Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 44 (2.11.1865)
- Date
- 1865-11-02
- Page
- Seite 186 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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186 . n Lehnr-UntrrstützuugSv«»i»* erwähnte» wollen wir Angesichts her augenblicklichen Ungnade, in welcher wir bei einzelnen Kollegen in Westphalen stehen,, nickt rügen, wo dock der ganze Geist der Schrift so sehr mit unseren Bestrebungen und Hoffnungen überein stimmt, obwohl wir unsrerseits nie im Stande waren, da-, was wir an und für sich sür recht und gut hielten, aus persönlichen Motiven zu ignoriren. Es genügt uns, taff wir mit dem Eollegen einerlei Gesinnung ru sein uns freuen dürfen und daß wir m dem geschätzten Beriaffcr einen Mann kennen lerne», der Auge und Herz hat sür Leben und Leiden der Schule. So schließen wir die Besprechung seiner Schrift mit seinen eignen Worten, .daß wir von der Zukunft nur dann etwas erwarten dürfen: wenn wir in treuer Pflichterfüllung des Einzelnen u»d i« feste» Aneiuauderschlietzen der GefraMHifint das Interesse der jüdischen Schule und damit unser eigenes Interesse fördern und bebend — Eine allgemeine Bemerkung drängt sich uns jedoch hier noch auf, die wir unserer Besprechung dieser Schrift passend anschließen können. Es ist unlängst iu einer geachteten jüdischen Zeitschrift eine Parallele gezogen worden zwischen Rabbinen und Lehrern. Wir lieben solche Parallelen nicht', sie stellen die Glieder dieser beiden Stände als Gegner dar, die sie nicht sein sollen, nicht sein dürfen; sie bclien eine Kluft, bilden, die von außen her, vom Christenthum ins Judentbum eingeschmuggelt werden soll, die im Judcnthum keinen natürlichen Boden hat, c73 myn 73 ’3 D»Brnp und die, wenn sie sich erweitert, weder für den einen noch sür den andern Stand segensreiche Folgen haben kann Wir gehören einander an — Rabbiner uhb Lebrcr müssen sich einander unterstützen und fördern, beide sieben an einem Seile. Man wolle sich darüber doch weder hüben noch drüben Zllussioncn bingeben. Aber, weNn doch einmal verglichen werten soll, ioist wabrbafsig der Beweis, den man dort für die Rarbiner an'übrte, ggr kein Bewes, jener Maßsiab nickt her richtige. Will man aus der Betbeilicüng an den Agenturen für das Institut zur Förderung der isr. Literatur einen Schluß ziehen auf die Tüchtigkeit des Lebrerstandcs? Man wolle doch nickt vergessen, daß wobl mehr als drei Viertel der Lehrer fick in Stellungen befinden, wo ihnen jede Thätigkeit in dieser Richtung rein unmöglich ist, während zumeist oder fast überall, wo Rabbinen sind, auck größere Gemeinden sind, in welchen mehr Intelligenz, Rriatbum u. s i herrscht. In großen Gemeinden ist es einem Rabbiner.sebr leickt, einen Theil der Gemeindeangekörigcn zu der sür sie gan, unerheblichen Ausgabe von zwei" Tbalern jäbrlick zu bewegen*) aber was wiffcn die Herren von der Stellung eines Landlehrers, der zuweilen um eine Gemeindeausgabe von sv viel TbalerN Monate lang petftionirt? — W nn wir einen Vergleich machen wollen zwischen Rabbinen und Lebrcrn, so türfcn wir nickt vergessen, wie für diese die beschränkten Stellung, n, die nothdürftigen Gehalte, die mangelhafte Vorbildung, die »ast der aufreibenden Arbeit spricht, die Alles, was von ihnen für die Gesammtheit, für die eigene Ausbildung, für höhere, nickt gerade uotbwendig zum eugeren Beruiskreise gehörige Zwecke geschieht, zu Thaten machen, die einen großen Grad von Aufopferung und Bildungs- •) Bei der Hnxtgingdes Vereinsfür allgemein» Angelegenheiten im Jubentkum sprach ein Herr Rabbiner, bi» Warte zu mir: daß es ihm ein Leichtes sein dürfte, in. rrrm Tage 40 .zablend«* Mitglieder zu erhallen, tie, vacidem sie >brrn Tbaler gezahlt haben, di« vristenz veffelben ebenso wie die des Vereins h,reit» wieder vergesse» haben Das ist die Wabrbeit und hiermit »ergleich« man tie Verhältnisse i» kleine» Gemeinde». streben erfordern und bezeugen; wobei wir wohl jedoch auch wieder die veredelnde Kraft des Lehrcrberuss an und sür sich nicht vergeffen dürfen. Eine solche Lehrerthat ist auch diese Schrift. - St. , MouatSblätter zur Förderung des Zeichenunterrichts ans Schulen. HerauSgrgebrn von Hugo Troschel, Kupferstecher und Zeichenlehrer an der Torotheenstädtrsche« Realschule zu Berlin, (Dcffauerstroße '7.) Berlin, Nico laische Verlagsbuchhondung (G. Porthey), Bruderstraße- 17. Gedruckt bei A. W. Schade, Stallschreiberstroße -17. Von dieser Zeitschrift erscheinen monatlich V/2 bis 2 Bogen. Der Abonnemcntsprcis für das Vierteljahr beträgt 15 Egr. Wir geben hier, um einen Einblick in diese sehr gut ausaestattete und mit vieler Einsicht redigirte Zeitschrift geben zu können, den Inhalt der 3 ersten Nummern derselben: Inhalt der Sir. 1: 1) Prospektus. 2) Peter Schmidt, G- Echadow uud die Gebrüder Tupuis. 3) Ucbcr den Zeichenunterricht bei den Griechen von F. Lcrtzing. 1) Der geometrische und der Zeichenunterricht an Töckterichule». 5) lieber Wandtafeln. 6) Der Nachmittagsunterricht. Inhalt der Nr. 2: 1) lieber die persönliche Stellung der -Zeichenlehrer. 2> Ist der Zeichenunterricht auf Gumnasien den Anforderungen der deutigen Zeit genügend? Von Dr. Moritz Vater. 3s Ueber prattischc Verdeutlickun.i perspektivischer Punkte und Linien von Rut. Jonas. 4) Wie läßt sich Geometrie auch in den unrersten Klassen einer höheren Schule wirksam durchführe»? Bon Tr. Kretzschmar. 5) Elkas über den Zeichenunterricht an den Fortbildungsanstaltcn von G. Seidel. 6) Ueber die Beurtbeiluna der Scküler und den Einfluß ibreS künstlerischen Wcrihcs aus dieselbe, vom Herausgeber. 7) Uebrr häuslickc Arbeiten, den Zeichenunterricht betreffend, von demselben. 9) Tr. Pierson's Realschulzeitunx. Inhalt der Sir. 3: 1) Auszug aus einem Aussatz über den Unterricht im Zeichnen nack der Mctbote der Brüder Tupuis. iAus dem Jahr.Sbcrickt über die Torotbeenstäbtiscke höhere Stadtschule vom Jahre 1b 49.) Von dem Direktor A. F. Krech. 2) Ist der Zeichenunterricht aus Gymnasien den Anforderungen der heutigen Zeit genrgend. Von Tr. Moritz Vater. (Schluß.) 3) Wie läßt sich Geometrie auch in den untersten Klassen einer böberen Schule wirksam durckfübren? Von Tr. Kretzschmer. (Fortsetzung.) 1) Eine Skizze nack der Natur, mit Randglossen. Don Glinzcr, Maler u. d, Z. Zcichenlebrer in Kassel. 5) Ueber den Zeichenunterricht nach Vcrlegeblättern, Wandtafeln und Modellen. Von E. Hube, Zeickenletrer in GrenSwalde. 6) Neues Material für den Zeichenunterricht. Bis jetzt sind 8 Hefte erschienen. nntf Synagogen-Gesänge von Alb. Mayer, Dirigent, und 3- Etaab, Organist. Bestellungen bei Dav. Kapp in Mainz «der den Herausgeber» daselbst. Preis sämmilicher Lhor- und Eoli-Etimmcn 2•/» Thlr. Dieses anerkannt praktische Werk, in jeder Gemeinde anwendbar, enthält 26 88- »lr Anleitung zum Gesangunierrickt« in Schule», sowie 106 Nummern für die Liturgie aller Eabbath- und Festtag«. 4ot»ttsttliA(t Kedaeteur: I. Kliugeupeiu tu Oderuhelm t» Nbrmbeffen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: i» Lsmmisfien h«, Oskar Leiuer i, Leipzig. — D«mps-Schuellpreffeudruck »»« I. Gstttleten in Mainz.