Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 6 (1866)
- Issue
- 42 (18.10.1866)
- Date
- 1866-10-18
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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\r JsrarMfirlic Zeitschrift für die gesammlen Jnteresien des israelitischen Lehrerstandcs und zugleich Organ für den Verein zur rlnterstützung hilfsbedürftiger ifraelitifchcr Lebrcr, krhrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. J%f 42. Mainz, den 18. Oktober 1866. (Seod.ster ^aLrxanx.) wöchentlich 1 Run-mer. BiertkljShrlicher Abennkmrnisp'kis 27 Ir. --- '/i Tblr. Bei frnnlirfer Zusendung unter .<ireu;tl-ud jährlich 2 fl. 12 ft. Anzeigen zu 1 £gr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter uiid Buchhandlungen an. 7 Die Teminarfroge. , (Fortsetzung.) >. verdient also diese oder eine ähnliche Anstalt durchausnicht den Namen eines Lehrerseminars und können die daraus entlasten'n Zöglinge edensewohl als Praktikanden des Eeniewesens oder der Pharmacie oder als wohlgebildete Kaufleute und Echlrffcrgesellen nie als Can didäten des Lehramts gelten, so wird man uns nicht entgegeusteüen, daß sie von den Gemeinden als Lehromtsbeflissene gesucht werden, segensreich (?) wirken und ihre Prüfungen als Lehrer bestehen. Hoden auch die Lehrer dieser Lehrer die Schmerzen und Martern beobachtet, die die ins Amt tretenden Zöglinge suhlen? Kennen jene die Wege, auf welchen diese sich eimge oberflächliche praktische Routine und vielleicht auch ein paar theoretische Brocken aus dem ©tbiete der Pädogcgik zu eigen machen? Haben sie ein sicheres Urtheil, einen Maßstad sür die gesegnete Wirksamkeit eines Relrgions- und Volkslehrers? Sind die Gemeinden, die Schulvorstände überall im Stande, zwischen oberflächlichem mechanischen Anlernen, und gründlichem, lebenbringendkm eiziehlichem Unterrichte besonders in der Religion endgültig zp unterscheiden? Rein! Niemals don dem Zufall die fachgemäße Vorbildung des Lehrers über lasten bleiben! Tos Seminar in Hannover wird unter den neu geschaffenen politischen Veilallnisten wohl auch zu leiden haben, und es wird fraglich sein, cd. und in welcher Weise die Existenz desselben gesichelt ist. Tas Seminar bezog bislang einen großen Tleil feiner Cubsistenzwillel von de^ Regierung dee Königreichs Honncver, die dieser Anstalt gegenüber durchaus loyal und wohlmohlend handelte, wie sie überhaupt die jüdischen Gemeinden, gvttesdienstl che nnd Schulonstalten durch Geldunterstützungen förderte. Tcs Gegkntheil ist in dem Lande der Fall, dem Hannover fetzt zugethrilt ist, und' wenn, auch die „Schonung berechtigter Eigenthümlichkeiten und Privotinteresten" verheißen rövrden und wenn wir auch zugestehen wüsten, daß die Zuziehung der „israelitischen Geistlichkeit" bei der Eiegesseler l und andern öffentlichen Akten der jüngsten Phase des Preu-! ßentbums etwas Neues ist und g>g.n srüler einen Fort-! schritt bekundet, wo, wre^. B. bei der ^rönunasfeier in Königsberg, dasJuder thum weht vertreten war, so dürste es; doch fraglich sein, ib die'e Freundlichkeit io weit reicht,! auch diese Anstalt zu erhalten, d:l»i in Geldsachen hört be-; kauntlich die Gemüthidkeit aus. L Das Lkhrerieniirar in Hannover ist nur Lehrerseminar' 'und sucht in dieser R chlring 'eno Ausgabe mit Ernst : ui d H.ngebr ug zu eijiüllen. .. Tie Männer, die es leiten — die Le rer der Anstalt —! sind vom besten Geiste nnd besten Wilieu beseelt —; der i Unterricht ist tbeilmeise — rnSbe'ondrrd in: Hebräi'cken —! vortreiflich. Und dennoch tonnen ir;r wollen w>r offen l und i.ei sprechen, nicht uml-n, euch hier die an; sichere Be- ’ n?ei'c sich gründende Ueberreiianng an-7'U'prechcn, daß auch diese Anstalt an Ernsertra'eit leidet »ich daß-sie, will sie der Ausgabe sür die Zukuia'r aew ich sen^sts«, einer i durchgreii>.rdt'.i Reorgonriot-on - ed>-rk.' Es kann dieser >' n- | fielt vielleicht ein groß Zutnn.'t vori.balt'N 'ein; sie : könnte, nenn sie sichoanz nnd roll ihrer? nfaabe dcwr ßt! würde, ar:ch' obre Re-'iernne snnte'-sinni na a r eigenen Füßen - sieben —- ober denn muß ist . Wabrheit dos werten, was i'ie auch bstb.r se:u wol'i- und in.Zukunft sein kann — die i'cdid v:e der dti'tlch'-sust.sch en Lehrer! Ist sie das auch sedt ichoi Jahren darausvu'mcriten eine solche Anstalt das Fe' Schule ansb-ntc dost r.vv Hid'it für du jirace S> nicht ge'chchcn, wenn die Anstalt ru" mn-'tst das jüdischrel'giö'e, 'das helräi'c,' "W-si r bebaut ri'd die übrigen Fader veruechlä i:et. W'r r- -chätzen d:e Ic2edeutung des heb:Suchen Faches ‘nndicn:- nicht, n*r gestehen zu, daß zumeist hieiin in. . - jüdi-aien Lel.ular lszoglinge seit ein.r Reihe von Julien andernärts nur Ast ng>ldastes uud Unzureichendes ae'ch:ebl; wir r.oller' 'e'.lf: nicht an- . stehen, zu behaupten. daß auch die aus dem Seminar zu H. eutlastenen Lehrer nur des Nötbige aui dieiem Gebiete leisten, weil sie zumeist nranr elhalt vo:gn-ildet dahin kommen.? Wir fv-'j- ’dor ru irühe'-en g.w o ' st wir crwd.ilen, daß r der st-erdaoooik sür d:r jüdische nnistk'gn'ligr Lebri'. Ta.S kann aber -Nr :1-