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Der israelitische Lehrer · 1867-02-07 · 6 (7.2.1867) · p. Seite 24

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
6 (7.2.1867)
Date
1867-02-07
Page
Seite 24 (sequence 4)
Language
German
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24 cn Lehrern in so weit ns mit ben christlichen en und Empfehlungen er Preußen's Scepter lauben Eie mir noch der in Netra schon dermalige Regierung auch den israelitis Gerechtigkeit widerfahren läßtdaß sie Lehrern gleichstellt, wes trotz vieler Bi früher nicht geschah, (und schwerlich ui bald geschehen wird. Redaktion.) — I die Mittheilung daß der Lehrer Cornel einen jüdischenk Gesangverein stiftete unit trefflich leitete, auch einen solchen in Rot-nburg a. S. gegründet hat und leitet. In diesem Orte hatte man schon zur > eit deS Herrn Lehres Spier einen ziemlich gesungenen Versah zum mehrstimmigen Männergesang rn der dortigen Svnagkge gemacht. Die Mitgliederzahl ist jetzt jedoch bedeutend grZ jcr und auch die Auswahl von Liedern keinesfalls klein. Nr längst wurde das Stiftungsfest dieses Instituts in erhebender Weile gefeiert. In den H.rbstfesttagen bemerkte ich in der Synagoge einen fremden Knaben, der ber den- Gebeten die zwischen Vorecter und Gemeinde versweise recitirt werden, so rasch, ja noch rascher als die Gemeinde seinen Vers beend-'gt ha'te. Ist das schön? Ich bvre schon im Geiste viele Lebrer sagen? Nein! Aber die Leute, die mit zu unterscheiden verstehen zwischen andächtigem Beten' und -sogenanntem .Hersagen,' urlbeilrn and rs; ja, sie glauben sogar,-daß nöthig sei, den Unterricht im hebr. Lesen so zu ertheilen bezw. bei demselben darauf hinzuwirkev, daß die Jugend nach üblicher Meile die Gebete rasch und zwar wie die Erwachsenen .hersagen.' Daß man heutzutage noch schnelles Beten in der hebr.. Sprache^ bezw.' die Anleitung hierzu vom Lehrer verlangt*) daß auf b.ie Morte ein zu hoher und aus den Ir halt ein qeringer oder gar kein Werth gelegtwird; daß man einen dem Fortschritt huldigenden Lehrer nicht- oder gering achtet und das so aölhize Vertrauen entzieht; daß man sich von einem gewohnten und deßbalb .in den Kram mehrerer Land juten passenden Schlendrian im Erstehen der Kinder nicht lossagen kann; und daß endlich die Damenwelt in Beziehung auf Unterricht und Erziehung, O.ualifieation^ oder Nich'qualtfication, standesgemäßes oder nichtstavdes^emäßeS Betragen des Lehrers in nicht seltenen Fällen -bei uns Juden das größte und gewichtigste Mort führt und den Mann zum Ausfuhren dieser Hirnge'pinnste verlö tet, ja sogar, nöthigt: — daS halte ich tür das größte Uebel d.s Land-Lebrerstand.s. Jtoch v-el Verdienst in übrig. I. Merthan. K e ss g e d i zum Lüjäbvigen Amtst u h i l ä u Nt Sr. Hochwürden des Herrn Oberrabbinen J. Kahn In Trier. Gedichtet von SB. Levv, Lebrer in Schweich. — In Musik gesetzt von I. S-chmal, Eantor in Trier. Es jubelt stoh die Heerde ihrem Hirten, Der fünf und zwanzig Jahr sie treu geführt. Der liebevoll belehrt« di« Verirrten, Dem Anerkennung, Lob und Tank gebührt. ' Ein würd ger Priester in dem Heisigthume, War für dem Gottesdienst er stets bemüht'; Er wirkte, daß zu unsres Schöpfers Ruhme So manch« neue Synagoge blüht. Ein reg'res Leben herrscht in de» Gemeinden, Wo er den Sinn für's Gute angefacht. Die sonn in engem Raume sich vereinten, Ergötzen sich an des Tempels Pracht. *) Ich habe nur klein«, ländliche Ortschaften im Auge, daß es in vielen Gemeinden schon befier ist. D. E. Gottlob, stellte Ordnung her in allen Orten; schreitet unermüdet stets voran g tie Hindernisse weichen seinen Worten; ' idem Fortschritt bricht er allenthalben Bahn. aß wahre Andacht beim Gebete walte, Aeußern auch der inn're Dienst enispstcht; edle Eifer nimmermehr erkalte, ält er für seines Wirkens höchste Pflicht. Ju milden Gaben Herzen anzuregcn, hen armen Waisenkindern Trost zu sein; um Wohlthun die Gemüther zu bewegen. Ist Freud« ihm, gar göttlich "schön und rein. | jfer Schule und dem Jugendunterrichte j «iht ganz besonders er sein Augenmerk; en Lehrern theilt er mit von seinem Lichte, Der Schul' -Gedeih'n ist ihres Wäch'.ers Jlüerf. Und nicht nur in dem enger» Wirkungskreise, Wohin sein Amt als Priester ihn gestellt; Rein! Weithin tönt sein Wort in kräfl'ger Weise; Durch's Schstftthum dringt sein Ruf in alle Welt. Für Israel im Großen, Allgemeinen Wirkt er begeistert und mit Heldcnmuth. Und wo die G aubenshelden sich vereinen. Steht er nnd kämpft für unser höchstes Gut. Trum sammelt sich am heut'gen Jubelfeste In beil'ger Freude um den Jubilar Die Heerde bringend ihrer Wünsche best« In treuer Liebe und V.rehrung dar. O, möchte Gott aus seines Himmels Höhen Ihm langes Leben schenken, Heil und Glück! Der Tag, den beute festlich wir begehen, | Er kehr' in gold'ner Freude uns zurück'! I Roch lange, lange wirke Der zum Heile, Ter bisher seinem Amt sich treu acwciht! Tas schönste Himmelsglück wcrd' ihm zu Theile Bon jetzt an bis in alle Ewigkeit! Amen! Berilbtil»»!». Ter Verfasser des Art. „Aus der Pfalz" in Rr. 4 unserer Zeitschrift ersucht uns um Aufnahme folgender Berichtigung: .Wir waren in Jrrlhum, wenn wir glaubten, daß Israeliten durch das Gesetz vom Landrath ausgeschlossen seien. Tas alte Gesetz von ISIS hatte eine einschlägige Bestimmung; das jetzt allein gültige Gesetz vom 28. Mai 1852 enthält dieselbe nicht mehr; es setzt sogar im Art. 21 «ine eigne Modifikation des» Eides für Richtchrisien, die in den Landrath gewählt werden, fest, indem es für dieselben die Schlußworte: „und sein heiliges Evangelium" wegzulasien verordnet. — So bleibt für die Israeliten der Pfalz nur die einzig« gesetzliche Ausnahmsbebestimmung : die Riederlasiung ftemder Juden betreffend, übrig. In allen übrigen bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechten si> d wir gesetzlch tmserik christlichen Mitbürgern vollkommen gleichgestellt." A n z e_i g e. Tie Stelle eine« ReligiovslrhrerS und Vorsängers bei der israelitischen Gemeinde Ulrichstein, Großherzc-gthtim Hessen, mit einem Einkommen von ca. 300 fl. nebst freier Wohnung ist erledigt. Bewerber wollen sich, unter Vorlage ihrer Zeugnisse, bei 'dem Vorstand melden. Ulrichstein, den 25. Dez. 1866. Der Vorstand der iSr. Gemeinde Ulrichstein: Rciss. Verantwortlicher Redacteur: Commission bei I. Klingen st «in in Ldernheim in Rheinheffen; Selbstverlag der Redaction. Für den Buchhandel: in!skar Leiner m Leipzig. — Tamps-Schüellprcffenrduck von I. Gott sieben in Mainz.

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