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Der israelitische Lehrer · 1867-03-14 · 11 (14.3.1867) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
11 (14.3.1867)
Date
1867-03-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jtsrarlitischc 1chm. Zeitschrift für die gelammten Interessen des israelitischen Lehre ' und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger ifra Wittiven und -Waisen in Deutschland. Standes elitischer Lehrer,. Lehrer- J\= JUL Mainz, den 14. März 1867. (Siebenter Jahrgang.) LöchenUich 1 Nummer. -Vierteljährlicher Abonnementspreis 27 kr. =- lU Thlr. Bei irankirter Zuiend Anzeigen zu I Cgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und B> mg unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr. ichhandlungen an.! ■ Gelehrten und docki so > anspruchslosen Menschen erzuyten I Salomon iMvirik. lassen So wurde es uüs immer deutlicher, daß nur eine I—__ 1 ausgezeichnete geistige Krim, unterstützt von einem tief religiö- Alzey, 28. Febr. Munk's Tod bereits auch in . diesen Blättern gemeldet worden. Seinen Tod beklagen heißt sein Leben rühmen- Wir haben -zwar nicht im Sinne, eine ausführliche Biographie an dieser Stelle zu geben. Erwähnen jedoch wollen wir, daß verbre leier Annahme entgegen naed neuerer Untersuchung d«s Beschneidungsregisters der 14. Jjar 5562 "b. i. der ln. Mai >802 als sein Geburtstag sestzuhalten ist. Seine Stellung und Würde am College de France, Institut und Centralconsistorium.find bekannt, sowie daß er Mitglied vieler gelehrter Gesellschaften war. Seme literarische Thätigkeit bezog sich hauptsächlich aus Geographie und Archäologie des heiligen Landes, Entzifferung phönizischer und babylonischer Stein-Inschriften und — vor Allem auf die Erklärung und Bearbeitung der jüdischen Grammatiker und Philosophen aus der spanischmauiischen Periode. Von Bedeutsamkeit ist seine Aufhellung über das Verhältniß der christlich-scholastischen Philosophie zu jener jüdischen Philosophenschule. ES ist durch ihn.außer Zweifel gestellt, daß'der Avicebron des Thomas von Aquin, Albert Magstus und Anderer mit Ihn Gabirol und das ton» vitae (Lebensquelle) jenes A., woraus die Ccholasten ihre Philosophie schöpften, mit dem D"n -ip'Z Jbn K.'s identisch ist. Sein neuestes und bedeutendstes Werk Bearbeitung von Maimonides More Nebuchim mit französischer Uebersetzung und Erklärung. Welche Bedeutung dieses Buch des alten Maimonides selbst für die neuere Philosophie hat, geht daraus hervor, daß auch Spinoza und Leibniz durch dessen Studium ihre Meisterschaft erhielten. Und dies Alles — und mehr noch leistete M. mit zuletzt ganz erblindeten Augen. Die Geduld und der Scharfsinn dieses Mannes, der mit geschlossenen Augen über die räthselhasten Inschriften und Manuscripte nachfinnt, ist sicher bewundernSwerth. Es war uns nicht vergönnt, ihn persönlich kennen gelernt zu haben. Dagegen hatten wir Gelegenheit, die persönliche Bekanntschaft seiner Schwiegereltern zu machen, und von diesen uns oft über den großen sen Gemüthe vermochte,! die Schwäche und Gebrechlichkeit seines Leibes so lange Zeit mit eben so viel hingebender i Aufopferung als geduldiger Selbstverleugnung zu ertragen.! Hervorzuhiben ist auch noch die Energie, mit welcher M. j seiner väterlichen Religion anhing und diente. Nicht nur daß er den Verluchunger seines deutschen Vaterlandes aus dem Wege ging, durch;inen Religivnswechsel sich die Befähigung zu einer Professur zu erkaufen; die zerstreuten Strahlen all' seiner verschiedenen Studien und Forschungen sammelte er auch in Einen Brennpunkt, — um damit die Lehren und Schnsten des Juden thums zu beleuchten. Ein Triumph des Judenthums durch hn war es auch zu nennen, daß Munk der Lehrstuhl der orientalischen Philologie vom Staate übertragen wurdf, seiner extremen christlich Terra sit ei levis! W o ct» , nachdem derselbe Renan wegen eligiöscn Richtung genommen war. Dr. Rothschild. enbericht. -Alzey. Alliance israölite universelle. (Forts.). Dieser Brief des persischen Ge andtcn lautete: „Sie dürfen sichver- „sichcrt Halten, daß Seine islamitische Majestät, der Schah, „welcher ohne Unterschied der Religion alle feiste Unrer- „thanen mit väterlicher lsiebe umfaßt und niemals duldete . „und dulden wird, daß s, ine treuen Unterthanen, die Jsrae- „liten, in Persien verfolgt werden, (was nach Depeschen, „welche man Ihnen von Bagdad geschickt hat, aber dennoch „geschehen sein soll) nötl igdn Falls Maßregeln zur Unter- „drückung solcher tollkühn m Ausschreitungen ergreifen wird." ' Jndeß hat die den Israeliten in so feierlichey Ausdrücken zugesagte und ben ährte Gerechtigkeit den Fanatismus der rohen Bevölkerung roch erhobt, und bald nachher erhielten wir die betrübend« Nachricht: „Achtzehn Juden in Balsorudsch ermordet; zwei leben- „dig verbrannt; der Agent der auswärtigen Angelegenheiten, „welcher zugegen war, sstbsi beraubt. Ewe bunh eure-

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