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Der israelitische Lehrer · 1866-08-23 · 34 (23.8.1866) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
34 (23.8.1866)
Date
1866-08-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen LehrerstandeS und zugleich '< Y‘.«\ Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger j israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. M 34. Mainz, den 23. August 1866. (Leoüsler Döcheutli» I Rümmer. Vierteljährlicher Abomiemmtspreis 27 kr. — i/4 Thlr. Bei franlirtees Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr. Anzeigen zu I Egr. die Petitzeile. Beflellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. 1 1 Das Lesebuch für jüdische Schulen. r (Fortsetzung.) " Nachdem wir uns über unsere Anschauungen, den L^sc-! uutrrrtcht selbst betreffend, klar wurden, wird cS nrS auch l .möglich wirden, über Art uud Einrichtung tcd Lesebücher I ut« zu einigen.! Wir beginnen mit dem Lesebuch für die unterste Schul-! klaffe, — der Fibel. Er ist kein Zweifel, daß seit einer! Reihe von Jahren der Anfangtnntcuichr im Lesen sich einer? ganz besonderen Pflege erfreute, und daß die verschieden- ' artigsten Ansichten geäußert wurden, die sämmtlich als Heil! und EilösringSmitteb VM gepriesen werden, und, glaubte! man ihren Erfindern, für das Schulwesen eine tttvt Acra! bringen wußten. ES sind freilich von diesen Methoden! riete auch wieder verloren und vrrgefsin, doch ist der Fort- . schritt wohl merkbar und allerdings rst die methodische Auslaffnug d rseS UnterrichtSzwrigeS, wie üb«rhenpt der erste Unterricht, ron höchster Bedeutung für dos Echullrbrn urd demnach di« Filet rin sehr wichtiges Brch. Aber nirgends mehr als bier tritt uns dir Wahrheit entgrgin, daß zuletzt doch das Meiste auf die Art und Weise ankiwmt, wie der Lehrer die Sache onrnd onfgrcist. Tie geistvollste Metl ode und des b,ste Lehrbuch hat rur einen eingebitreten Werth, ist ein unnützes Gnäthe in der Hand eines 1o!'nl losen Ledrus, der ucht die Kraft in sich keripürr, dem tobten Material Leben rivzuhouchcn. Nicht die ebsektivk, sondern die subjektire Methode gibt sch'ießliL den «utschlag über den Werth des Lehrers und des Unterrichts. Für den nnsribstständigen und nntarglchen Lehrer gibt'« wrter e'.n Leheimnoch ein Vviversalvittel. Tie Leg'rn den F'beln, die bisher erschienen, die verschiedenen Cchrriblestmethoden bis zvr neuesten cna'yiisch-synthetischen Mettode non vr. Vogel, sind durchschnittlich zumeist gut, und werten die Erieichvng d,s ZiebS wohl hier «was mehr, dort «ImaS weniger schwill oder jedrnfollS sich» nreicheu laffen, - wer.» der Lehrer pe zu handhaben versteht. Es krwwt eben nur darauf an, die koche so anszogreifeu, da^anch dabei gleich etwas für die Anschauung und DerstandeSentwicklung herauskömmt. Darum sind diejenigen Fibeln allerdings die besten, hie gut zu handhaben sind, die ersten Anfänge erleichtern,! stetig kortschreiten und bald zu Zusammensetzungku, zu Mörteln urd Sätzen, übergeben, d'e'sür Geist und Gemöld d S Kindes schon etwas fein können. Die jüdische Schuss al« sr'che, hat kein besonderes Interesse, für eine deutsche Fibel zu sorgen, de her noch wenig Mißbrauch mit ^rrligsösent Strffen getrieben werden kann. Sre lat dober nicht rkthic', aus e'ne b> ändere Fibel zu dringen. Die ms bekannten Fibeln ertbalun äußerst wenig, waS für den Juden riskßrg sein körnte. Wir haben 0^0 k^nen Grund, urL hier über diese Seite der Angelegenheit mehr au-zusprechev. Don dkbcrer Wichtigkeit rr^chrirt urk die Frag» über die Art der Becrleituug des zweiten DbetlS deS- Lesebuches. ES >ft k'gei thüv lich, daß die berichudenen Besprechungen über des Süulles buch gerade bieder Theil weniger beiückstchtigrn, und treb ist er n.cht mird'r bedeutungSdoll und des Cch'.llesebrch sür die Mitte'klesie muß nach unserer Ueberzrigirg den d.mjenisen derLberkloffe, ebenso wie von der Fibel Lurchen! im Ganzen wie im Einzelnen unterschieden werden, ir Form und Jnbolt selbsistärdig sein. Der Lesisiofi für dir Mitte>klaffe — vom 8. — 11. Jahre — mvß s ch der Entw chir ngtfiufe des Kindes in diesem Liter im Allgrmkiic« g,rau antchlilßeu. Er hat die Ausgabe, des logische Lesen zu fördern. Hier ist der Leseunterricht aber euch zvgli-ch nrch Sprachunterricht — nicht in der gewöhnlichen schuigewäßen Drtcutvng de« Wortes,! fordern in dem Sinne, als dek K'r,d drirch das Lesen i» j seinem Buche eingrs!ihrt werden fall in die hochdeutsche Särist» j spracht über Haupt. ÜuS seiner bäutlichen Umgargesproche wird j es hier hrrousgeführt in einen anderen Kreis, wo man anders spricht nrd die Werte oft »gorz verkehrt lauten. Darum muß der Lestbüchksteff, ans dem Gesichtskreise deS Kindes eutnovmm, die Anschanunzev deffelben gleichsam i» die Cchrisisprachr vm- und übersetzen. Aber mit der Anschauung geht di« Borhivurg nrd die Phantasie Hand i» Hand, und gerade in dieser Lebenöperiode wird die ursprünglich reivsinnliche Uvsckauuvg durch nflrktirrnde Vorstellung

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