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Der israelitische Lehrer · 1866-01-04 · 1 (4.1.1866) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
6 (1866)
Issue
1 (4.1.1866)
Date
1866-01-04
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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-- --T 60303 Der AsrgelmseKe AeKrer. Sritschrist für die gesammten Jntereffen des israelitischen' LehrerstandeS und zugleich Organ für dm Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Wiltiven und -Waism in Deutschland. Lehrer- 1. Mainz, den 4. Januar 1866. (Sechster Jahrgang.) Wöchentlich 1 Nummer. Vierteljährlicher Abormementspieis 27 kr. --- >/i Thlr. Bei franlircer Zusendung unter Kreuzband jährlich Anzeigen zu 1 Egr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. — . I fl. 12 kr Gedanken «der Erziehung und Unterrickt der Mädchen. I» der Mutter besckridener Hütte Sind sie geblieben mit schamdafter Sitte, Treue Töchter der fromme« Natur! S chiller. Wir haben zur würdigen Eröffnung des neuen Jahrganges xznverer Zeitschrift ein wichtiges und zeitgemäßes Thema geaalt. Sehr oft im Leben beaegnen wir der Thatjache, daß die Ausführung hinter der Idee weit zurück bleibt, daß Theorie und Praxis nicht miteinander übereinstimmen. Das ist'ist, hohen Grade auch auf dem Gebiete der weiblichen Erziehung der Fall, und es herrscht sowohl unter den Pädagogen unsrer Zeit als auch in andern gebildeten und sich mit den hohen Fragen des Lebens beschäftigenden Gesellschaftsklassen nur' eine Stimme: daß die Erziehung unserer Mädchen zumeist verkehrt und einseitig ist, und daß das Glück unserer Zukunft von einer Regenerirung des weiblichen Erzichunas- und Unterrichtswesens vielfach bedingt wird. Ist dies schon im Allgemeinen eine anerkannte und von Vielen tiefgefühlte Wahrheit, so dürfen wir uns nicht verhehlen, daß dieweibliche Erziehung, wie sie gang und gäbe wird, insbesondere bei den Israeliten eine fast durchweg verfehlte ift, und daß wir wohl nirgends mehr als aus diesem Gebiete den vorurtheilsfreien Blick des Forschers zu scheuen haben. Schmerzlich aber wahr ist die Thalsache, daß die verkehrte Erziehung des weiblichen Geschlechts, zugleich in Folge so mancher Eigenthümlichkeit der jüdischen und weiblichen Natur zusammen mit den Einwirkungen unserer Zeit die kostbarsten Güter bedroht, die gerade das jüdische Haus von jeher auszeichneten; und daß, wenn Einfachheit und Nüchternheit, sittlicher Gehalt und häusliches Glück und — zusammengefaßt — der religiöse Geist, aus den Familien schwindet, die verfehlteweibliche Erziehung einen sehr großen Theil daran verschuldet. Wir sprechen hier keine unbegründete Anklage aus, wir wollen überhaupt nicht auklagen. Nur constatiren wollen wtr, was unabweisbar au uns herantritt und dann i die Mittel aufzusuchen streben, wie dem Uebel bciuemb zu begegnen sein könnte.' Wir gehen von dem so oft ausgesprochenen, nie be- . strittenen Grundsätze aus, der so einfach und wahr rft und der, so oft man ihm auch Scheinwahrheiten •! pibl unnatürliche Bestrebungen entgegen setzen maa^boM,n» um- ' gestoßen werden kann: des Weibes einziDua: ügliche : Bestimmung ist Gattin, Hausfrau um>»M>lMter zu . werden. „Die göttliche Natur duldet keine Uebertretnng ihrer r Gesetze; sie läßt ihr die Strafe auf dem Fuße folgm. Der Schöpfer hat schon viel früher als auf dem Sinai den ^Menschen Gesetze kund gethan. Mit Erlaubniß der'„Fromi men" nennen wir die Abweichung von einem solaren (Statur) ' Gesetze, wenn nicht höhen (sittliche) Anforderungen sie ge- | bieteü, auch eine Sünde. Nun ist das weibliche Wisen von l der Natur zur Gattin und Mutter bestimmt. Wirr dieser i Zweck nicht erreicht, so ist eine Abweichung von der Natur-! bestimmung da und — die Folge bleibt nicht aus." *) Die sogenannten Emancipalionsbestrebungen der Frauen werden nach den'in der Natur des Menschengeschlechts begründeten Zuständen immer nur von fei r im< ginärer Bedeutung bleiben; denn das Durchbrechen der ewigem Grundgesetze der Natur kann wohl müssige Geister eine kleine Weile.beschäftigen und Zeiten, in welchen die Grundverhältnisse der Menschheit überhaupt erschütt« rt find, werden zu abnormen Erscheinungen auch auf dem der Erziehung und Stellung der Frauen Veranlassuig die sittliche Gebiete ten.; aber der Schöpfer, der von Natur aus den wie den Geist und das Gemüth des Weibes ändert legt, hat ihm die Bestimmung vorgezeichnet. Der o >er die Einzelne mag die feine Grenzlinie, die dem „ewig westlichen gezogen, überschreiten, — ober uuch dann nie unzestraft für diesen Frevel an den Grundgesetzen der Natur »leiben. Die Gesammtheit wird immer wieder von diesen Gnmdbestimmungen auS und zu ihnen zurückgehen, wenn ein» der Weltgeschichte die Geister und Gemüther aus Irrwege leitete Körper ange- ')-Dikstcrweg, „Pädagogisches Wollen and Sollen."

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