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Der israelitische Lehrer · 1866-10-04 · 40 (4.10.1866) · p. Seite 165

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
40 (4.10.1866)
Date
1866-10-04
Page
Seite 165 (sequence 3)
Language
German
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165 in Bucharest sind bekannt. Die Männer der Regierung standm in fortwährendem, sogar telegraphischem Verkehr mit der Alliance und stellten die SicgesauSfichten für die Juden als gesichert und stets sich steigernd dar, oerlangtm aber von der A. einen Druck auf die rumänischm Jaden, um diese zur kräftigen Betheiligung an der vaterländischen Geld- Anleihe zu veranlaffen. Es will uns scheinen, als wenn es dabei auf Letzteres nur abgesehen gewesen wäre. Denn als der Zweck in Betreff des Geldes erreicht war, hatte der Mohr seine Schuldigkeit gethan, der Mohr konnte gehen; — man ließ die Sache der Juden fallen- Der Pöbelaufstand war von der haute volle in Scene gesetzt, die Männer der Bildung, die Professoren der Universität standen au der Spitze, Der Antrag des A lks ging nunmehr dahin, den Juden jeder Besitz, Handel und Erwerb im Lande zu verbieten- Es fehlte noch, daß man'den Juden rumänische Luft zu athmen zu verbieten beantragt hätte. Doch auch dazu ging man über: man verlangte den Aufenthalt der Juden in Rumänien zu beschränken und an eine bestimmte Zeit zu knüpfen, das Bürgerrecht im Lande ihnen aber niemals, zu bewilligen-. Wenn unsre Zeit darauf Anspruch macht, Europa als den Sitz der Llvisisation gelten zu lassen, — dort hat sie noch ein Feld zur Bearbeitung- Trotz vielleicht angestrengter und schwerer Arbeit scheinen die Aussichten auf eine ergiebige Ernte indeß noch gering zu sein. Nicht-JnterventionSpolitik ist für jcne Zustände am wenigsten anzuratheu Der Vorgang in Minsk beweist, welch hohen und mächtigen Emfluß die Alliance bereits zu üben vermag und wie bedeutungsvoll die Vertretung der Judenheit durch eine derartige Körperschaft isi In Minsk waren sieben Juden der Brandstiftung beschnkd'gt- und eiugekerkert worden, von denen einer kriegsrtchtlich zum Tode verurtheilt ward. Die Ai bewirkte beim russischen Kaiser Revision de» Prozeffes und in Folge besten Verwandlung der Todesstrafe. Ob die Beschuldigung eine begrilndcte und diese Strafverwandlung lediglich ein GNadenukt des Kauers gewesen, ist nicht aus dem Berichte ei sichtlich- In Hegenheim hatte bei Gelegenheit einer öffentlichen P.c Zession ein katholischer Geistlicher einen J'raeliteu beleidigt uno mißhandelt. Dw A. übernahm es', die Sache zu verfolgen. Man erkennt an solchen Vorkommnissen noch immer den Einfluß des deutschen Elements im Elsaß. Solche religiöse Reibungen und-Akte der Intoleranz kommen wohl im ü'.-rigen Frankreich iricht vor. 'Die deutsche Christenheit vernehme es --- und lerne! Dr. Rothschil d. I- Hom.bürg v.r. H. Wenn auch der neue israelitische Tempel im Innern noch nicht vollendet-, so war es dennoch klug, denselben für die ho en Festtage z : benutzen Schon von Außen' ein herrlicher Anblick, übten - ie schönen lichtersüllten Räume einen mächtigen Zauber auf das Gemüts der versammelten Andächt gen aus. Außer vielen hier anwesenden fremden Glauoensgenosten bemerkten wir auch von Seiten unserer christlichen Mitbürger manche sehr schätzbaren und erfreulichen Bt'uche — Wir hören, daß die Einweihung bald stattfinden soll und behalten nur uns vor, J)ncn auf Wunsch, einen größeren und ausführlicheren Bericht über den Bau, innere Einrichtung, die sehr der Verbesserung bedürftige Art und Weise des Gottesdienstes re., z»ko«»e» zu lasten. Bis dahin hoffen'wir, daß die vielen, den Einwohnern unserer Stadt Sorge verursachenden Fragen nicht mehr in ein undurchdringliches Dunkel gehüllt, sondern glücklich gelöst s in werden. — Erst wenn die erfreuliche Aussicht vorhanden, daß unser geliebtes Homburg nicht plötzlich in seiner Existenz erschüttert werden soll; wenn auch für die spätere Zukunft von de« großen, schonen und mächtigen Staate, dem wir nun durch welterschütternde Er» eigniffe angehören, die belebende Zusage geworden, daß Einrichtungen getroffen, Bortheile uns zugewiesen werden, wodu'ch unsere Stadt auch später bei veränderten Verhältnissen dem Kranze so vieler wohlhabenden und glücklichen deutschen Mitschwestern einverleibt bleiben kann: dann erst, aber dann auch mit aller Kraft können und wollen wir für den Aufbau neuer und schöner Institute in ihr wirksam sein, unermüdlich und unbeirit arWten Denn wie das Einzelne vom großen Ganzen beherrscht wird, so muß auch umgekehrt das Einzeln-e gepflegt "und zur größern Vollkommenheit hinzeführt werden, wenn va-s Ganze blühen und gedeihen soll. Aus Unke franken in S.p. Ich bebaute rech: sehr, daß ick durch »r in: ernst.-n Wor:c in Nr. 31 die Veranlassung;u Reklamaüonen der ver.hrlichcn „Vo standschall der israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzbur und selbst zur ener Correspondenz im lödä „Israeliten" Ol*. 37 *) die Veranlassung bet. So breovoll eS Manchem dünken mar,.in dieser g ackteten Zeit schrifc — wenn auch der Fälschung bezüchtigt — erwähnt zn w-.rden, so kör.nt.' es dock möglich sein, daß Ihnen, geehrter Herr Retakt.ur, ein Zusammenstoß mit den Correspöndenten des „3 raelit" aus leicht begreiflichen Gr lnden nickt angenehm sein kann, da Ihre Eorrcspendenien wed.r im Ton nach in der Form und im Ausdruck jenen Hr-en folgen könn nedw woll «. Noch viel weii'g.'r wollen Sie wohl d.n Herrn Eorresvondcnl n des .,JS aelit" darin folgen, daß Sie wegen der injurös'ii A iSfälle qer-n dieie klagen, un> in v?rfa wen, w.e bekanntlich diese «regen Ihnen veriubren. Da'ür kenne ich Iw gutes Herz und Sie sind gewiß mit mir in Uebweinsiimmung, daß S>e das als ern diddi betrachten. Wir wollen die Herren nicht mll Sorgen u d Kosien belasten. Dafür sind w i r z: aute Jehuonn ETl'^m Z'ZZ — Die Sache selbst betreffend, sack der E-rreip-,- dent deS JSraelll, daß die Seminaristen, welche im Jahre entlasten wurden nickt von denjemg.-n dw „isr. Leb crb.ltun'sanstalt waren, sonde n au« der k. (kath?) Lehrer- . bildua >sansta t etlassut waren; Gw; wir woll n daals richtig awebnen und oetanera den sehr erklä'tichen Irrt um. zu d«:m die gegrün'este Veranlassung rcrlag. Sir wollen abwarte«! Ader wenn wir a.so eie k. Lehr rbildungSgnstalt eaen'vwenig ls die is' .erilische Lewer ildnn^sanna'.t für d eie sa.lechten Noten ver-ntwerNick machen, so babe^ ick dock alle , Grund, hi r e.inge freie Bnneekungen anzuknüpfen.' Sie mögen Reck; hg'e.r, Ludwig Stern, cer» wie Sc agm. *) Für deren freundliche Zusendung ich Ihnen in einer» und vieler Freunde Namen ergebenst danke; dies bisher hier noch unbekannte Eneugniß der Preise geht jetzt hier alS monströse Rarität von Hand ru Hand; Nr. :-i,> ■ > haben Sie wohl beigelen, u>n die hiesige, mit dem Neubau einer Sanagoge beschäftigte Gemeinde;a oer so höchst sinnreichen Einrichtung der Maiu;er «Lehma.m fchen- L»n.tg.z.' M veranlassen, wonach inan die stuvpel gbheben kgim, um die Trauungen unterm freien .Himmel;u halten’i Ta könnte man jetzt doch wohl die>e auch! abhcben und, mir Laub bedeckt, eine nr’2 nir die Geinernde, ein: . Laubhütte in der Synagoge Ul haben Welcher erhabene acht lo'chere . G.daiilel'Da ist mir sicher der wackere N.rasser jenes Zlutjatzes — l» Hildesheimer in.Eneustadl — dankbar da'ür. Esrr.

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