Tie Redaction dieses Blattes wird gefälligst Rähcres auf franlirte Anfrage mittheilcn. - Aitrinhes-en; Selbstverlag der Ztevartirn. Für den Buchhandel: in ,s-k chv.ellprchemduck von I. Gott «leben in D-ainz.