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Der israelitische Lehrer · 1866-11-29 · 48 (29.11.1866) · p. Seite 197

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
48 (29.11.1866)
Date
1866-11-29
Page
Seite 197 (sequence 3)
Language
German
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197 möge es auch nur ein Seminar für beide Provinzen*) geben. . Herr Feilchmfeld, der hierauf noch etwas vortragen wollte, wurde von oer Versammlung dreimal unterbrochen unv verzichtete endlich aufS Wort. ES sprachen noch verschiedene Redner: als Herr Hanau aus Mühlheim a. d. Ruhr, David Selig aus Düsseldorf, Können aus Kempen . der anknüpfend an das Sadistische roncordia reaparvae crescunt für Vereinigung sprach Hr. Stadtrath Hellwitz aus Cöln, aus dessen Rede wir bervorheben, daß er für daS neu in Cöln zu gründende Seminar auf 5 Jahre jährlich 500 Rlhlr. gezeichnet habe, daß ihm dieses nicht leid thue, daß er die Summe noch vermehren, wenn die Anstatt ihrer Aufgabe entsprechend würde. Wie das gekommen? Er sei krank gewesen. . Da habe ihn Hr. vr. Schwarz mit seinem Besuche beehrt und ihm gesagt: daS Münster'sche S minar habe zu existiren aufqehört. Es müsse und solle ein neues in Cöln gegründet werden; hierzu möge er auch zeichnen. Wenn ei gewußt, daß man hiermit dem Münster'schen Seminare Opposition machen wolle, so hätte er keinen Deut> gezeichnet. Wenn wir nicht irren, hat sich auch Herr Lehre-- Blu »inenfeld aus Essen, Herr Prag aus Düsseldorf und noch einige andere Herren. deren Namen uns entfallen sind an der Debatte betheiligt Sie mögen unserem Gedächtnisse, aber nicht unserm guten Willen die Schuld beimessen, wenn, wir ihrer zu erwähnen nicht im Stande sind. Die Versammlung schritt endlich zur Abstimmung und entschied sich fast einstimmig für e i n Seminar für beide Provinzen; für zwei Serninare hatten sich — sage und schreibe — nur zwei Mann erhoben Darauf wurde ein Comite aus acht Personen und zwar vier Rheinländern: Herr l)r L. Pyilippson, H Levy aus Slawen, H. I Können aus Kemp.» — der Namen des 4. ist uns entfallen — nd vier Westfalen: Hr. Rechtsanwalt Metz, Hr. Ein» aus Münster, Hr. Noa Wolf aus Neheim und Hr. Würzburger aus Bochum — bestehend gewäolt, welches mit Hrn Rittergutsbesitzer Löb die Abänderung der Statuten beratchen soll So schloßen die Verhandlungen einer Versammlung, die in den Annalen der Juden Rheinland's und Westfalen'» einzig dasteht; möge sie es nicht bleiben, sondern eine Saat gestreut haben, die für kommende Geschlechter das ob m angeführte Prophet mwort in seiner ganzen inhaltsvollen Be deutung verwirkliche, auf daß ihr Andenken in Segen bleibe! :1t. Wolssdorf, Lehrer **) *) Und warum nur für bü»e Provinzen? warum nicht auch mindestens für die annerirten neuen Provinzen - Sollte» die Semmaricn in .Hannover, Cassel "und Ems (!) stehen bleiben? Dürkte es nicht gc.athen sein, im Interesse der inneren durchgreifenden Reorganisation eine unbedingte Einheit herzustellen? Nur sohatP's Pathos Sinn! -Red.) t*) Von der Lebrerkonferm; in Rheda, worüber Herr Mandel referiere, war Lehrer Cramer aus Reuenkirchcn bei Rittberg und Schreiber dieses zu obiqer Versammlung deputirt worden; erstcrer vertrat leinen Vorstand, letzterer den von Rheda. Ihr X.?)■ I. Corrcspondent vorn Rheine im Nr. 4ö Ihres gej schätzten Blattes scheint an der Krankheit, woran die Hrn. Lehrer oft leiden, zu kränkeln; ich meine neniltch die Manie, die Rabbiner zu loben, wenn diese sie einmal freundlich angesehen haben. Durch solche unverdiente Lobeserhebungen in öffemlichen Blättern wird nach nnierem Dafürhalten der Geschichte kein dankenswerther Dienst erwiesen. Laßt die Rabbiner durch Thaten, die de- Lobes nicht bedürfen, sich auszeich-! neu und diese Thaten berichtet; dann habt chr sie ohne loben zu wollen,! gelobt; habt ihr so etwas nicht zu berichten, nun dann lobet wenigstens! nicht, wenn ihr öffentlich Personen und Sachen besprechet. — Gleichj Bücherschau. 1) Euglisch-German Grammar for the Use of Classical Schola by Andrew Fritzinaqn, Teacher of the Modern Languagea of the Grand lineal College, Bens* heim. S. 336 (gr. 8° fl. ll. 36 kr.) Der Verfasser dieser ausfünrlichen, sehr klaren und eingehenden englischen Grammatik /ist der Ansicht: „Ztudirende einer neueren Sprache bedürfe« stets eines mündlichen Unterricht» in der nämlichen Sprache, welche sie zu lernen wünschen dieser Grundgedankt ist dadurch consequent durchgeführt, daß der Verfasser einer jeden Regel der englischen Sprache, die er deutsch auffiwrt, auch zur Seite Oie englische Uebersetzung beifügt. So z B. Engliah pari / German pari The Engliah grammar/ Die englische Grammatik lehrt teachea us to apeak and t> weite . the Engliah lan-i guage etc. uns die englische Sprache gehörig und richtig 'sprechen und schreiben u. s f. Daß in solcher Weise bai Erlernen einer srenkden Sprache gründlicher und leichter van Statten geht, ist ersichtlich. Diese Eigenlhümlichkeit uns die Correktheit der Regeln, deren sich in sonstigen englischen Lehrbüchern weit weniger finden, zeichnen das für höhere Schulen bestimmte Buch vortheilhaft aus. 2) Deutsche Uebungsststcke zum Uebersetzen in das Französische für die oberen Klasse» der-Gymnasien Mid Realschulen. Gesammelt und bearbeitet von L>r. Fr. Ahn. HI. Aust. Mainz, Druck und Verläz von Florian Kupferderg 1866. Pr 27 kr Ahns Schriften dürften wohl zu den verbreitesten in Deutschland gebären Nach seiner Methode wird säst überall der französische Unterricht ertheilt. Vorliegende Schrift bildet eigentlich den Swlußstein des praktischen Unterrichts, in dem er Uebcrsetzungestoff für diejenigen bietet, die den „Praktischen Lehrgang,""/die Grammatik und das französische Leiebuch bereits benützt/haben. Die Lesestücke sind gut gewählt und die Notizen/ sind sehr praktisch und leisten bei der Uebersetzung gute Dienste. P. F. Cürie's Anleitung, die im mittleren und nördlichen Deutschland wildivacüsenden und angebauten Pflanzen auf eine leichte und sichere Weise durch eigene Untersuchung ' ~ “ Dritte zu bestimmen. Äustage der Bearbeitung von Aug Lüben, Seminardirektor in Bremen. Leipzig 1866. I. C. Hinrichs'schr Buchhandlung. Das Studium mancher Wissenschaft ist -deshalb w schwierig, weil die -u-isien einschlägigen Schriften rein den Standpunkt der Wisse rschaft rm Äuge habeu, und nur. selten Anordnung und Styl zugleich dem pädagogischen, d. h. falls kann ich mich nicht lirit daß Ihnen, Herr RedakreP in Münster Nummer ver immer nur von Individuell noch die Gesammthcit der aber muß ein solcher Vo sichert, Hr. Redakteur! tro > herrliches Wort: „Dem 33e :i verbesserte Austage. ihm einverstanden erklären, wenn er sagt, die Lehrer Westfalens oder das Seminar unsacht haben, da solches, wenn es geschehen, ausgegangen ist, die weder das Seminar, Lehrer repräsenriren. Von der Geiainintheit nvurs abqrwiesen werde». Seien Sie ver« . Neid bleibt ewig wahr de» herrlichen Dichters bimste seine Krone" u. s. w. Der Einsmder.

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