Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 6 (1866)
- Issue
- 47 (22.11.1866)
- Date
- 1866-11-22
- Page
- Seite 193 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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193 Hierzu hatten sich sollende Lehrer eingefunden: Alsback auS Eamen, Blumenreich auS Wareadocf, Bienemann au» Hüsten, Camer aus Neurnki cken, Carsck aus Anröchte, Hermann aus Unna, Karsmann aus Ahlen, Kronenberg au; Bünde, Kronenberq aus Geseke. Mandel auS Lippsiadt, Alben auS Gütersloh, Steinweg aus Raeda, Wolfrdort auS Erwitte. Wolfs eorf aus Beverungen und Wi-sborn aus S nden Horst. Zahlreiche Gniße ind eine Menge Entschnldigunisschreiden waren eingelaufen. lliichdem de Versammlung den Herrn Wolfsdorf vo! Erwitte zum Vorsitzenden gewählt, ging sie zur festgesetzten Tagesorbnung über 1. Marks-Haändo-fsche Stiftung betreffend. Es wurde b schlossen: -») die Erhalt mg der Ansialt, womöglich U'ck'r ihrem bisherigen Namen: Verein -ür Rheinland und W.tt'alen :c., zu erstreben. b) Die Verwaltung des qu. V'reins soll in eine äußere und innere gcthelt werden. Die innere Verwaltung, betreffend Schule und Unterricht, soll unter Leitung eines tüchtigen und päka^gisch g'bild':ea Dir ktors stehenhingegen die äußere Vern»ltung nuter Leitung eins Eurckoeium; mit d>m bisherigen Präses Herrn Rirtergulsoesitzcr Löb an der Spitze, jedoch mit her Bedingung, daß ein'Mitglied des Curatoriums dem Lehrtrstand« angehören muß, welches Mitglied von den Lebrer« beider Provf zen zu wählen ist*). [c) Die lästigen Verpflichtungen, zu welchen namentlich dir Abschlreßu'g vor Verträgen mit den in der Anstalt sich besindenven Lemma isten gerechnet wirten, nach welchen dieselben Pflicktbe t-ä e bis zur vollständigen D ckunz der auf st: verwandten Kosten zu iah len haben rc. mästen unterbleiben. Die berei's früher gejcklosseaen dcsfallsi.gen Beriräze muffen annulirt werden. «I) die sinanzi llr Ve.watung b darf besonders eine dem Rechte und G setzt entsprechende sttegeluna. Die Versammlung fand cs für zweckmäßig, zwei ihrer Mitglied.r, yäin'ich: Welfsdorf an? Erwitte und C"am'r aus Reunkirchen zu der am folgenden Tuge hl. November) in Eö!n anbe raüir.ten Ve smnmlung de- Vorstände Rheielands und Westfalens al^ Vertretet obieer Punkte zu dcbu iren. Die Rei ekosten ihrer Deputi t?n nach Eöln iab n die anwesenden Mitglieder bereits wjilligst ars ihr n Börsen bestritten. 2. DieBesserstellnng der jüLisckenLei-rer im Staate. ' ES"wurde be>chloss:n, dieserhalb ein' Petition an das preußische A rgeordn te.ch us bei nächster Sessien zu richten, unter Zuj:undelegung einer schon früher in di ser Ange-egnhe'.t abecgangenen, abw nicht zu Diskussion gelangten Eingabe. Der vercdrl. Vorstand des rheinisch-westfälischen Lehrer-Vpr ins soll mit der AuLiüerung d-cjeS Beschlusses betraut werden. *f Wir jrcucii uns der Uebereinstiiniming unterer Ansichten mit denjenigen der rheinisch westfälischen Lehrenvcll. Gabe Gott, vast auch in anderen Fragen gleiche Uebcreiiistimmnng zwischen uns und den» von uns jederzeit trotz mancher Mißverständnisse und Mls;h:lligk.'it>n hochgeachteten dortigen Lehrerstande herrsche! I tzt lhut vor Allem wieder cinmat Einigkeit Noth unter den Lehrern und eine steinige Benützung dieses allein der Schule gewidmeten Organs, krä'lige Vertretung der gemeinsamen Interessen der jüdischen Schule, damit derselbe in dieser wichtigen Frage ihr Recht werde. Man scheint auf bestein Wege, wie Lehrer auch in dieser reinen Schulsache ignoriren zu wollen. Mögen daher die Lehrer auf ihrer Hut sein, daN ihnen ihr Recht, in dieser wichtigen Frage mitzusprechen, nicht verkürzt werde. Taß wir anit Kraft und Hingebung den Lehrern dienen und alle früheren Mißhelllgkeitcn gegenüber dieser die Ehre des ganzen Standes und das Wohl der Schule berührenden Frage vergessen werden, ist selbstverständlich und bitten wir alle unsere dortigen Eollegen sich dessen versichert zu halten und darnach zu handeln; insbesondere uns von allem Vorfallenden schleunigste und genaue Kunde zu geben. Die Verhandlunlungcn in Cöln folgen in nächster Nummer. Red. d. israel. Lehrers. Dem Vcrnebmen nach konnten in der Eölner Versammlung wegen der dort verhandelten Hauptfragen unser? Beschlüsse in der Seminar-Angelegenh it nickt zur Eörteung kommen, wer» halb dieselben dem daselbst gewählten Eomit« zur Berücksichtigung empfohlen werden L. Mandel. Alzey, 7. Nov. Zu den manichf.ck'n Verlusten, welche das deutlche Iudentbum in jüngster steil erlitten,' g'bört auch die U.berfiedclung des Dr. Hirsch von Luremburg nach Philadelphia. Dieser Mann bat weder als Rabbiner, noch als Schriftsteller bei uns den reckten Boten und die verdiene Anerkennung für seine Wirksamkeit gefunden. Die b deute de GeisteSkrait dieses Mannes wurde gelähmt und abgenulzt 'n der mühsamen B.rwallung seines Amts, indem er ausseden alliabbathlich za halter den Predigten gleichzeitig als Eackor iungiren und den ganzen litnr >»sch n Go'tes'ienst lecken,1a israr als Lehrer den ganzen Relig-onsunterrickt mit E nschluß des hebräischen Sp achunterrichk» von den ersten Elcm nten des Ales Betau e ckheilcn muß e. Seine versch edepen religio s-pbi>osephischen Werke laben — auffallend genug — selbst bei den Fachmännern nicht die rechte Anerkennung gefunden. Das größere Pub! kum l est freilich solche tick gehende Sckrift'n nickt g^rne. 'Sein R ligicnSbuck ist >m engsten Anschluß an die Ideen dieser We-ke g'schrieben. Obgleich einfacher und verständl'.ckcr äugest.ßt, ftt dast lb: doch nickt populär geworden. Dach Buck b'elct a!s Reli nonSbuck zu viel Raiionnemert und zu wenig positive L ns. Mag s«in, daß für die Kuder es sich nickt ci .net. Z - den Händen eines Denkenden und itudi'cnden Lehre s kann aber dennoch gar Biele» aus dcmsckben istr d e Schule nutzbar gemacht werden. Ebenso sind seine Vorlesungen i > der Freimaurerloge „die Humanität als Religion" löckst beachte swerth uns'dürsten selbe in den Hä'den den denk.nden Leerer anregend und erleuchtend wirken*). Weilt da-n auch der Verfass:r fern ron urS, sein. Geist würde uns nahe Neiden. R. Homburg v. d. H., 9. Rov. Die Einweihung der in hiesiger Stadt ncuerbauten Svnagoge -and bute statt. In der al'cn Synagoge w-rdr Mttazs 2 Ubr da» Vespergebet gebalten und stach Absingen ein gcr Psalmen wurden die Thora- Rollen aus der Lade gmommen u-d in feierlichen Zuge nach der neuen Synagoge vererackt. An der Haup rbü e a-g?komi» n, übe.reichte der Bgumeister, Hr. Holler, mit einigen Wo ten den Schlüssel an den König!. Eommissa -uS. Hr.i.'Landrattz ».Briefen, der solcher an den Rabbiner abgad, indem er icrbci seine Freude a.iSsprach. daß es ihm ve'gknnt sei,, hier an solarer Feckr Th'il zu nehmen, und de? israelit scheu Gemeinde wie der Stack und dem Lande di' Versickerung c.ckhei- Ic.v könne, wie die Königlich' Lasdesderri'chaft deicn Wohl und den stets zu fördern bereit, sei und be :ebende^Eigenthümlichkeiten tbunlichsi schonen werle. Hr. Ra'bincr Fromm hob in s-i:ier Erwiderung u. a. den Vercheick hervor, dgß, wie die 111 Stämme Israels t eu beeii-ander g standen batten, a'-cr doch einer, der S-amm Juda, alr der größte, an de Spitz: gestellt ward n lei.!o auck Preußm ■ n die sp tzd r deutschen Staaten. — Die nun fit de' neuen Svnaaoge folgend' Feier: Absingen der i^ebctnücke und P aln-en, unlcr welch l>ht ren auch zwe. in deut'cher Spräche, dat Umtragen der Tbora-Rollen, das Fürsten Gebet für Se. Maj. den König uns las Königlicke Hausrc. — dies alles gestal e e sich recht würdig u»d re erlich. Nack der Fcstpredigt u.:d dem Aosingen vo i noch zw:i Palmen sckloß der „Segen" die ganze F ier. --- W r baden die Betheiligung von P rtrckn des Landes- und Genie ndetebörd'n, cincs Tbeils der Geistlichkeit und einer sebr großen Anzahl der I Slitteinatlscher.lialechisinus der israeliti-chen Religion, Lurcmburg, Druck und Verlag aon P. Brück. — Die Hmnannäl als Religion, bei Schaunburger in Lureinburg. i