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Der israelitische Lehrer · 1867-05-23 · 21 (23.5.1867) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
21 (23.5.1867)
Date
1867-05-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Krselilisetw Jelucr. Zeitschrift für die gesummten Jnteresien des israelitischen LchrerstandeS .und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- * v Wittrven und -Waisen in Deutschland. > J\§ 21 Stainz, den 23. Mai 1867. Lisdevler Wöchentlich l Runnner. Vierteljährlicher Abonnnnenlspreis 27 kr. >,4 Thlr. Bei «rankirter Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr Anzeigen zu I Kgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen ars. Dr. Sigismund Stern. Tirektrr der israelitischen 'iealschule -u Frankiurt a. M., gekoren >u Karge, in der preußischen Provinz Posen» am 2. Juli 1812, gestorben ru Franksurt a. M. am 9. Mai 1861. Nach viermonatlichen £ftb«i verschied am 9. d. M Dr. Sigismund Stern, «Direktor der israelitischen Neatschule zu Frankfurt a. M., im noch nicht vollendeten 95. Lebensjahre. Mit ihm ist eine pädagogische Kraft zu Grabe getragen morden, die „in den weitsten Lehrerkreisen anregend wirkte, durch Wort und Schriit." Tie Stellung als Tirektor..an einer der bedeutendsten und destorganisirtestcn jüdischen Lehranstalten Deutschlands, ja der Welt, eine hervorragende Wirksamkeit aus den Gebieten der Schule, des öffentlichen und auch, des jüdischen Lebens, unterstützt von trcsstichen Geistesgaben und grossem Rednerta lenke, geben diesem Leben eine hervorragende Bedeutung. S i g i s m u n d S t e r n mar geboren zu Karge, eineur kleinen Orte in der preußischen Provinz Postn. In uiuer ersten . Jugendzeit midmete er sich, wie es. in jener Gegend Hute noch vielfach Sitte ist, auch dem Talmuestudium. Er besuchte denn das Gymnairuv zu Großglogau, 'räter das Joachimsthalische Gymnasium zu Berlin, das er >u Sstern lg3l mit dem Zeueniß Nr. t verließ. Er t.at in die Univcrsrlät ülcr, n o Männer wie Hegel, Schelling, Schleiermachcr, Beneke seine Lehrer nmiden. und übernahm, als I. r. I. M. Jo st am 1.Juli nach Franksurt a. Ä. berufen 7: wurde, die von diesem berühmten Gelehrten bisher in Berlin i geleitete höhere Schul- und Penstonsanstalt iür Knaben. « In. dieser Stillung erwarb er sich s»men Ruf als Pädagoge »und Schriftsteller. Eine ticfrrgehende Bedeutung für die Eirt-? wicklungsgeschichte des Judenthums ei hielt der Bersioibene «durch tie im Winter lt>44 in.Beilin kronneten Borleiun gen: „Die Aufgabe des Judenthums und 'einer Bekenner." Tieie Borlesungen gaben den Impuls »ür die Gründung der „Genossenschaft für Reform im Jüdenthume" aus der sich später die ..Reformgemeinde in Berlin" entwickelte. Wenn wir auch dieser Genossenschaft an und' für sich für das gekämmte Judenthum keinen großen Einfluß zuerkfnnen können, rmil eine Religionspart.i. die sich von demi Bestehenden, von der tief im Gcmülbe begründeten äußeren Erscheinung der Religion in Gebräuchen und Lebensformen fast ganz loSgei'aot, eben dadurch ihren eigenen Boden unterwühlt, so müssen wir dochanerkennen, daß die Bestrebungen der Resormgenosienschäit auch Nicht ganz ohne Einfluß blieben. Sie verhinderten bei Bielen den totalen Abfall und veranlagten andrerseits eine tiefere Prüfung und erhöhie Nücksicktsnahme aui die Bedürl'nisie des Lebens. Stern widmete sich dieser neugegrnndclen Gerosiepschast ranz unv mit vic'-r Liebe; als. Brrtretcr der Ideen, die fciife Genossenschaft beleben sollten, erschien er schon im Jahre 'sU an» der Rabbi«»rvertammkung tu Franksurt a. M.- Er wurde Präsident des Vorstands verMsormg.nossenschast, revigu te ihr Gebetbuch und gab endlich i\jii e Priratanstalt aus, um als Religionsl-'brer an die von aj?r Genossenschaft gegründete Religinns'chule zu irrten ijudreier Stellung wirtle er durch Borl. iungerr über-die ,.l-lr'clachte des Judsntbninsch die Rel:.;>on dis Jnd.uthumr'l und ä. m. in seinem G>'.ste ierl obicr.on die e n> chlagei.e!R>ci.timg bereits als di ewr r'oürte cnafuüiit w iDmi. mufts wurde Stern r’.-f T'.r ftor a r n nach Fraut'urt a. P». beaiieii, an e tun't. der cigeutlickre Gründer dte'.r. Aiflst noch lebte und w: tt.. ia-is es sten Stakt nnd die judi'che G m.'yd-. - "ran sich durch die ganz uuannt enN'ä>, The'-.r bei seinem Tode rr ■ \ ir.au SMcfcfviv. ein Le.chrn-ug, wie ihn Frank'mt icineni Sarge. Wir-sagten oben, daß Stern am Gebietendes L.-bens Iliälig und wirüe schrchts'ckreiber hat-er ii.ll duräi mehrere populäre Schriften l„Stein undscinZeitalter") ausgezeichnet. Durch daS Vertrauen seiner Mitbürger in Frankfurt wird er mehrere Jahre hintereinander in die gesetzgebende Lei'..:>r.mlung berufen. Als J1.1 Jahre 1655 v Litiid) u Rechschule 0^ .u rern'.r Anim. Jöi. Heß^ Annali, nir die. gemestn ist, hat bm-. viDtcitr. die stch ..n.auste kun? na!-: irrchl ge'ehrn. Ägte s den versch-eocnsten >anr par. Als Ge-

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