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Der israelitische Lehrer · 1866-01-04 · 1 (4.1.1866) · p. Seite 4

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
1 (4.1.1866)
Date
1866-01-04
Page
Seite 4 (sequence 8)
Language
German
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t «inen Streit gehabt» efei denn um der Ehre und Leder Gcsammtbeit rillen in allgemeinen Angelegenheiten? habe ich je «eschäd gt oder beleidigt? Wem habe ich mich nicht als treuer Freund und College bewiesen? Wem war ich nicht gerne jederzeit zu Diensten, so viel eS in meiner Macht stand Tretet heran und rüget für mich, Ihr Lehrer auallen Gauen Deutschland-, di« £ hr Euch an mich, einem der Geringsten unter Euch, — mit «eii nn Gehalt von kaum WO fl. — wendete, ob ich nicht jeder Zeit Jedem von Euch diente, so viel ich und wo ich nur vermochte? Selbst Herr Ottensvser kann mir diebergen, für den ich mich auf seinen Wunsch um eine Stelle in der bahr. Pfalz verwendete, und der mir damals, am 17. Rov. >862 schrieb: ..Wohl im diesseitigen Bayern hätte mein Bruder, iiabbiner in Höchberg b. Würzburg irxdre 'i, das Haupt, der Würzburger Orthodoxie, die beste Gelegenheit, mich zu placiren. Aber dann müßte ick meine lleberzeugung opfern undeinHeuchler oder Jesuit >>erdön, das konnte ick früher nicht, um so viel wenij er jetzt. Mich so blosstellen, müßte ich die erste Verachtung mir zollen. Könnten Sie aui diese Weise meinem dringenden Wunsche abhelfen, dann wü 'den Sie bewahrheiten: pmr anp.am» am Es ist nicht Jede «anns Sacke, ein gutes Gedächtniß zu baten. Als Beweis, da; auch Nichtlehrer diesen Kampf so auffaflen, wie Sie, mag Jbnei. gellen, daß der mich vertretende edle Anwalt, Herr Dr. Ranach aus Mainz, die Honorirung für seine Bemühungen ablehmr, mit der Bemerkung: daß er zur Vertretung des Fortschritts in religiöser Beziehung mit Vergnügen seine Kräfte ohne Honorirung zur Verfügung stellte. Lassen wir die iSache ruhen. Nehmet von mir das'heilige Versprechen: ick werdenickt ermüden in dem heiligen Kampfe, so lange noch Blut nn meinen Adern ist, so lange ich die Kraft habe und die Möglichkeit vortanden ist. Ick werte unter allen Umständen der Sache der Sckule uud der Lehrer treu bleiben, der ich mich gewidmet habe für mein Leben. Und nun nochmals meinen Dank. Euer Freund j|njb College - Klingenstein. Karlsruhe. F. Z.) Innerhalb deS ObrrrotheS der Israeliten finden Verhandlung»« über »ine neue Vcrsaffung der Gemeinden deS Lon! statt. AuS Staatsmitteln werden gegenwärtig den Jsraeliter jährl ck. 1910 fl. für CultuSzwccke gegeben; ferner erhallen diestOen einen Beitrag für ihr Schulwesen, welcher denjcnigen jti tfyr'<tt, den dir beiten andern Conieffior-n empfangen. Tie k aotSteiträge, ^welche nach den Gesetzen von 1855, 1858 und 16-2 zu den ckriblicken Vol »schulen gegeben worden, sind srlge cke: Persona!zulagen vnd Uvterstütznngrn 7500 fl., Alter? zula, crk 26ÜCO fl., zun Persiors- und H'lis'end 51000 fl., zum Win wen- und Waisenlond 15000 fl., zur Unterbützunq armer Lehr er-Wi NN erurld Waisen 5500 fl. urd endlich EtaatSbeilräge /u den Gehalten der PolkS'ckuUihrer 60,000 fl., zusammen 163600 1. Nack der jüngsten Volkszäb'unq beträgt die Gesammlbevö.k« rung d»S GrcßherzogtbnnS 1,428000 Seele», worunter 25, 204 0c lso 1 :55) Israeliten. Nach diesem Verzeichniß treffen jährlich 29d l fl. Staärrbettag aus die ifr. Volksschulen. Für 1866 erhöht fick dieser Letreg durch einen Nockschnß für einen zu niedrigen Aufsatz in der abaelousen»» Budgrlperiote auf 3597 fl.. E n ^gtioveller Grund für taS Fortbestehen der ifr. BolkSsctulen wird wohl sckwe lick ousgeiurden wer en können (Eo? Und wohin mit den ist.Lehrern? Red. d. „I. L.") Die hiesige st aus Mangel au Schülern bereils geschle ffen. Ee«»t scheint es sich 4 T zu empfehlen. daß die israelitische Religionsgenoffenschaft jeden Staatszuschuß für ihre Cultus- und Schulzweike zurückweist und sich dadurch die völlige Freiheit von der staatlichen Einmischung iu ihre religiösen und corporativen Verhältaisie erwirbt. Mir dem Opfer von jährlich cstra 5000 fl. wäre diese Unabhängigkeit gewiß nicht zu theuer erkauft. Die Ertheilung des ReliaiousunterrichtS würde natürlich nach wie vor Sache der Confeffion sein. München. Der Oberrabbinrr Dr. Aub von München hat den bayr. Michelscrdeu erster Klasse empsangkn. Prag. Sr. Majestät der Kaiser von Oesterr. hat d-m früher» Vorsitzenden der Cultus-Repräsentanz in Prag, Herrn Ernst Wehll, in Anerkennung seinevieljährigan gemeinnützigen und Humanitären Wirkendagolkene Verdienstkreuz mit Krone verliehen. — Der Rechenschaftsbericht der Wiener CultuSgemeinde für daS Jahr 1864 weist bei einer Einnahme von 64842 fl. nach. — Der frühere Redakteur der österreichischer Zeitung, H-rr Adolf Neustadt, ein -eborner Prager, hat vom Könige- Franz 2. vo» Neapel das Ritterkreuz erster Klasse deS Ordens Franz 1. mit der Krone erhalten. Constantinopel. Ein bedeutender Fortschritt der Civilisation bat fick in der Türkei merkbar gemacht. Der Sultan rämlich hat brschlosieu, daß für die Folge die Rabbiner, die katholischen Prälaten, di» grstck. orthodoxen Bischöfe neben den KadiS und Muftis zu Gerichte sitzen dürfen. terstü tzung Lehrer-Wittwen und and.* *) Verein zur Unt< hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, -Waisen in Deutschs Spenden Herren Leo und Ludwig Tamm < us Frankfurt zu Chanukkab eine Ccpirpresse mit Zubehör. Durch Hrn. Dr. Albert Cohn in Paris von Herrn Baron James v. Rothschild (2. Gabe) flrS. 100 fl. 46. 40 fr. Gefammtlumme im laufenden Rechnungsjahre iucl. Nr. 40 , 47 u. 51, v. I. (Siehe auch Nachtrag zum RechenschastSbericht) fl. 350. 42 kr. Jahrbücher: E. Böhm in Bernburg fl. 10. 30 kr.; Schimmel in Ober- Jopelheim fl. 3. 35 kr.; Hittch in Großbiderau fl. 7. 12 kr.; Leeinvester in Her>el fl. 5. 15 kr; Ma vsbach in Brckenheim fl. 8. 38 kr.; LouiS Lehmann in Hombmg v. d. Höhe fl. 11. 15 kr. Zick. fl. 46. 25 kr. Gejammtfumme (ir.cl. 40 u. 51 v. I.) fl. 94. 16 kr. Mitgliederbeiträgr: 7) Ehr« »Mitglied Prof. Dr. Wesiely in Prag. 8) Hirsch in Grißbiherau, 9) Schwab in Ob«,Hausen, 10) S. Pegel in Alteukurfladt, 11) Buch mann in Ad-kSdoxs. 12) Dachauer in Relwltz, 13) Dachouei in Thalmösstngcn, 14) Löwcustcin in Burgkuvstadt, 15) Traub Distrikt» - Rabbiner rn Burgtunstadt, 16) Echivmel in Oter - Ingelheim. Zus. 10 ■= fl. 35. Ge» sammtsuiflme fl. 56. 30 kr. Der Geschäftsführer des Vereins: I. Kliugeustein. \ *) 3ur tkutlicheren Uelrrstcht bringen wir nunmehr immer die gesammte Summe der Spenden, Iahrtücher und Mitgliederteiträge uud führen letztere »ach der Einzahlung in Ordnungs-Nummer» sott. Lerantii örtlicher Zicdacicrr: Klin gen stein in Obernheim in Rhrinhessen; Selbstverlag und Kedaction. Für den Buchhandel: in Evmmistirn dci L. X. Fritzschr in Leipzig. — Tamps-Schnellpresiendrnck von I. Gottslebrn m Maiutz^. 1

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