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Der israelitische Lehrer · 1866-09-13 · 37 (13.9.1866) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
37 (13.9.1866)
Date
1866-09-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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srnLtisrke - Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrerslandes und zugleich Organ für drn Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger isjraclni scher Lehrer, Lehrerl ■ ■ ... > 1 J\$ 37. Mainz, den 13. September 18Gfi. (Sechster Jahrgang.) Wöchentlich 1 Nmnnicr. Vierteljährlicher Abonnementspreis 27 Ir. 1/4 Thlr. Bei ftanlirtcr Zu ienhmfl unter Ürerizband jährlich 2 fl. 1L kr Dnzcigcn zu I Cgr. die Pctitzeile. Bestellungen nchnien alle Postämter uns Buchbandknege» an. Das Lesebuch für jüdische Schulen. (Fortsetzung.) Je mehr sich die Volksschule in der litzlln Zeit cntwicktlle, dtsto höher warin auch die Ansorbelungen, die man an sie stellte. Mjt diesen Anforderungen hielt das Unbtsriedigtsein mit dcisr Lestbuch irsbrsonbere für die Oberkloffe gleichen Echmt. Ihre Zahl ist Legion; viele Hoden Thriinahme erregt und. (in großes Publtkum unter den Lehrern errurgen. Doch kennen wir kein e nziges, dqs allgemein rurügedrungln märe. Das soll auck nicht stin; die Ansichten der Lehrer werden in eirur fo btdeutungsvollen Sache nie adschließen. Es gibt Fragen und Angelegtnheiten der Schule an welchen dieselbe stets und immer wieder nck kräftigen soll, dcmit sie nrcht stille stehe in ihrer Entwicklung. Wie die Lehrer nie „fertig" fein drricn, so dürfen auch solche Fragen nie fertig und abgcschlosicn sein. Die Lesebuchfrage ist eine solche. Dir haben uns früher süon gelegentlich der Besprechung eines vielbclobten und -benlltzlen Lesebuchs, über die Gestaltung desselben in einer anderen Zeitschrift ausgesprochen. *) Jene Thesen sind auch heuteuoch der Ausdruck unserer Anschauung. Doch kann uns das der Ausgabe nicht entheben; dirett und mehr das Detail berücks cktigend, hier über die Besonderheiten der Lesebuches für dieObeiklafle der gcwöbnlichen jüdischen Volksschule noch Einzelnes mitzulheilen. Wenn wir in unserm Früheren andeutcten, wie die Lesebücher für die andern Klaffen sich dem Anschauungskreise der Kinder anschließcn und die Einführung in die Schriftsprache vorbcrciten müffen, io mußten wir vorauSfetzen, daß der Schüler der Oberklasse im Stande ist, jetzt das anschaulich Vorgetragene, auch wenn ihm die sinnliche Anschauung nicht zur Seite steht, zu verstehen und aufzufafien. Wir dürfen auch glauben, daß er mehr und mehr dee Eigenthüwlichkeiten der Schriftsprache als höherer ') Jtr. «olkSlehrer r«n Stein, 1kü7 Aärzheft und I8L8 Januarheft »Zur Pädagogik. Einige Lh,s,n über dir rechte Beschaffenheit eiaeS SchullcsebucheS." Entwicklung der .Ilnijlangssprache ohne Schwierigkeit erkennt. Darum darf-sind muß der Gesichtskreis des Lesebuches für die Oberkluffe stell erweitern und es tritt uns hier die Ausgabe entgegen, den Schüler zu be'ähigen, des Lesen als Mittel zu seiner geistigen Ausbildung auf allen Lebcnsgebictcn fort und fort, fern Lcbenlang, zu gebrauchen, damit er ein-Glied werde in der großen Kette derjenigen, durch welche die Menschheit sich srrtbrldet. Dadurch entsteht die Ausgabe iür des Lesebuch, ein Bild unserer Nationalliteratur zu weiden. Das Lesebuch soll Lesesteff bieten aus allen Gebieten des sittlichen Lebens und den dem kindlichen Alter angemeffenen Wissensgebieten in anstehender und anregender Form; es soll ein Volksbuch sein im idealsten und doch auch Mieter prcktisü stcn Sinne des Wertes, seni alleni tobten und unstuchtbaren Regelkram und oben nach der Schablone gfsibnitteren Tabellen, aus jeder Seite belebend anregend, den Geist biktcnd, dos Herz erfreuend. Es darf keine leere Aufzählung von Namen bieten, die sür das Uind wollt durch die Kraft des Lehrers in der Geschichts- und Eeogre plsicsiunde Jntereffe bieten können, die ihm aber in der Leseslunce gar nickts sind, leere Schälle, vor we chen es oh e Jntereffe voiübergehl. Es müßte demnach das Lesebuch für jüdrche Schuten aufnchmen: Parabeln, Sagen. Legenden, Fadeln des sittlich - reliaiösen und nationalen edel in der Forni und im Ausdrucke, werden diese die Lesefertigkeit und die Lust am Lesen erhöhen. Sie werden den geistigen Ar schauungskreis des Kindes erweitern, ohne einer gedehnten, eingehenden Analyse »u bedürfen. Aber sie muffen Kops uno Herz überall zugleich beschäftigen — schön,! wahr und gut in der Form wie rm Inhalte sein. - i ' 2) Beschreibungen, Schilderungen in verschiedenen Slylformen, Briefe, Beschreibungen in Gedichtform, zur Ausbildung und Entwicklung auch der Sprache. 3) Lesestücke au» dem Gebiete der Poesie und zwar in allen Arten derselben. 4) Lesestücke verschiedenen Inhalts aus allen Gebieten der Wissens, aus der Geschichte, der Geographie, drr Men- 1) Erzählungen, .'c. aus den Gebieten Lebens. Kräftig und

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