Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 43 (26.10.1865)
- Date
- 1865-10-26
- Page
- Seite 181 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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181 Die sprachlichen Uebungen werden wie bisher an das Ueb.rsetzungSmatcrial anaeschlossen und erstrecken sich hier zum großen Theile auf vie Pronominalendungen, welche zur deutlicheren Uebersicht in eine Tabelle gebracht, aber nicht mechanisch memorirt werden. (In mehrklan'igen Schulen dürfte sich auch noch die Abwandlung des regelmäßigen Zeitworts, jedenfalls in der ^>p-Form anreihen). (Fortsetzung solzt.) Bod)cntmrtd)t. Württemberg. (Unlieb verspätet). Am!> August d. I. hielt der württembergiscbe Unterstützungsverein für isr. Lebrer und Vorsänger ,ud> Ablau' der ersten drei Jg'r: seines Bestebens seine erste Plcnarversammlunz. Bei derselben legte der Ausschuß Rechenschaft ab über seine b sberige Wirksamkeit und brachte die von der k. Reiierung angeordnete. Aenkerun i in den V reirsstatnten zur Beratlmiig und Abstimmung. Der Vereinskainer legte die Hauptrechnung aus der Periode — l. Juli ISti.'/tij — zur Prüfung vor Rack dieser zäblt der Verein jetzt 42 ordentliche Mitglieder — die Mehrzahl der i'r. Lehrer Württembcr s — von welchen jeder einen jährlichen Beitrag von 1 fl. an die Vereinskasse zablt. Außerdem sind aber auck von außerordentlichen Mitgliedern und Gor porationdn z B Statt-art, Gßlingen, Freudcutbal, Lanpbeim, Reringen, Baisingcn und Mergeiitbe.m Beiträge den, Verein zugeflossen. Das Vereinsvermögen belief sich am l. Juli d I. ans über 300 fl. und konnte der Wittwe eines verstorbenen Vor sängers jetzt schon ein: Unterstützung zuzewieje» werden. So'ort wurkeil auch die durch Tod oder Auswanderung ab-egan ienen Mitglieder des weiteren Ausschusses wieder ergänzt und die Mittel berat enwie die Vcreinszwecke weiter gefördert werden könnten. Herr iDberUrchcnrorsteher Tr/ A? Levi — durch seine vielseitige und unermüdliche Tbätigkeit für alles Gute und Gemei> nützige auch in weiteren Kre sen be'annt — beehrte die Versammlung in Begleit»», des Herrn Dr. Stein aus Frank suit a. M. mit einem Besuche. Letzterer, welcher aus d.r Durck re se begriffen war, brachte den An'chluß an den allgem Unterstützungsverein in 2tnregun:, worüber jedoch ein ent prechender Beschluß vo.erst nicht zu Staude kam. (Wir bofien. daß die s' ins Auge springenden Resultate unseres Vereines den später» Anschluß auch der Leerer Württembergs an die Gesammtbeit dock »ocb berbeisührcn werden. — Red.) — Abermals bat der Tod einen unserer besten Männer, einen berühmten Gelehrten hingcrafft. Am 2t>. Sept. d. I. D~>’) starb S. D Luzatto. Pro'essor am coii. gio rabbinito in Padua. Gr war ein Mann, ausgezeichnet durch Wessen und edler Charakterfestigkeit; mit ibm sinkt abermals einer jener Männer in die Gruil, die die Zierde der jüngsten, für die Ge. schickste des Jutenthums bedeutun svollen GpochfUldeten, indem sie die neue jüdische Wissenschait schufen uns fortbilccten. G.re seinem An ekenken und Frieden seiner Ascke. — Dr. A Stein in Pra: suchte für den proj. Israelitenverein;u wirken Rappoport suchte ihn davon abzubringen, und als dies nicht fruchtete, benutzte er eine Trosckoh am jünaiien ‘<o welche er in der Meffel-Lvnggoge hielt, wo Stein eben Raboiner und.Prediger ist (— er war vom betreffenden Vorstande zu einer Predigt einzeladen worden und Stein batte keine Zustimmung gegeben, beide aber kannten R 's Absichten nickt —, ( um nickt blos gegen den Verein zu eifern, an dessen Spitze Geiger stehe, defle» Gründer er sei, sondern auck Jnv'ktiven gegen die loszulass.'n, welche sich Rabbiner sch mpfen lassen und für den Verein wirken. Stein war zugewn, aber schwieg. Für die äußeren Angelegenheiten des Indent bums möge der Verein wirken, für die inneren aber dürfe cs Geiger nickt.' — Herr Marcus Edinger in Worms wurde von den Wählern seiner Vaterstadt als Gav.didat der Fortschrittspartei mit 16 gegen I Stimme zum Abgeordnete» in een best'. Landtag erwählt. Gr ist der erste Jude — außer im Jahre 1*48 Bürgermeister Ebcrstatt, ebenfalls aus Worms der in die heff. Kammer kommt. H rr Gkin er ist nun aber nicht allein als edler, vorzüglicher G arakter und als ein Mann von seltener allie tiger Bildung, sondern auck als ein g.'sinnungst ichtiger Jsraelite und warmer Lebrerireund bekannt und wird gewiß, unbeschadet seiner hoben Ausgabe als Landtagsabgeordneter, vorkommenden Falles auch die Interessen des jütischen Lebrerstandes und des Jndenthums überhaupt gerne in Sckuh nehmen. R c c e n f t o tt c it. Stylistiches Aufgaben Magazin, enthaltend eine große Anzahl der verichiedenaltigstcn vom Leichten zum Schweren foitschreitenden Ausgaben zu schriftlichen Aufsätzen, darunter viele Ausgaben zu Briefen. — Fiir Lehrer und Schüler in Mittel- und Oberklasien von Bürger- und Landschulen, von <%. A. Winter Leipzig, Berlag von Im. Tr. Wöller (P.irtiepreis 4 Sgr.) 88 Seiten. 1. Th eil, für Mittelklassen. Was wir über die vcrscki denen Schriften des Derfaffers früher schon iagtii, — daß sie den Vielster in der Sckule zeigen, gilt auch von. dreier Sckrist, de en II. Tbest (fürOberklasien) wir übrigens schon früher besprochen haben. Das vorliegende Heft wirk den.Kindern schon in der ersten Periode für selbstständige schriitliche Denkübungen, für die Mittelklasse (Kinder. vom!>. bis l l. Jahre) in die Hand zu gebe» sein, und wird, vereint mit dem 2. Tbcilj die Sckülcr bekäbigen^ nach ihrem Austritte aus der Schule sich ricktig, klar und deutlich über Ge.ienstänte und Gedanken, -die ihrem G.sichtskreise angemessen sind, auszusprechen! Ausführliche Lehrstoffe für den gesammten deutschen Sprachunterricht in 'Volksschulen. Das ist die Schreiblesemethode das Lesen, die Sprachlehre, die Rechtschreibung mit Jnterpunktionslehre und der Unterricht im schriftiichen Gedankenausdrucke. in steter i Verbindung und Wechselwirkung. Bon Gg. A. Winter. II. Band. Erste Abtheilung, Begründungslehrgang ( 2 Rgr.) — Mittelklaffe. 111. Band — Vollendunaslehrgang. O'erklaffe (der Jnterpunktions'chüler). 111. neu bearbeit te Auflage. EbendaseU'st (6 R ugr.) Was >v:r oben von dem „stuliflijchen Aufgaben - Magazin"^ sagten, gilt in erweitertem Maße von dieser Sckriit des geschätzten Veriasters. Derselbe ist der mebr und mebr in Anerkennung komm »den Neberzeugung, daß Denk , Spack-. Lese- und Diktirübnngen, Sprackledr', Rechtickreibun > nv Hebung im schristlichen Gedankenausdrucke in steter Verbindung und