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Der israelitische Lehrer · 1866-02-15 · 7 (15.2.1866) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
7 (15.2.1866)
Date
1866-02-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Her IMelit«kie , Zeitschrift j für die gesammteri Jntereffrn des israeliüfcken i und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger Wittwen und -Waisen in Deutschlla Lehrerstandes israelitischer Lehrer, Lehrer-, md. M 7. Mainz, den 15. Februar 1866. (Seohster Jahrgang.) Wöchentlich 1 Nummer. Vierteljährlicher Abonuemmtßpreis 27 ir. — 1/4 Thlr. Bei frpnkireer Anzeigm zu 1 Egtdie Pctitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kr. und Buchhandlungen an. - Aufforderung Die verehrlichen. Schriftsteller und Schriftstellerinnen, -weihe sich-alS Mitarbeiter am Jahrbuche „ACIIAWA,“ III. Jahrgang, 1667—5627, herausgegeben vom Vereine zur Unterstützung hilfsbedürftiger isr. Lehrer, Lehrer-Wittwen und -Waisen in Deutschland zu beteiligen gedenken, werden er; ebenst gebeten, ihre literarischen Beiträge bis zum 1. April c. einsenden zu wollen. Insbesondere wünschen wir eine geeigiete Novelle zu erhalten, und soll eine solche anständigst honorftt werden. Frankfurt a. M., den 4. Februar 1666* Das Redactionscomitä: Dr. Leopold Stein in Frankfurt « M., Dr. D. Rothschild in Alzey, &. Marx ijj! Haupiredacteitr. Bors, des Hauptcomite's. Schriftsiibrer. Alsheim, I. Klingenstein in Odernheim, Äkschäftslührer. vr. vogcl's aualylisch-synthetische Lcsemethode «der der vereinigte AnschanungS-, Lese- und Schreidunterricht, angelehnt an Normalwörter mit Bildern, mit Beziehung auf Fr. Nießmann's Schrift-gleichen Namens (Leipzig, Julius Klink Hardt, 2. Auflage 1864.) 'danken. Die nach hm benannte- Method«-do»-«rsten Unter-, Es ist die Pflicht des Lehrers, fich mit bedeutungsvollen Neuerungen auf dem Gebiete der Schule bekannt zu machen, auch wenn nach unseren Verhältnisien die Einführung »nd nutzbare, durchgreifende Anwendung des für wabr Erkannten oft unmöglich machen. Der Fortschritt in der Schule hängt wohl auch nicht immer von der Anwendung solcher und neuesten Methoden ab. Aber er hängt ab von der lebendigen Theilnahme des Lehrers an der Bewegung des Ganzen, er hängt ab von unserm Fortschreiten in der Erkenntniß, wie in der Praxis. Dem Anfangsunterricht in der Schule ist in der neueren Zeit mit Recht die größte und regste Aufmerksamkeit zugewendet worden; eine der bedeutensten Erscheinungen auf diesem Gebiete ist die Dr. Vogel'sche Methode. Der Vater dieser Methode ist nun fast zwei Jahre nicht mehr unter den Lebenden. Er war ein edler Charakter, ein großer Pädagoge. Die Bürgerschule zu Leipzig, deren Direktor er war, hat ihm ihre Blüthe, ihre ganze Entwicklung zu verrichts in der Schuld hat viele begeisterte Anhänger gefunden; unter Urnen Herrn Fr. Nießmann, dessen Schriftcheu über dieselbe mehrere Auslagen erlebte. Wir wollen diese Schrift strebenden Genossen!, die Neues.kennen lernen und prüfe« wollen, warm emvsohlen wissen; und damit sie erfahren, was sie darin finden, geben wir von dem beregten Uuterrichtsgange hier ein kleines Bild. — Dr, Vogel ging bei seiner Methode von der Grundidee aus, daß „Einigung, Association der zusammengehörigen und verwandten Unterrichtsgegenstände eine Anforderung sei, welche dieMethodik der Gegenwart an den ersten Elementarunterricht stellt." — Aus diesem Grunde suchte er einen „Einigungspunkt," und fand diesen in der Anwendung v^n Nonnalbildern und Normalwörtern, die alsdann die Grundlage bilden für den Anschauungsunterricht, den Leseunterricht, den Schreib-, Zeichnen-., Gesangunterricht u. s. s. Verdeutlichen wir uns das Gesagte durch ein Beispiel. Das erste Bild in den Lebensbildern I", die nach dieser Methode geordnet find, stellt einen Fisch vor. Der Lehrer zeigt auf den gemalten Fisch. Er bespncht denselben mit den Kleinen. Wo lebt der Fisch? Wo sind der Kopf, die Augen des Fischer? Ter Fisch hat keine äußeren Ohren, keine äußere Nase, und dennoch kann er hören, riechen u. s. f. Also Anschauungsunterricht in sehr eingehender Weise, verbunden mit Sprechübungen» bei welchen immer wieder dadeutliche Aussprechen des Wortes „Fisch" hervortreten muß. Den Schluß dieser ersten Unterrichtsstunde in der An-

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