Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 6 (1866)
- Issue
- 6 (8.2.1866)
- Date
- 1866-02-08
- Page
- Seite 24 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 24 Leute, ausgerüstet mit einer etwas allgemeineren Bildung, in ihr Berufsleben ein. Daß den Gemeind«» auch dieser gehobene Standpunkt ihrer Lehrer-nickt Ltnügte, geht aus der Eingabe an herzogliches Ministerium herrör,- zu verfügen, daß diese auf einem der LandeSseminare dieselbe allgemeine Ausbildung erlangen könnten, wie die christlichen VolkSlebrer. Hohe- Staats» Ministerium zog daraufbin die Gutachten der Seminar Lehrern kollegien rin. Welches Seminar nun diese Mission zn erfüllen haben werde, darüber verlautet noch nichts Bestimmtes. Wir aber wünschen den israelitischen Kollegen neben einer tüchtigen Berufsbildung eine derselben entsprechende Stellung in der Gesellschaft unL^lufbesjerung ihrer materiellen Lage, und schließen mit dem woblgemeintcn Rathe: Das Eine thun und das Andere nicht lassen. — H omberg. (Kuriosum). Man'erzählt hier Folgend,-: —Der Seminarlehrer Dietrich besprach unlängst dieTrichinen: aber nicht, um seinen Schülern-gründliche Aufschlüsse über dieselben und über den Fortschritt der Wissenschaft zu geben, sondern indem er sie für ein »ein Strafgericht des Herrn" crklätte, welches über die Manschen deshalb verhängt worden sei, weil sie „das Ge ot Moses, kein Schweinefleisch zu essen," übertreten hätten! Gott habe in seiner großen Barmherzigkeit den Ungehorsam seither nickt gestraft, setzt aber sei durch die Trichinen sein Ettafgerickt herein ebrockcn rc , Einige junge Leute sollen hieraus die Frage aufgeworfen haben: oo unter solchen Umständen die Polizei berufen )«i, durch. Anordnung von Fleischsckau und durch Beseitigung trichinenbaltigen Schweincnflcisches die Strafgerichte Gottes zu, hemmen? (Hess. Morgenzeitung.) Berlin, 23. Jan. In einem hier schwebenden Proceffe kam es aus die Vernehmung eines in Madrid wohnenden Zeugen! jüdischen Glauben» an. Auf erfolgte Requisition kam (der Vofl. Zeitung zufolge) die Anwort, daß in Spanien weder Jude» noch Rabbiren eristtrte», daß-selbst ein protestantischer Prediger dort nicht vorhanden und i» der spanischen Gesetzgebung daS Jndenthum völlig unbekannt sei. — Glückliches Spanien I Brünn, 1t. Okt Gestern fanden unter Vorsitz des k. k. SchUlratbS Dr Rowak und im Beisein de» landesfürstlichen KommissärS die Berathungen der jüdischen Volks« und Hauptschullehrer über die Statuten de« zu gründenden UnterstützungSfond« für iiraelitische Lehrer-Wittwen und Waisen statt. Fast . sämmlliche Puukte wurden rach dem vom Direktor EiSler au» NikolSburg vorgelegt.n Entwürfe ohne Debatte angenommen. ' Anspruch an den Fond haben die Wiltwen und Waisen jüdischer, mittelst Dekrets an einer Volks- oder Hauptschule angestellter Lehrer. Auch turch Alter oder Krankheit für den Unterricht untauglich gewordene Lehrer können, naiürlich wenn sie VereinSmitglieder sind, auf Unterstützung Anspruch .machen. Die jährliche Beiträge sind für Lehrer ledigen Staude», mit 3 fl. ver» heiratbeteu SlandeS unter fünfzig Jahren mit 5 fl., über fünfzig Jahren wit 6 fl, demeff n. W.r aber zehn Jahre bereit» eingezahlt hat, hat nach zurückgelegt<m fünfzigsten Jahre auch keine höheren Beiträge als 5 fl. zu leisten u. s. w Die Statuten werden der Etaithalterei zur Genehmigung vorgelegt. Der Schulrath sprach sich zum Schluffe sehr lobend über daS Streben der Lehrer aus und versprach, den Verein nach Kräften fördern und unterstützen zu wollen. In» provisorische EomitS wurden gewählt die Herren Lehrer: Bondh au» Pohrlitz, EiSler auS NikolSburg, Konrad au» Tebitsch, Sborowitz aus Eibenschitz und Storch auk BoSkowitz. (N. fr. Pr ) t v / i: i t i: \. Israelitisches - Knaöenpensionat iu Mainz. Knaben jeden Alters, welche eine Mainzer Unterrichtsanstalt b, suchen, können in einem privaten, israel. Knatenpenfionate daselbst Aufuahne finden. Ueberwachung der Schularbeiten, Erziehung im sittlich-religrösen Sinn, gesunde Wohnung und Verköstigung, sowie schließlich eine liebevolle Behandlung bilden die Grundsätze dieses Etadlifiemcnts. Die Leitung ist einem öffentlichen Lehrer bei der Gewerbs- und Handelsschule in Mainz übertragen. Preis, Bedingungen rc, werden vom Herausgeber dis. Bl. mitgetheilt. Die Tannstädter Zeitung enthält folgende - Bekanntmachung. Die Stelle eines Cantors mit einem jährlichen Ge-- hülte von 350 fl. - ist bei _ der israelitischen Gemeinde in Alzev erledigt. Außer diesem fixen Gehalte bat derselbe Gelegenheit sich durch Privatunlcrricht in der hebräischen Sprache ein Neben-Einkommen von etwa 200 fl. zu erwerben, und wird ihm ein solches im Betrage von 100 fl. garantirt. Pewcrbcr wollen ihre Gesuch« unter Vorlage ihrer Zeugnisse über ihre Kenntnisse in der Musik und hebräischen Sprache, sowie ihr sittliches Verhalten, binnen vier WoHen bei uns cinreichen. Alzby, den 28. Tecember 1865. Großherzogliches KreiSamt Alzey.! Gez. fbSolf. W i r k o m m c n. Lindner in Würzburg, Waldbotl in Münchweiler, Singer ans Frankenthal. Biefkaften. Herr« K. a D auf Reiien ober wo? Ick schrieb Jbnen gerne; aber wcbin? Die Briefe müssen gedruckt werdin; nur fehlt mir der liebergang zwischen V. und Dresden. Bitte darum. Ihr Freund für immer und in jedem Kleide. verantwortlicher Redacteur: I. Klingenstein in Ldernheim in Rhemheflen; Selbstverlag der Redoction. Für den Buchhandel: in Lommtfnon bei Oskar Leiner in Leipzig. — Tampf-Schnellpressrndruck von I. Gott sieben in Mainz.