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Der israelitische Lehrer · 1866-06-28 · 26 (28.6.1866) · p. Seite 109

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
26 (28.6.1866)
Date
1866-06-28
Page
Seite 109 (sequence 3)
Language
German
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109 nach der Schreiblesemethode, später mit Benutzung der Preßburger'schen Fibel. 4 Stunden. — V. (7) Klasse. Fortgesetzte Uebung im Lesen und Schreiben, mit Berücksichtigung der Betonung. Uebersetzen und Auswendiglernen einiger Neinen Stücke aus dem Gebetbuch. Erlernen der wichtigsten in denselben vorkommenden Wörter. 4 Stunden. — IV. (6) Klaffe. Uebersetzen einiger Gebetstücke und leichter Abschnitte aus dem Pentateuch, mit fortgesetzter Einübung von Vokabeln (Levy, Lesebuch). Die einfachsten Regeln der Formenlehre (Geschlecht und Zahl des Substantiv unv Avjecsto — Status absulutus unv constructus; suffixa, Pronomen personale , Pronominal-suffixa. Praetixa) aus den Lesestücken analytisch entwickelt. — Fortgesetzte Erlernung der vorkommenden Wörter. 4 Stunden. — III. b. (5) Klaffe. Uebersetzung ausgewählter Stücke aus der Genesis, mit Erlernen der darin vorkommenden Vokabeln. Wiederholung des Nomens. Flektion des regelmäßigen Zeitworts. Erlernung der Zahlwörter. 3 Stunden. — III. a. (4) Klaffe. Uebersetzung und theilweise Wiederholung einzelner Abschnitte aus dem Pentateuchs Wiederholung des regelmäßigen Zeitworts, besonders durch Uebung im Analystren. Benennung und Eintheilung des unregelmäßigen Zeitworts. Anleitung zum Gebrauch des Wörterbuchs. 3 Stunden. — II. b. (3) Klaffe. Erklärung und E nübung eines Theils der unregelmäßigen Zeitwörter, mit Hinweisung auf wichtige Lautgesetze. Uebersetzung von ausgewählten Lesestücken aus dem Pentateuch, besonders gesetzlichen Inhalts, mit Präparation aus dem Wörterbuch. 2 Stunden. — II. a. Klaffe Fortgesetzte Erklärung und Einübung der unregelmäßigen Zeitwörter. Uebersetzung und Erk ärung verschiedener Abschnitte aus dem Pentateuch und aus den früheren Propheten. Einige Psalmen. Stücke aus dem Gebetbuche. 2 Stunden. — I. Klaffe. Uebersetzung und eingehende Erklärung einzelner Lesestücke aus den ersten Propheten, Psalmen und späteren Prophi ten. Stücke aus dem Gebetbuch, besonders Sabbath-und Festgebete Erklärung der Gebetordnung und einzelner religiöser Gebräuche im Anschluß an die gele enen Stücke des Gebetbuchs. Kenntniß der hebräischen Currentschrift. 2 Stunden. — b) Mädchenklaffen. VI (7) Klaffe. Erlernen des Lesens mit Benutzung der F bel von Preßburger. 2 Stunden. — V. (6) Klaffe. Fortgesetzte Uebung im Les n. Uebersetzen einiger Gebetstücke. 2 Stunden. — IV. (5) Klaffe. Fortgesetzte Uebung im Leien. Uebersetzen einzelner Stücke aus dein Gebetbuche, verbunden mit Erläuterung des Inhalts und Erklärung einiger grammatischer Formen. Kurze Erklärung der Gebetordnung 2 Stunden." Wir sehen, daß hier das Höchste angestrebt wird, was eine Volksschule aus diesem Gebiete erreichen kann unv erreichen soll. Dabei dürfen wir nicht vergessen, daß auch der eigentliche Religionsunterricht sowie der Unterricht in der biblischen und nachbiblischen Geschichte ein volles Zeitmaß beansprucht. Betrachten wir diese, dem jüdischen Elemente gewidmete Zeit und Kraft mit wahrer Befriedigung, so muß uns umsomehr ein PasiuS in der Einleitung befremden, in welchem wir eine Reservation finden, die wir gerade vom pädagogischen Standpunkte aus nicht verstehen. Es heißt dort: „Dagegen wollen wir unsere Schule nicht in dem Sinn ■ als' eine jüdische betrachten wissen, wie es von manchen Seiten fin Betreff der christlich coafeffionellen Schulen geschieht; daß nämlich aller Ul kerricht von einem specifisch jüdischen Geist durchdrungen se« müsse. Wir sind vielmehr der Meinung, daß aller nicht bestimmt mit der Religion zusammenhängende Unterricht n> ir allgemeine menschliche, und allenfalls vaterländisch deutsche Bildung zu fördern bestimmt sei und nur deshalb halten wir! es auch für unsere Psticht, kieLehr- und Lesebücher von ui derer Schule fern zu halten, die einen allzu specifisch christlich confeffionellen Geist an der Stirn tragen. Wir fürchten dah rr auch nicht, daß der jüdische Charakter unserer Schule durch die Wirksamkeit christlicher Lehrer in den verschieben>n linterrichtszweigen .... verloren gehen könne u. s. w." Wii werden diesem Ausspruche noch eine besondere Betrachtung widmen. (Forts, folgt.) Von der hannöverisch-kurhessischen Gränze. Im Juni. Ich bin zvar lein hannörrischer Lehrer, aber doch mit den dortigen Zustande^ ziemlich bekannt, und?o ist - mir so manches — und auch ias jüngste Vorgehen des Dr. Mayer ans Hannover ziemlich crklcrslich. Sie dürfen es den bannöverischen Lehrern kaum verübeln wenn fic zaien, auch wenn die Veranlassung eine bed utenke ist, gegen die Land Rab iner aufzutr ten. Diese Herren haben vo: einigen Jahren nicht allein die samo'e Synazogenortnung ent yorfen, von der Sie sprachen, die dem Büttel große Rechte g dt über die Religiosität, und zu pjo die Requisition der Pol fjei anwendet, sie haben auch eine Schulordnung ohne Zuziehui j der L hrcr entwo fen,. die den Lehrer zu ihrem Spielball mac st. Wohl 'ann der Rabbiner den Lehrer nicht geradezu mißhanl sj'it *) aber trotzdem darch Nadelstiche, wenn er wiU, das >Leben zur Hölle machen, wenn er auch nur die Stellung sein stmmt. die ibm das Recht dieser Schulordnung für südsche Schulen gibt, das uniefähr tas gleiche ist, wie es die christliche Geistlichkeit in vielen Ländern über die christlichen Säulen hat 'Und huldigt der Lehrer gar noch der frei religiösen Rivtunz — dann wehe ihm. er ist ein Kind des Todes, und n chts kann ihn retten. Mit Recht hä'tcn die Lehrer Hannovers dey 15. Mai tapfer beleuchten können**); aber sie basten noch mchr tbun können. Sie hätten es durch die Affaire Klein dewei en können, daß eben Hannover nicht zur Erba tung einer solchen Anstalt h nreicht. Sie hätten auf Kur- Hessen Hinweisen können \ wo ein ähnlicher Plan vorlag von Herrn Dr. Adler, aber nachdem dessen Fruchtlosigkeit und Un« ausführbarke t sich Herrn -stellte, zurückgezogen wurde. Sie hätten damit dem eigenihümlihen Vorganze, daß H rr Dr. Mayer die Ecntcittserklärung iord xt, während eben doch erst statistische- Material gesammelt wird, die Spitze abgebrochen. Aus Gnade und Ungnade soll man sih als Lehrer nie ergeben. ist. Aus Württemberg. Einen eigentbümlichrn Eindruck macht ein öffentlicher Bl richt im württcmberg'ichen Schulwochenblatt übedas Ergebnis der diesjährigen Vorprüfung der evan« gelischen und isra-liti hen Sckmladspiranten. Es wird hervorgedoben, daß: das Lesc z der Prüflinge in der Regel zwar lautrichtig war, aber ein innriästiges Lesen mit Verständniß, Betonung und mit richtiger Beachtung der Jnterpunkt onen ist seltener gewesm. Häuf g ist sogar der widerliche Schalton hervorgetreten. Das Schönschreiben ist eine der sckvächeren Seiten der Adspiranten gewe'm. Das Prädikat „gut" konnte nur Wenigen gegeben werden. Schwach sah's in der Orthographie (ir *) Was heißt das? geben lassen? **) Es ist das, wi schehen, una ein Brief eii muthe-geschrieben, dm dmtlich machm. kann ihm wohl keine Prügel geben? oder i Rev. - .. ich sicher weiß, von mehrerm Herren geil >es College» aus Hannover, mit allem Freier, s. G. w. nächstms bringen, wird die- Red. ro n

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