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Der israelitische Lehrer · 1865-08-24 · 34 (24.8.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
34 (24.8.1865)
Date
1865-08-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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firlic Fekrer. Zeitschrift für die gelammten Jnreresscn des iir^cliuscheii Lehrerftandcs . und zuz eich ^?r,fan für dm Verein zur Untcrslünun^ bilsybedür^tiger israelitischer Lehrer, Lebrer- Wittwen und -Waifen in Deutschland. X". »Ä Mainz,-den :>■+. August (Fünfer Jahrgang.) ctfintlttf 1 Oiummtr. Abenncmem-!>rre:s 07 kr. — > „ StMr. 4'fi frarfirrct Zuirndun-r unter iltcütfr.rnc;ä(riirf' 0 •*. 10 fr. Ame-gcri;ir I Szr. dir Peritzeiie. O'iü.stlun.zen nebmen -flc t-cüimtfr und!■.tnctunjcn an. ' Vortrag über Pädagogik, c>u II. Juli l.wfv iiu pädagogischen iaiuijdjcn zu Qiübcrßotfcaüi r.n Cdra Barman in Ingcnbclm.*- __ i ■ Wenn b,r Satz wahr ist: „Tie VereinigunA der Lein ii eimin Lanke oder einen: Bezirke gibt einen '.ickstig Mcßsfab für deren Bildung nL", 'v inni; cs liniere b-.iligs: Anae!e enltit sein, reckt oft zuiammeuzutretem Di.st adcr . tr: der erwähnten Vereimgnng 'nur eine Vereinigung zur e - sten,Kräitiauna vlNianden worden kann beda-.f tt-pIm i-.ner weiteren,Eiörttrung uno haben wir dev Gei.nß dieiez - etistrgcn Vereinigung am letzt,n Liale durch den wadrhait cihct enden Vo:Irna ririieres Ntstors, des Herrn Eockegrn Hebner,'urth über „W-allensteins Lager" in hohem Äasre gehabt.?vur nister heutiges Ziiiarr.nicnkoiniiien svule, nach b,m Wn:. ü;e des Kränzchens, nur die Ehro find da-:- Vergnügen zu The.l werden, einen Tuch zu bereiten, uni die (Wste zu ln würben. Ich habe nnck dazu verstanden. Sie müssen jedoch niit nicincrn sehr einfachen Mahle sich begnügen. So wie jeder Arzt vor allin andern Büchern 'eine Anatomie, jeder Pfarrer reine Bilcl io ’.iiuü jeder Lehrer 'eine Pädagogik haben und srudircn. Niemand wird cs l-.ug.ncn wollen, daß die Schule und das Leben oft die beßt,n Bücher sind; aber cs dauert doch viel zu lange, bis man diese ans- und durchsludirt. Mancher wird wohl Manchem, geistig zu Grunde gerichtet haben, will er sein Jach erst aus und in dein Leben kennen lernen. Ich, für meine Person, gebe aus diese einstellige Art von Praxis eben io viel; wie auf eine einseitige Theorie. Beides muß einander dnrchweben, durchkreuzen und durchleben. Hierdurch erst ist das rechte Ziel, Men ichenbilduna, m der edelsten Bedeutung des Wortes 511 erreichen. . *,1 Tic Kcrrscxui-z unsres Artikels über ..Oevir-zs Rittban" folgt im n.ebücn Blatte. ° ' Verfahren wir nun iehnlgereckst und tragen: bi Was in Pädagogik„Tie Pädagogik «ein griecküicbes Wort aus i'etl- und axch) '.st die Lehre und sinnst, Kinder zu sichren, zu bewahren, heranznbilden. mr wach-.n Meni'chcnbildung und Menfchenbkslimmnng hstiznleiten " iLuz.) >:arl 'Schmidt iagli „Die Pädaaogit ist dieKimst, mib-- telst benusster Einwilkinig aus die leibb.cbe und geistige Entwickelung des werdend, ir Pien'chen, die feinem Wesen zu; Grunde liegenden Ideen der Wahrheit, Freiheit rknd Liebe — feine Gottebenb:ldl:chkeit, — und zwar der ihm von G-ett verlieben,n Jndrv'dualilät gemäß soweit-m entwickeln, .; da!, er sellstthätig I.iid selbstständig feiner Menichünbestim- Seiwaez: „Die Erziel,ung ist dieKunst Menfchen zu entwickstu." Sehen wir uns diest Bt grissserkläruvgen näher ■ an w finden wir. rast die Pädagogikals eine Kunst iH'UuV.i’t wird und unier großer Schiller must auch nicht, wie noch gar v:,le Andere, a" dir Lehrer gedacht haben, fönst hatte er zu seinen si reu leioi.nten.stiinsuu sicher noch riech eckte gezahlt (•?! — > Dst'e LLyi'enfchaft, diele Kunst, 'nein.' g- >.ren 'eietwir osten! — wie wird sie von ihren Iimgei 1: atar.tr — E-: berührt mi i, ganz unangenehm, Ihnen dieAntwort g,ben zu müssen: Leider, -gar nickst!.'! — Für ri- Vorbeieiiiiugsz.it Mit im Normativ — diesem Mcisteinglte nnstres Jahr Hund ei tS — kein Sterbenswörter. n .davon: für die Seminarz-stt to.nm ein-solches; mit nie Welt bringt maus nickt: däurach uii.st es. de. liebe Gott 'cin.ii Lieblingen im Schlafe geben. Die Pädirgogik läuft ickou mit in'S Schulzimmer. 3eib nur zufrieden: ihr lieben Lehrer und ruhigihr Eltern, die Weltgeschichte geht doch ihren -Gang. So icheint nian in manchen andern Kreiien zu : denken. Verzagen mir aber nicht, daß inan sich so am Lehrelstande versnudigt und am Endo noch mehr, am Volke. In einer Zeit, wie die nnfrige, in welcher der Tisch so reich gedeckt ist. kann ja nur Jeder zugreifen und das Verfällmtc nachholen. Erkenntnis; unserer Schwäche ernstlicyer Wrlle zur Fortbildung ließen ihr Ziel nie. auch in diesem Gegenstand nicht verfehlen. Pflegen wir alio diese Kunst aus die rechte Weife auch in unserem Kränzchen.

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