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Der israelitische Lehrer · 1865-12-07 · 49 (7.12.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
49 (7.12.1865)
Date
1865-12-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Kr IsiAMisrlie Iciurr. Iritschrist! V für die gesummten Interessen des israelitischen Lehrerstandes 'und zuglrick Ot'sinn für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. , i N°. 4». Mainz, den 7. Dec-mber 1865. (Fünfter Jahrgang.) Stiduntliri' t Rümmer. S?i<rttlj l'tlitb« Aionneme-.tsprr >. 27 kr. -»- >,4 Lblr. «ei frankirter Zusendung unter Kreuzband jäfcthA 2 fl; 12 kr. Anzeigen -u l L.zr. bit P.titzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. Die Reform des - Lynagogkll-Gottesdienstes auf dem Lande. Ein Conferenz-Referat ron v. R.... in iS.m. Vorbemerkung der Redaktion. Gehört das vorliegende Referat in unsere Zeitschrift? Unser Gebiet ist die Schule; wir pflegen die pädagogische Wissenschaft. Theologische Etreitsachen liegen uns ferne, und wir haben die Aufgabe, solche Gegenstände, welche die Echule als enie zwiespältige, unsere Zeitschrift als eine Parteizeitschrift tischeinen leff.n könnte, von uns ferne zu halten. Tie ganze jüdische Lehrerwelt, ohne Unt,rschied der rel.giösen Richtung, soll unser Organ als das ihrige erkennen. Wir dienen dem naturgemäßen Fortschritte in der Echule, der dem Fortschritte im Leben die Wege bahnt und wieder vom Leben beeinflußt wird; dieser Fortschritt hat aber mit theologischen Parteifragen durchaus nichts zu schaffen. Wer anders uriheilt, beweist nur, daß die Rückschrittsmänner auf allen Gebieten Rückschritt wollen. „Hütet Euch vor Hadersachen I“ — Aber diese Frage ist in einer Conserenz von Lehrern besprochen noidcn. Das ist ein Beweis, daß-sie aufgefaßt worden ist als eine pra ktische, nicht als eine theologische. Was in die Lehrer-Conserenz gehört, gehört ins Schulblatt. Die Ueberzeugung der Eesammlhcit, die sich in der Conserenz darstellt, zeugt vcn dem Bew-ßlsein, daß diese Frage keine Partcisrage ist — denn die Conserenz wird von Männern aller religiösen Richtungen besucht —, und daß es eine Aufgabe der Lehrer ist, um die es sich handelt. — Ja! rS ist eine Aufgabe der Lehrer, der Lehrer vom Satibjl Synagoge und Schule sinh die beiden Schwcster- Anstalsen, in welchen das religiöse Leben gepflegt werden soll. Und deni Lehrer ist die Pflege beider Anstalten überantwortet. Er ist Cantor, wie er! Lehrer ist^ er soll und muß auch Prediger sein; nur durch den Lehrer und mit demselben kann der Rabbiner aus dem Lande wirken. Behält dieser das Gebiet der Synagoge sich' ausschließlich als fein Feld vor, so wird seine Einwirkung auf das synagogelle Lebens auf dem Lande gleich Rull sein. Doch — bester als chir eS vermöchten, ist das Zolles in der nachfolgenden Monographie gesagt. .Wir wollten nur die Gründe ang.^en, warum diese Arbeit hier ausgenommen wurde, die Anschauungen, vor welchen wir. die Conserenz und der Referent ausgegangen, wollten nur constatiren» daß cs unS durchaus fern liegt, religiöse Anschauungen und Ueberzeugungen anzut 'len; daß unser Ziel nur Ordnung und Weihe, ririn beim Gebet ist; daß wir damit keinem j>~ im . y'tp j'i nahe treten wollen; daß wir nur Gegner p.UJ desjenigen,- was jedem religiösen Israeliten als oe>,-i d'^'n gilt: der Andachttosigkeit und Unordnung beim Gebete, Wir i.iachen auch keine. Uebergriffe in fremde Gebiete. Es sind j offene, zu Tage liegende Schäden, die Referentbespricht, zu deren Erkenntniß Fachstudien durchaus nicht nöthia-nnd. i Also!- j M H.I Es wird wohl keiner, meiner werthe» Collegen l und Freunde die Schwierigkeiten verkennen, welch, der Bear-! beitüng dieses Themas als Gegenstand einer öffentlichen j Besprechung entgegen stehen; Venn es gibt wohl wenige , Gegenstände, über welche die Ansichten weiter auseinander! geh,n und verschiedener sind, als über den angeregten. Ja,! es ist sogar für den Religionslehrer ein schlüpfriger Boden — wenn er seine Thätigkeit auf das Feld der Reform aur- I debnln will. Man liebt auf dem Lande größtcntheils die! Lehrer nicht, die sich zur Reform hinneigen, noch viel

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