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Der israelitische Lehrer · 1866-11-29 · 48 (29.11.1866) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
48 (29.11.1866)
Date
1866-11-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Kr AsrsMisekie Jebrer. Zeitschrift für die gesammlcn Interessen des israelitischen Lchrcrstandes und zugleich L)rgan für den Verein $ur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer deiner, ^ehrer- Wittiven und -Waisen in Deutschland. J\= 48. Mainz, den 29. November 1866. (LvvLslsr Wöchentlich 1 Nummer. Vierteljährlicher Aboi.nenienrsvreis 27 Ir. — V« 2liir. Bei franlirter Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr Anzeigen zu I Egr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Die Versammlung Israel. Votaveln in ßötn. " i, Erwitte, den 13. Nov.!866. Durch Circulaire und Jnsirat in der Kölner Zeitung eingeladen, tagte am 1. d. M. in Cöln eine Versammlung l der j' d Vorsteber aas Rheinland una Westfalen. Tie Ver! sammlung moäite wohl nach : ngefäh-er Schätzung aus säst! zweihundert Mitgliedern bestehen, die aus ven entlegensten! Orten.beider Provinzen herbeigeeilt waren, um die Interes- I len des Iu>'Nthums mitberathen zu Helsen und bot daher 1 dem Freunde der Entwickelung der jüdisch religiösen Idee eine glanzvolle, ideale, geschichtliche Erscheinung dar, da er sich sagen mußte, daß das höhere jüdi'che Bewußtsein einen außerordentlichen Zuwachs an Kr nt ur.v Opfei Willigkeit gewonnen haben müsse, da vor noch drei Dezennien eine solck?! Vers mmlung zu dm Unmöglichkeit n gehört haben würde, indem dieie Männer — die Ribnmr, L«b>er und den Herrn Rechtsar-walt Retz —abgerechnet,igrößlentbeils Geschästsmän- : ner bei aU' ihrer Fo m rliaiösität kc.nen Falls eine lo kost 'pieli^e Reise, die die daraus verwende lni Kosten nicht ex- ■ letztes unternommen haben würden Die Versammlung sie- 1 serle öl'o schon durch ihre Erscheinung f -.x ibn den Beweis. | daß sich des Propheten Wo.t (Jes. 27, <i) 2^" L'^r" L'^Ti! raun f>2r 'rr -nto 7srE” rrer ps’ in neuer Kraft bethätigt und auch das andere (Jerm 51, 5) »ö t : i'.ibbrb bde'L" sich bewährt.! Tie Versammlung wurde von Herrn S. M. Frank, Brakes des Vorstandes zu Cöln. mit einigen herzlichen begrüßenden Worten eröffnet und konslituirte sich dann, 'indmi sie genannten Herrn zum Präses und Herrn Dion, der ' auch eine geschichtliche Darstellung über Verrnl.stung der Petition in sinnreicher Rede gab, zum Vicc'pläes einstimmig ernani te und als Gegenstände ihrer Tagesortnung die Petitionsangelegenbeit und die Seminarsrage festsetzt-. Ter erste Gegenstand, die P titionsar grlegenheit, wurde in der Morgenßtzung von elf bis ein Uhr erledigt. Es lagen zwer Petitionsentwürfe, der eine von H rrn Dr L. Pbilippsohn, der andere vom Vorstande zu Eöln, vor. Beide > fordern die endliche Ausführung der Art. 4 und 12 bcr ■ preußischen Verfassung. Ti" Diskussion drehte sich h .uptsächlich darum, welchem Entwürfe man zustimmen sollte. Herr Dr. Ph. mußtet auf die Au-rrchlhaltling seines Entwurfs bestehen, weil ihn bereits 375 Gemeinden, wenn wir nicht irren, autorisirt hatten, ihren Nansen unter die Vetition zu setzen, eine Thatlache, die nicht gut rückgängig gemacht werden konnte; aber auch der Colncr Vorstand behauptete, von seiner Petition nicht-abgehen zu können, weil nach einem Prragraphm seiner Geschäftsordnung über einen gefaßten Beschluß erst nach sechs Monaten eine weitere Verhandlung zulässig fei. D e Versammlung beschloß daher, den. Gemeinden zu empfehlen, entweder der einen ob r der andern Petition ihre Zustimmung zu crtheilen. Hiermit endete die B orgcnsitzung, csie, nach unserm Dafürhalten, die schwache Seite der Versammlung war, ,wie auch aus unsrer Ta'stellung,.die das reine Ttntsächliche gegeben, erhellt. Die Nachmittagssitzung von 3—3 Uhr, nahm die Seminarfrage in Anspruch Es w r d:ese offenbar bsd Glanzseit'.der Versammlung. Wenn wir auch hier ans den Red.u Einiges hervorheben, se erklären wir uns ge ms außer - Stande, die gediegenen Reden eines Philippsohn Wetz u s. w auch nur inhaltlich wiedergcben tu können. Wir suchen nur ein allgemeines Bild-von den Verhandlungen zu bringen, so gut dies unser Gedächluiß — ohne, daß w:r uns Notizen gemacht haben — gestattet. Die Tiscussion cröffnete Herr Rabbiner r. Schwarz 'aus Cöln nut einer wohl gut einstudirten, derb von Wider'prüchen nickt freien Rede. Er säet": Der Gedanke, in der Rbeinprovinz ein Seminar zu eriicl teu, ser nickt durch das wenig Beifall gefunden habende'Stalut des Herm Rittergutsbesitzers Löb angeregt, sondern sckon vor ninfundzwanziglJahren durch einen großen Manu, der Provinz gefaßt worum. dm aber der Tod an der Ai'ssührung verhindert Hab«. Vor 10 Jahren habe em anderer großer Mann m't einem alpenmaffenartigen Wißen, dcffen Namen auch außerhalb der Provinz den besten Klang Hobe, und bei besten Nennung die Herzcnsihrn mit Liebe entgegenlchlagen würtm, ebenfalls Viesen Plan get saßt. Kränklichkeit verhinderte iln, in der Versammlung zü > erscheinen. Man habe jetzt die Mittel und roerde in der Rheinprovinz ein Seminar gründen. Die Seminarfrage zu

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