Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 6 (1866)
- Issue
- 3 (18.1.1866)
- Date
- 1866-01-18
- Page
- Seite 12 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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dar Gesetz find sie aber setzt gezwungen, RüigionSlehrer aufzunehmc« und z» besolde», ohne Rücksicht, ob es ihre Kickste übersteigt, und die Mittel dafür «mfznbringea. Es scheint mir hierin eine Härte zu liege», und ich wäre nicht abgeneigt, wenn sich Mittel und Wege finde» ließen, der isr. Gemeinde ihre bedrängte Lage zu erleichtern.*?’J3 .n»JW ilQ KIEK rD^I Soweit der Jdeengang unsrer verehrten Volksvertreter! Man erkennt die bedrängte Lage an, aber derselbe» adzuhelfe« weiß oder will man nicht. DieS erinnert unS an de» geizigen Bauer, der dem vor der Thür schmachtenden Arme« ein gefühllose« „Gott helf* zuruft, ohne selbst irgend welch« Gabe zu verabreichen. Die Zustände von änm> dazumal möchte man wieder heraufbeschwören. Unterricht-ffeiheit, freie Gemriudeverwaltung! Da« gäbe wiederein schöne- Ehacs! Seien wir froh, jene despotischen Zustände beseitigt zu haben; und nun solche wieder auswärmen? . Behaltet- Euren Segen, wir wollen ihn nicht. Auf der Bast« dcS Gesetze», eine» geordneten RechtSzustande« «üffen sich unsere gegründeten Ansprüche einst früher oder später bewähren, und dazu bedarf eS nur eines festen Zusarnwenhaltens zwischen Gemeinden und Lehrer! Noch haben wir von hoher Landeidehörde keine Resolution über daS deßfallfige von sämmtlichea Eultusvcrstänben eingereichte Gesuch; sobald dieselbe erfolgt, werden wir Ihnen referiren. — Ueber die Verbindung deS ifr. Religionslehrer-Seminars mit dem evangelischen z» Ufingen, worüber die „Mitteirh. Ztg.* s. Z. berichtet, verlautet biS letzt nichts. Näheres. AuS Westfalen. Wenn gleich schon manches Mittel zur Bereicherung unserer UaterstützungSkasse von Solchen, denen ras waare Wohl der Lehrer am Herzen liegt, angebadnt ist, so erlauce ich mir dennoch ebenfalls ein solche» in Anregung zu bringen. Eie mögen, daran erkennen, daß auch noch in Westfalen viele Lebrerherzen Ihnen und der gute» Sache, die Eie in» Leben riefen, ei tgegtnschlazen. Bekanntlich eristiren rn vi'len Schulen sogenannte „Echul- -faffm*, aus deren Erträge Griffel, Federn, Tinte und besond-rS auch gute Jugendfchntten zur. Bildung einer Echuljugendbibliothek angeschafft werden. Jedes Kind trägt hierzu in der Regel 2 Pf. bei. Laß die Errichtung solcher Schülkassen sebr zweckmäßig ist. und Len Eltern manchen Egr., ja manchen Thlr., im Jahre erspart, der Schule in gewissen Beziehungen die Ordnung erleichtert :c. wird kein Lehrer rn Abrede stellen und will ich darum hieraus nicht weiter einqehen, da dieja auch nicht der eigentliche Zweck dteieS Schreibensein soll. — Wenn nun jeder Lebrer in seiner Gemeinde anzustreben sucht, daß jedes Kind, zu dem Zwecke unsere Vereinskasse zu unterstützen, per Woche nur den gewiß sehr geringen Satz von einem Pf. mehr bezahlt, jeder Lehrer den hieranerwachsenden Betrag alljährlich mit feinem Jahresbetrage an die Hauptkaffe befördert, zo würde da» durch dem Vereine ein recht, bedeutender Zuschuß erstehen. Vorstehender Vorschlag wäre seiner Einfachheit wegen meine« Erachtenin allen Gemeinden leicht zur Au-führung zu bringen, weSbalb ich denselben allen College» hiermit empfohlen haben möchte. Cärsch. — Dr. Jacob Brrnay» in BreSlau ist al« außerordentlicher Profeffor der Philologie und Oberbibliotbekar nach Bonn berufe» worden. In der „Volkszeitung" wird hierzu bemerkt, die Berufung von Beruays sei schon darum sehr erfreulich, weil derselbe Jude fei und seither Juden nur etwa in der «edicinischr« Fakulität als Professoren zugelasieu worden seien. Bereit» zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Wittwen und -Waisen in Deutschland. Spende»: Bei Herrn S. Krämer, prov. Präsident deS bahr. Lande»- Eomitä'S find ««gegangen: S. W. A. Seemann in Gunzenhansen für ei» Erpl. Achawa mehr bezahlt fl. 3. 6 kr. Durch He rn Distriktsrabbiner Grüubaum in AnSbach erhalten als mehr bezahlt für 1 Erpl. Achawa von Dr. Berlin, k. Advokat fl. 1. 28 kr.; Wolf Sutmann fl. 1. 6 kr.; A. Meier fl. 1. 6 kr.; G. I. Gatmann 36 kr. Durch Hrn. Grünbaum von - Gebrüder Schwarz in Egenhausen, GrundungSbeitrag fl. 5. Durch Herrn Lehrer Bergmann in Roth: von der n"l> man fl. 2. 24 kr., von d:r n"n man fl. 2. 24 kr.; gesammelt von demselben bei der Verlobung de- Hrn. Welsch mit i-rl. Fi'd» mann in Erlangen fl. 2. 30 kr. Ergebniß ein.r Sammlung de« Herrn Lehrers Wormser in seine» Gemeinden Uhlseld und Lonnersstadt fl. 8. 52 kr. Hrn. Lehrer Neuburger in Dettingen, Spende von sich; fl. 1. 45 kr. Ergebniß einer am Ehanukka von Kränier selbst in seiner Gemeinde vorgenommene HauScollecte fl. 28. 12 kr.; von der man fl. 3; aus dem vnprn fl. 3. Durch Herrn Lehrer Fried in Nürnberg io» Herrn Banquier Anton Gutmann fl. iO. Zus. fl. 74. 29 kr. Jacob in Goldberg 52 kr. Durch Morgenstern in Friedberg gesammelt bei einem Festessen deS BeerdigungSvereinS daselbst fl. 3. 22 kr. Zus. fl. 7>8. 43 w. Gesammtsumme fl. 449. 25 kr.! Jahrbücher: W. Hehmatzn in Nassau-Diez fl. 2. 36 kr.; Eckmann in Schmalkalden fl.j 2. 48 kr.; Jakob in Goldberg fl. l. 45 kr.; Morgenstern in! F'iedberg fl. 30. 48 kr.; Ledrechl in vir gen fl. 25 30 kr.'; Königsbauer in Nottweil fl. 4. 24 kr.; Wemtraub in Deutsch-Eylau fl. 7. 42 kr. Zusammen fl. 75. 33 kr. Gesammtsumme! fl. 169. 49 kr. ^Nitgliederbeiträge: Bei Herrn! Krämer sind eingegangen: Lehrer Weißmann in Waffertrüdirigcn, KönigShöfer in Welbhauien, Hemme» in Baiersdorf, Bmunschweig in Mintstcth, Fried in Nürnberg, Weißmann in Euggenheim, Banderwart in 'Neust« t a. d. S., Levi in Eurrdorf, Liflriki-rabb. Grünvaum in Anrbach, Bergmann in Roth, Uffenheimer in Weißendorf, Löwenmeier in WittelShosen, Eilberschmidt in Eeconitz, Kirsch in Mt. Eteft, Kleemann in Forchheim, Rabbiner Oberndorfer in Oberdorf, Lehrer Krämer in Alten» uhr, welche >ncl. zweimal 4 Thlr- (Siachzahlung al- Eintrittsgeld' pro 1864/5) fl. 63 zahlten. Bei dem Gejchäfisführer des Vereins sind ferner eingegangen: 17) Ehremitglied W. Heymann in Nassau-D>ez, 18) Morgenstern in Gedern, 19) Lebrecht in Bingen, 20) Eckmann in Schmalkabden, 21) Weinttaub in Demsch-Ehlau. 22) Jacob in Goldberg.. Zus. v — fl 21, incl. obiger Zahlung an Krämer fl. 84. Gesammtsumme *p. 140. Der Geschäftsführer des Verein«: I. Klingeustein. > Briefkasten. Herrn Ignatz Kohn in A... b.. g — Rcceusionen können grundsätzlich nur dann Sufnahm« finden, wenn der Redaction ein Exemplar der re» eensirten Schrift vorliegt. — Red. Verantwortlicher Redacteur:'J. Llingenstein iu Odernhenn in Rheinhefien; Selbstderlag der Redaction. Für den Buchhandel: in Commission bei Oskar Seiner in Leipzig. — Dampf-Schnellprefleudruck von I. Gottsleben m Mainz.