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Der israelitische Lehrer · 1867-02-21 · 8 (21.2.1867) · p. Seite 32

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
8 (21.2.1867)
Date
1867-02-21
Page
Seite 32 (sequence 4)
Language
German
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3 gung seiner Gemeinde in corpore dürfe entmuthigen lassen, sondern, wie ja Jakob im Bewußtsein seiner pfl cbttreuen Dienstführung obige Werke mit einem erhebenden Selbstgefühl auSfprach, fein-n beseligendsten und bezlückendsten Lohn, seine wahre Herzen-befriedigung in seinem Innern und seinem Wirken selbst finden müsse, wie dieß im überreichten Pokal, der nur innen vergoldet glecbsam versinnbildlich sei, und daß da» DIB1? tro« snys Anerkennung von Außen — für unS israelitische Lebrer nun einmal,m Diesseits keine Geltung habe. Mit tief ergriffener Stimme dankte der zu Thränen gerührte Jubilar in einer längeren Rede Gott für seine bisherige Erbaltung und allen Anwesenden für die ihm erwiesene Liebe und Freundschaft. Bon erner Anzahl Gemeindemitglieder wurde dem Jubilar hierauf ein silberner Vorlegelöfiel und von verschiedenen jetzigen und der Schule entwachsenen Schülern bald kleinere und größere Geschenke verehrt. Unter den vielen mit der Mitt'gspost einzetrofienen Gratulationen fanden ein humoriftilches Gedicht des LebrerS Eornelius zu Rotenburg und 2 andere von den Lehrern Tarnenbaum in Hagen (Hannover) und Werthan zu Eachsenhagen besrnderen Anklang. Bei dem hierauf vom Jubilar auf» beste hergerichteten Festesten, herrschte die heiterste Stimmung. Toaste und Scherzanekdoten wechselten mit freundlichen Unterhaltungen. Aber auch ein ernstes Thema beschäftigte, jedoch nur auf kurze Zeit, die Festgenosten. Der Herr Kreisrabbiner Gold mann hatte die Frage aufgeworfen: »Woher mag es kommen, daß die Wirksamkeit der israelitischen Lehrer so selten die gebührende Anerkennung findet?“ — Ich werde s. G. w. nächstens in einem besonderen Artikel auf die Beantwortung dieser Frage zurückkommen. So verflosten die kurz gemessenen Stunden des trüben WintertageS bis die eintretende Dämmerung mahnte, daß es Zeit sei, sich die Hände, zum Abschied zu drück.n, um der Heimath wieder entgegen zu eilen. . Möge der Allmächtige den verehrten Jubilar noch recht lange seiner Familie^ seiner Schule und seinen Freunden erbalten. Müller. Berlin. Auf Aufregung de» Kultusministeriums hat die Universität zu Königsberg mit 22 gegen 8 Stimmen beschlossen, Len Paragraphen auS ihren Statuten zu streichen, nach, welchen bisher nur Evangelische an der dortigen Universität lehren durften. 1^— Eine Petition deS Rabbiner- Dr. Jolowicz zu Königsberg, den zur Zeit noch üblichen Jukeneid durch den allgemeinen Etaatsbürgereid: »Ich schwöre zu Gott" u. s. w. — »So, wahr mir Gott h Iff!' zu ersetzen, veranlaßte den Abg. Kosch zur Stellung eines Antrags: Die Etaatsregierung zur Vorlage eines derartigen Gesetzentwurfs in der nächsten Saison aufzu-! fordern.. Dieser Antrag wurde fast einstimmig angenommen; auch die Eenserrativen stimmten für denselbe^. Wien. Hier starb der Stifter des jüdischen Taubstummeninstltuts, Herr Hirsch Kolisch. Derselbe hat sich um diese moblthalige unk vorzügliche Anstalt unsterbliche» Verdienst erworben. In der Anstalt selbst fand eine Scelenfeier statt. Herr Ooercaator Eulzer sang in ergreifender Weise passende Gesänge und Herr Direktor Deutsch hielt eine Rede, von der man, wenn man's nicht gewußt hätte, nicht hätte ahnen können, ^aß sie an Taubstumme gerichtet war. Das Kadischgebet wurde von einem taubstummen Kinde gesprochen. Rom. Edgar Mcrtära ist als Novize in daS Kloster San Pietro in vinälis eingetreten. Derselbe ist jetzt 15 Jabre alt. Anzeigen. h^lfverein?ur Unterstützung sbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Wittw en und -Waisen in Deutschland. Spenden: Ein Ungenannter fl. 50; — Herr Leop. Dann u. Cie in Frankfurt zu »Chanucco" fl. 10; — Herr Nathan, Lehrer in Lorsch, gesammelt in Gernsheim (Miscbrberach rc) fl. 3. 80 kr. — Herr Lehrer Buchmann in Adelsdorf ges. bei einer Hochzeit taselbst fl. 6. 30 kr.; deszl. zu Hirschau fl. 5. 30; deS- ' ichen zu Echweinfurt in Verb mit Lehrer Levi in Euerbach 5 ---- fl. 17; — durch Herrn Heß, Cantor in Alzey ges. n Raphael Wolf, Metzger in Alzei fl. 1. 15 kr.; von Feist ern in FtörSheim 18 kr.; Jos. Cahn daselbst 18 kr.; von ihin selbst fl. 1 — fl. 3. 21 kr.; — von Herrn Samfeld in Urfpfiagen, ges. bei der Verlobung der Frln. Sara Fränkel mit Hhrrn Em. Maier in Hammelburg fl. 8. 39 kr. Zusammen fl. 92. 30 kr. Der Geschäftsführer, 3. Klingenstein. ^Leopold Holdschmidt'sche Stiftung. Zweck derselben ist lt. Z. .7 der Statuten: „Den Ertrag der jährlich eingehenden Zinsen und ' Schenkungen an Lehrer der Großh. Hess Rheinprovinz, gleichviel welcher Consession, zu vertheilen, welche in anerkannt wirksamer Weise auf Geist und Gemüth der Schüler wirken, und sich, durch Eifer und Berufstreue auSzeichnen." Demgemäß werden diejenigen, welche Ansprüche ar genannte Stiftung zu machen wünschen, aufgefordert, ihr desfallsiges Gesuch bis zum 1. März d. I. bei dem Unterzeichneten einzureichen. Mainz, 1. Febr. 1867. Der Verwaltungsrath Bibeln, Pentateuch re. rc. Die Verlagshandlung der „Israel. Bibelgesellschaft" Louis Gerschel in Berlin hat mir die Agentur für die sämmtlichen Ausgaben der Bibelgesellschaft für das südwestliche Deutschland übertragen, und ich habe diese Agentur im Interesse der Schule und des jüdischen Publikum! dieser Kreise angenommm. Es können somit von jetzt ad alle Schriften dieser Anstalt, wie auch die andern in jener Verlagshandlung erschienenen Schriften zu Originalpreiseil und unter denselben Vergünstigungen (10 % Rabatt und bei 10 Exemplaren 1 frei) wie von der Verlagshandlung selbst, von mir bezogen werden. Auch sind bei mir die anderen Verlagsartikel Louis Gerschel's, insbesondere „Sachs Machsorim" (9 Bände, schön gebunden zu 6 Thlr) stets vorräthig. Briefe und Gelder erbitte franco. Bei Bestellungen über 5 Exemplaren vergüte ich einen Theil des Portos J. Klingcnsteln. in Oeernheim.in Rheinhessen. Lerantwortlicher Redakteur: I. Klingen stein in Ldernhenn in Rheinhesten; Selbstverlag der Redaction. Für den Buchhandel: in Connnisiwn bei Oskar Leiner in Leipzig. — Dampf-Schnellpresienrduck von I. Gott »leben in Mainz.

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