Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 52 (28.12.1865)
- Date
- 1865-12-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr JferacMsdu' Lrkrrr. Zeitschrift v für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrerstandes und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrert- Wittwen und ^Waisen in Deutschland. i\°, SS Mainz, den 28. December 1865., Löch.ntlich t Rümmer. .Vierteljährlicher Abonn«ment§preiö 27 kr. V* Vhlr. Be! frankirter Zusendung unter Kreuzband jährlich 2 fl. 12 kc. uzda Anzeigen zu 1 Egr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen afl. An unsere Leser. - Mit dieser Nummer schließt der fünfte Jahrgang dieser Zeitschrift, und bitten wir um ungesäumte Erneuerung des Abonnements. Den Herren Abonnenten, welchen wir unsere Zeitschrift bisher unter iKreuzband zufendeten, werden wir die Fortsetzung auch ohne erneuerte Bestellung liefern, wenn nicht die letzte Nummer dieses oder erste Nummer des neuen Jahrgangs an uns zurückgeht. Bon der Rechtlichkeit unserer Abonnenten dürfen wir aber erwarten, daß nicht wieder , wie im letzten Semester vorgekomme«, bei Nachnahmeerhebungen Nichtannahmen stattsinden, und unser Verlust also ein doppelter wird. Wir werden darum auch schon mit Nummer 3 für den ganzen Jahrgang (zur Ersparung doppelter Kosten), Postvorschub erheben, und zwar fl. 2. 12 kr. bei allwöchentlicher, st. 2 bei vierzehntägiger und fl. 1. 45 kr. bei monatlicher Zusendung, — wenn bis dahin der Betrag uns noch nicht zugegangen. Wir haben im vergangenen Semester einige Doppel-Nummern gegeben. Eine noch größere Ausdehnung erlaubten rms zu unserm Bedauern die immer noch andauernden bescheidenen Verhältniffe unseres Blattes niwt. Hoffen wiri jedoch, daß die stetig wachsende Theilnahme uns in deN Stand setze, im nächsten Jahre dem Blatte eines größere Ausdehnung zu gebm und dabei fortgesetzt Werthvolles zu bieten, um für die Bessergestaltung unserer Verhältnisse und Entwicklung der Schule mit Energie thätig sein zu können. Odern heim in Rheinheffen, den 16. December 1865. Die Redaction de- „Israelitisches» Lehrer." Die Reform des Synagogen-Gottesdienstes auf dem Lande. Ein Conferenz-Referat ron <5. 9i.... in (8.m. .(Schluß.) j. Tiro cx ros xdi b'112 xb Das belehrende und erklärende Wort, die überzeugende Beredsamkeit muß die Reform anbahnen und ihr einen Boden bereiten. Die Herren Kreis- und Landrabbinen müßten öfter, als bisher geschehen, in die Landgemeinden kommen, unaufgefordert, — auch wenn es sein müßte, im Jntereffe der heiligen Sache, unentgeldlich. — Ihre Worte würden dann eines um so bcfferen Eindruckes sich zu erfreuen haben, wenn der ihnen so oft mit Unrecht gemachte Vorwurf des Eigennutzes, der Eeldliebe — dadurch beseitigt würde. Die Herren Rabbinen würden dann die Mißbräuche, die sich auf dem Lande eingeschlichcn haben, bester kennen lernen, hätten Gelegenheit, denselben durch das belei rende Wort entgegenzuwirken, und, ich habe die erfolglos sein würde, den lohnenden Früchauf dem Lande mit auch der Erfolg dieses cklich bemerkbar wäre; Ueberzeugung, daß ihre Mühe nicht Ich könnte manchen schönen Zug von ten, die solche Besuche des Rabbiner! sich brachten, erzählen. Und, wenn Wirk.nS nicht an allen Orten augenbli wenn auch hier und da Undank allein der Lohn schiene; — es dürste dies die Arbeiter im Weinberge des Herrn, nicht abschrecken. Eine Gemeinde unter 20, zum Befferen geführt, ' vom verderbenden Schlendrian befreit! zu haben, daß müßte ihnen der schönste Lohn sein. I Ich habe hier meine Ueberzeugung auszusprecheu, und 1 keine vielleicht klügere Scheu soll mich die Wahrheit ver-! schweigen lassen. Wenn durch das > belehrende Wort eine; Grundlage zum Besserwerden, zur Erkenntniß der Mängel , sich gebildet, kann die eigentliche Reform erst in Wirksamkeit treten. Diese muß aber auf deiü gangenheit und des Bestehen Was von dem Bestehenden irgend Lebenskraft hat, was vom Bestehenden dem Bedürfniß der Jetztzeit nicht, gerade widerspricht und njit ihm Boden der Ver- >en geschehen. in völligem Gegensatz i