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Der israelitische Lehrer · 1867-01-24 · 4 (24.1.1867) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
4 (24.1.1867)
Date
1867-01-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Mr Jsraeliferlu' Jchrer. Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen Lchr^crstandes und zugleich Dfrf.an für bcjn Verein ^ur Untcrslützting hilfsbedürftiger ifr ' Wittwcn und -Waisen in Deutschland aclitischer Lehrer, ('chrer- *J\§ 4. Mainz, den 24. Januar 1867. (Lisdenter ^Lldrxavx.) Wöch>-nlli» 1 Nummer. , Pi-rteljcihrlicher Adonnemcntsrreis 27 kr. -- Thlr. Bei iränkirler Zui^ndung Anzeigen zu I Egr. t»ie Peiitzcile. Bestellungen Nehmen alle Postamler und unter Ztreuzband jährlich 2 fl. 12 kr. Buchhandlungen an. Heber die Wichlinkeit des nalurwissensctiaftlictien HnteririSytes in der Volksschule. (Ein tkonferenzvortrag von St. 3K.i Meine werden Herren College»! Bei unsrer völligen Eonsereuz erhielt ick von Ihnen den chrerwerthen Auftrag, heute über die Wichtigkeit des ilaturwisierschcst ichen Unterrichtes in der Bolkssckule zu sprechen. Indem ich hiermit beginne, muß ich im B'vraus Ihnen sogen, daß Eie nickt eine gelehrte Abhandlung über diessn Gegenstand den mir erwarlen biirfiii; tc?u fehlt i mir sowohl die Äicii, de auch der Wille. Mein Zweck;ft der, in kurzer und einfacher Weise darzutbun, wie wicktig ein. Ilnierrichtsgeger stand für'die Pflan ftätke der Jugend ist, hr seither in dieser Pflanzstätte nur wenig beachtet und meist gleichgültig hehardelt wurde, lind dies ist eben der Unterr ckt in der -eaturWissenschaft. Ich will zu leweiien suchen, daß dieser Cegerstcnd einer der wichtigsten genannt zu werden verdient Sollte ich Manches hier lagen, worin Cie mit m>r nicht! übeieiustimu en, io bitte ich, Ihre An sicht dariile mittheilen zu woben. Es muß ja ülerhaupt bei nnscren Conscrei zen uns darum zu thun sein, unsere Gedanken, e.genftitig auszutouichen, unsere-Fchlcr zu verbisiern ,:> d stets den Hauptzweck der Eonsercnzen im Auge zu Haber.: für die Schule Etwas zu gewinnen. 1) Ter hier zu besprechende tln 1 errickts;gee , rsar.d ist vor Allem da um wichtig für die Polls sch ule, weil die Kennt n ° ß der Natur wichtig für d a t Lebe n ist. 2) Ist dieser Unten rcht wicktig fürdic Volks iüule olL IlnIcrricdlSfioff. 't) Die Eck ul» ist die Vorbereitung für daS Leben. In ihr sollen alle Anlagen und Kräfte des KindeS ausgebildet werden, daß der Mensch später-fähig sei, daS Lebei. richtig aufzusasfen und seine Handlunyln so einzunchten, daß er für sich und alle Mitgefchöpse Nutzen ziehe, daß er mit einem Worte olle Pflichten als Mensch zu erfüllen gewillt und iui Stande sei. — Tie Echr le hat al o die Aufgabe, Alles als Unterrichisgegensta, d aufzugreisen, wodurch der Mensch spater seine Bestimmurg in physischer und geistiger Beziehung erreichen krnn. Darum muß auch Alles, was für das Leben wicktig! ist, für die Schule 'öon Bedeutung sein Wir rechnest, schreiben, unterrichten in Religion, Sprocke, Geographie rc > in der Schule, weil dieses Alles im Leben mehr oder minder nothwendig ist. Ick hätte also nur zu beweisen, daß der Unterricht in der Naturwisienschait für das Leben wichtig und es wäre dann dargethan, daß er es auch für die Schule sei — Wicktig ist die.9 a. in geist so we r. »urch weiche beimnisie zu dr:ngen enträthseln vermochte Die Nalmwisienschafl iaturwisienfchast für das Leben, ger Beziehung. * Betrachten wer [feie grenzenlosen Fortschritte, die das Mcnschengeick lecht seih Jahrhur.derten gemacht, so müsien wir staunen rber di( rreiengroßen Werke, die der menschliche Ce>st zu vollbifügen im Stande war und ist. Und fragen mir: durch wiflche Wissenschaft gelangte der Menich Kenntmß war .es ihm möglich, in Gedie Jabrtausinde vorher er nicht zu so müsien wir hierauf antworten: houptiäütlich ist es, durch die er so weit vorzudringen ini Etande war, durch die er unmöglich 'r ckeintvdes möglich machte. — Tu Natur ist die Erzieherin, die Lehrmeisterin des Menschengeicklichrcs; sie ist seine RathgcberiN, seine Helferin m der Notb. Darum sind auch" die meisten anderen Wisienfchaftcn nur Theile dieser großen Wisienschaft, oder aus derüllcn kuliprungen. Die Physik, Raturgeickichte, Chemie/ Technologie, Astronomie, ForstwisitN'chstt, Mineralogie, Botanik, Ge. legre, Geognosie, Arzneikunde, Geographie und ai.dere, sind sie nicht alle entweder Th-ile ler Raturwisienschast, oder haben ihren Sitz ist derselben? Welche groß artigen. Efiudringe» und Entdeckungen wurden durch diese verschiedenen Wissenschaften zu Tage gefördert I Welchen Schatz von Kenntnissen, welche Bereicherung des Geistes haben wir tuim Wissenschaften zu dünken! Durch dieiellen kennen wir die Erde von innen und außew^Tdw kennen die meisten lebenden und leblosen Geschöpfe auf ^dsrielben; durch sie lernen wir Lender und Vdker mit rkren veifchiedenartigsten Sitten, Gebräuchen und Erzcugniistlk^kennen; durch sie ist es uns möglich, Herr der Elemerte zu werden (Blitzableiter); durch sie

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