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Der israelitische Lehrer · 1867-01-10 · 2 (10.1.1867) · p. Seite 8

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
7 (1867)
Issue
2 (10.1.1867)
Date
1867-01-10
Page
Seite 8 (sequence 4)
Language
German
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8 und bnt CultuS bestehenden günstige« Einrichtungm auf diese beschrankt bleiben, oder auf dm Grsammtstaat ausgedehnt, oder aber, wai leider auck möglich ist, gänzlich in Wegfall kcmaun werden: so kann dieses doch, unser- ErachtenS, für Keinen ein Grund sein, in unsrer Frage mit seiner Ansicht zurückzuhaltm; vielmehr müssen wir, auch bevor d'e Vrrbältniffe sich völlig geklärt haben, mit uns selbst im Klaren sein, um event. zur rechten Zeit das rechte Wort sprechen und die rechten Maßnahmen ergreifen zu können. Reck wollen wir bemerken, daß, obgleich unsere Unterstühunfskasie noch dem Willen der Aufsichtsbehörde statutenmäßig sich nur auf „Elementarlebrer" eistrecken soll, durch düse Bezeichnung ..Religionslehrer" keineswegs ausgeschlossen sind, sobald sie v rsch'iftSmäßig geprüft und vom Staate in ibrem Amte bestätigt sind. Eremp'are unserer Statuten steben auf Verlangen gerne z» Diensten und wolle man sich dieserbalb an den Unterzeichneten wenden. Allen 'geschätzten Collagen nab und ferti unseren brüderlichen Gruß! . Namens des Vorstandes de? Vereins: S Blumenau, Vorsitzender. Nachbemerkung der Redaktion. Unsere Leser werden gewiß mit urs das Erstaunen tbeilen, das wir bei Empfang dieses Rundfchre'bens füblen muß'en. Wir wollen die abgeschlrsi ne Polemik nicht wieder anregen: für unser Leser und die Freunde und Mitglieder unseres Vereins wird das auch gar ' nickt nötbig fein. 2iir die ernste Kraae könmn wir nicht unt.-rd rücken: wird diese Handlun. sweise dem Lcbrerstande z> m Segen ge-eich.n? werd-n die Anstalten, die wir gemeinsam-kräftigen woll wird die Ehre des Lehrerstandes dabei gewinnen? Bon West'alcn au? arbeitete mm unserm deutschen Unterstühungsverein entgegen, weil man denselben als zu groß und auSgedebnt sckildnste, weil man nur Vereinen aus kleineren Gebieten Bestand versp ach; da? war mindestens der ostenfi'le Irurd der Polemik; alle anderen Ausstellungen - insbesondere an den Statuten — waren bestreitbar und ließen sich in einer Generalrerramwlung anch verbessern und ausgleichen. Auck an den S'atut-n des twstphälischen Vereins ist vielleicht so Mancheanfechtbar, und bedarf der Verbesserung; — Und nun kommt der Verein, der den ursrigen wegen seiner großen Ausd bnunq erst vor einem Jabr> bitterlich onfeindcte, und — w ll sich auch ausbreiten nach Oft und West — rach Süd und Nord, tritt geradezu als Cowcurrenzanstalt aut, sucht auf den Gebieten, wo ein großer Tbeil der Lehrer unserem Vereine bereits onz.höit-, aufzuregen, die Freunde wankend zu macken und zu beirren, und s. f.; — wie soll man ein solches B> nehmen nennen'? Tic Herren wissen sicher, d^ß sie, sollten diese Länder «intret n, eine totale Umgestaltung ihres V.reins und ihrer Statuten nötbig haben — ihren V rein ganz auflösen und umformen müssen^ Was soll also dies Rundschreiben? Doch' nein, keine Polemik — Friede! 'ln Westfalen sind jetzt andere Fra en auf der Tagesordnung und wir wollen, um jene im Sinne der Lcckrer durchführen zu können, den Frieden um jeden mt der Ehre und dem Wohle des Lehrerstande» verträglichen Pr is. Jene Fragen sind für die Zukunft der Schule so-wichtig wie die Unterstühunasvereins frage. Darum bieten wir die offene Hand, und sagen: wollt ibr Euch auSdehnen, wie wir; -seid Ihr mit uns gleicher Ansicht, daß in Allem ein Zusainmenlch uß der Kräfte Segen bringt — nun, wohlan — in jenen Ländern gehört bereit» ein großer, sicher der teste und strebsamste Tbeil der Lehrer zu uns; wollt Ihr sie, so müßt Ihr auch uns wollen; schießt also einen Vergib ich, e'n Eomprommiß mit un», — und Ihr habt den Frieden und die Einigkeit! Rur keine-Concurrenzmacherei! Da» kann nur der Ehre und dem Interesse unseres Stande» Schaden bringen, bringt die Polemik wieder ins Leben, die wir vermeiden uad stört den Frieden, den wir e> halten wollen. Erwitt-e. Unser Se"dsckreiben in Nr. 52 d. Z. war schon unter der Preffe, als die uns mitgetheilten Statuten deS MarkS- Haindorf'scken Seminar'? dasselbegeg nstandsloS machten; die von uns befürchteten Punkte sind in dem Statute nicht enthalten. Wir würden tief bedauern, wenn wir Herrn Dr Philippson durch unser Vorgehen in seinen Bestre'ungen für da» Heil ter Sckule behinderten, Nichts lag uns ferner, als mit Hru. Dr. Ph. eine Polemik zu eröffnen. Wir wollten nur eine immerhin höchst bedeutende Saulfrage klar machen bel'en und h ffen jedenfalls durch unsere Anreauna der Schule gedient zu haben. Wir bitten Herrn Dr. Pbilipvson um Entschuldigung, wenn wir — und mit un» noch viele Lehrer Westfalen», in seinen Worten Veranlassung zu hoffentlich grundlosen Befürchtungen fanden. Wolf-dorf. * Berlin, 23. Dez. Die PetitionS-Commission des Abgeordnetenhauses be irth am Ist. Dezemb r über eine Petition betreffend die Anstellung von Juden im Staatsdienste Gegenüber dm Ausführungen der Commission?Mitglieder erklärte der Vertreter des Justizministeriums, dcß die Staatsrrgie ung iu B treff der Anstellung von jüdischen Richtern an ihren früheren Grund'ähm sesthalten müsie, weil ein jüdischer Richter keinen Eid alnehmen könne. Die Vertreter des HandelSministerium» und d-s Min steriurrs des Innern bemerkten, in ihren Ressorts sei noch keine Meldung eines Juden zum Eintritt in den Staatsdienst rorgekommen. Bukarest. Für die leister Zeit bei dem jüdischen Attentate festgestell'e Entsck ädiguna für die Zerstörung der Synagoge, bat der Fürst aus feiner Privatschaiulle 2UJ0 Dukuten dem Vor stände der jüdischen Gemeinde überwiesen. Anzeigen. Tie Stelle eines Religionslehrers und Dorfangers bei der israelitischen Gemeinde Ulrichstcin, Großherzogthum Hessen, mit einem Einkommen von ca. 3öO st. nebst freier Wohnung ist erledigt Bewerber wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse, bei dem Vorstand melden. Ulrichstein, den 25. Dez. 1866. Der Vorstand der iSr. Gemeinde Ulrichstein: Kfiss. UnterstützungScafse des Vereins israel. Elenientartehrer für Westfalen und Rheinprovinz. An außerordentlichen Beiträgen sind ferner eingegangen: Von der Eynagogen-Gemeinde Gütersloh p. 1866 5 Thlr. „ Herrn Lehrer Treu in Münster ... 1 „ An Selber rrorn von H. Marx in Camen ..1 „ Von Frln. Fanny Nathan in Paderborn p 1866 1 „ „ der Synagogen - Gemeinte in Bielenfeld p. 1866 . .'.30 „ Bielefeld, Tez 1866. Der Vorstand. Verantwortlicher Redacteur:'I. ft lin gen frei n in Ldernheirn in Rheinhesier,; Selbstverlag der Redaction. Für den Buchhandel: in Tomnmsion bei. Lskar Leiner m Leipzig. — Tampf-Schnellvrefienrduck von I. Gottslrben tn Mainz. * /

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