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Der israelitische Lehrer · 1866-04-26 · 17 (26.4.1866) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
17 (26.4.1866)
Date
1866-04-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Jtaetitisclu' Iekrer. Zeitschrift ' für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrerstandes und zugleich jDrflüji für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger ifraclirischer Lehrer, Lebrer- Wittwen und -Waisen in Deiitschland. J\§ 17. Mainz, den 26. April 1866. (8oods1«r ^LlrrxLirx.) wöchentlich 1 Rrmmier. Vicrteljchrlicher Adonnnnentepieiö 27 kr. — */4 Thlr. Bei srankirter Zusendung hinter Kreuzband snhrlich 2 fl. Anzeigen zu 1 Lgr. die Pititzeile. Bestellungen nebmen alle Postämter und Buchbandsungen an. Was den Lehrern vor ÄUem Uoth thut. In Br!esen -an einen hochg?flz 9lfn*Freund. *1 Y. Orgauisatio»! I Verehrter Herr und Freund! rivr npn:.-. -in l Es ist das eine herrliche, freie Zeit für den Lehrerl Eo ganz frei! kein Gottesdienst, kein Unterricht, die Schule geschlossen, und, wie die Alten tagten: keine Sorge. Für die Fest-eit ist gesorgt;> da will ich denn die Muße zur Fortsetzung unserer Correspondenzen benützen. — Hochgeehrter Freund! Eie kennen das Wort Eato's, des berühmtem römischen Staatsmannes, mit dem er jede Rede - im Senate schloß: „Ceterum censeo, Carthaginem esse .jelendam" (Uebrigens erachte ich, daß Karthago zerstört; werden müsse); Wohl, auch uns thut es Roth, uniere Corre-! spondcnz immer wieder da onzuknüpfen, wo wir sic begonnen t hatte, und in dem was wir herbeisühren wollen, — He-; düng des Lehrerstandes um der Schule, und der Schule um der Menschheit im Allgemeinen und des Judenthums und unseres deutschen Vaterlandes insbesondere Willen — mmmer zu ermüden. Da müssen wir denn zuweilen zurücko reifen und das, was wir schon mehrmals ausgesprochen haben, uns wieder ins Gedüchtniß rufen. Wir müssen das, r>as der Ausführung unserer Wünsche entgegen steht, imiicr wiederholen. Was Jicht zwei oder tausendmal geilgt zu werden verdient, das verdient es auch nicht einmal gesagt zu werden, und — da knüpfe ich denn auch i> diesem Jahre unsere Correspondenz da an, wo i«h sie im vorigen Jahre angeknüpst habe — am Deldpiins6 Zürnen Sie mir nicht, es ist der Mittelpunkt, Ml den sich heutzutage, wie im Leben, so auch in der Schule Alles dreht; wichtig — für uns und, unsere Schule; und da die Sache dringend ist — denn es thut *) Fortsetzung einer Reihe von Briefen unter vieler Aufschrift aus vor. Jahre. I. Mehr Geld ,Nr. 11); 1J. Mehr Achtung ,Rr. 14 und Ib) M.^Mebr Selbstständigkeit «S!r. 24 und 2«) und IV. Lehrerbildung Roth, der jüdischen Schule gründlich auszuhelfen — und . das kann nur durch Regelung des Geldpunktes geschehen — I so erlaube ich mir Ihnen eine Berechnung an die Spitze zu stellen, die mir ein lieber Freund auf ne? einsendete. Es läßt sich etwas daraus lernen, kr schrieb „Du hast im vorigen Jahre uns von dem unterhalten, was den .Lehrern Roth tbut Ich bade mich danach umgeseheu. |J4)ier das Resultat." Sie werden später 'ehen, wie das mit der „Organisation" zusammenhängt, non der ich eigentlich reden will. Ganz 'pstemati'ch verfahre ich freilich nickt; aber, das ist ja nicht nöthig in Briefen. Was braucht der jüdische Lehrer, der eine mäßige Familie, mit vier Kindern hat, in eineni Jahre? Täglich Frühstück für die Familie von 6 Personen: Kaffee für I kr. Milck ., 2 kr. Brod „ 6 kr. Zusammen 9 kr. . . . . jährlich 54. 4f>. ' Täglich Mittagessen: Flei'ch t ff it . 12 kr. Gemüse . . 3 kr. - Salz, Fett, Mehl Gewürze . . . 3 kr. ' ' Suppcnzeug . . .2 fr. Zusammen 2" kr. jährlich!2l. 40. Täglich Vesperbrod . . . 6 kr.36. 30. „ Abendessen, eine Suppe oder Kartoffel mit Fett oder dergleichen 6 kr. . . 36. 30. .. Brod zum Mittag und Abendessen, zum zweiten Frühstück und für kräftigere Kinder in der-Zwischenzeit 6 kr. . . 36. 36.; Für Festtage, Mazzos zu Pcsach, Sabathbrode, Wein zum Seder, zu Kiddu'ch und Habdola, Besuche und dergl. für 70 Fest-Tage im Jahre . eine Mehrausgabe von je 30 kr.'. . '. . 35. — Licht, wöchentlich in 6 Wintermonaten je 24 kr. 10. 24.- „ „ „ 6 Sommermonaten je fl fr._ 3^54. Zu übertragen . st. 335. 13.

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