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Der israelitische Lehrer · 1865-08-03 · 31 (3.8.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
31 (3.8.1865)
Date
1865-08-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrcrstandcs und zuztild Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, ^ehrcr-! Wittwen und -Voaiscn in Deutschland. TiFfisS •» Mainz, den 3 August Ib,«!."». ir -J^7\:gang.) T- *d’tnt(irf' 1 Jittnrn-fT. VicrttijLk-rllcher Abonnemmt-rr«:? 27 fr. — l;t 7Hr. 2.'c;;v.vfir:cr 3-Jl'nfcun.i unter .'ir Anzeigen zu 1 Lgr. dir Petiizcile. Bcükllun^tn nehmen ,-'!c Po'tnm >r und Bucbbrndiunno.t ni'.ind jülrliN' ’> fl. 12 f: in. Der Unterricht in der nachbililischcn Geschichte in!>cn jüdischen Volksschulen. Ein Eonseren z-Referat ron G. Frank in Landau. l 1. trieb in Wicklung Hierauf in Atome'aufgelöst allein die tief in ihm te «ein.n Ui.t.rgang, uüd Es ist!mir der Auftrag geworden, Ihnen ein Referat über den Umtrrrid t in der nachbiblischen Ge'chichte in den jiidiscben VolkSsckulen zu liefern. Zudem ich mich dieses Auftrags zü entledigen Nichte, habe ich mir folgende Fragen zur Beantwortung vorgelegt; l) Soll die nachbiblische Geschichte in jüdischen Volksschulen gelehrt werden? 2) Was soll aus derselben gelehrt werden? ■ 3) Wie soll der Unterricht beick affen sein'? ' i M. ,C>. a.'.on wi.d mir vielleicht vcn verschiedenen Leiten enigeger.halteu, das; wir weit mehr auf Vermin, derung dei Unterrichtsgigenstände in unseren Schulen bedacht sein sollten, als am Vermehrung derselben, da die iiidiiche Schule fi.ft gar nickt im Standeist, die ihr obliegenden Lctstobjelte zu bewältigen. Warum also uock ein neues, und zwar so schwieriges herzutbun; warum unser stfwierigcs Amt ncch mehr erschweren? Soviel Richtiges lind Zutreffendes auch dieser Einwand haben mag, so hat fr dennoch auf unseren Gegenstand gar keinen Bezug. Das will ich Ihnen gleich auseinandersctzen. Wir lehren doch einmal br-tische Geschichte in.unseren Schulen; aber wcßlialb lehren wir sie? Einmal nohl dcßhalb, damit unsere Schüler w it der Geschichte des Judenthums vertraut werden. Hört diese aber mit der Zerstörung des ersten Tempels — his dahin reicht die biblische Geschichte — auf? Zeichnet sich nicht nelmehr unsere Nation vor allen anderen dadurch merklich aus, daß sie sich nach jedem Falle wieder erhob und ein ineues geschichtliches Leben begann? Babel hat! Judäa niedergcworfcn, aber schon unter Eyrus erhob cs!sich wieder zu einem neuen 500jährigen Volksdasein und i ♦ri»h in Jbtefer Zeit Blüthcn und Früchte, die. sür die Ent-! des Judcnthums von höchster Bedeutung waren, j wurde eS von dem stolzen und mächtigen Nom zum - uveiten Vt.ile — man könnte sagen and nach alten Winden zerstreut; wirkendeZllstli»nr-nhangskrast verüiit übern'!. wo ibm Ranm unv tll.uhe geffla ttct war, erhob eS sich aus dem'Stinbe und setzte sich neben die Edelst der Völker. Sollen denn unsere Schüler mit diestm Tbeile .i-isercr G« schichte mcht bekannt werden? Wilde n wir denn nicht bei unserem Geschichtsunterricht «m lmlbem Wege sieben bleiben, wenn wir es unterließen? Rein, die Geschichte des Judenthums blieb nicht bei' der Zeiäötunz des eisten Temvels sie hen. sie reicht vielmehr herein wie demnach unsere Schüler mit l-ekaun! machen wollen, s? m'.'ß - geschehen. ' Allein anßcr diesem bloß äußeren Grunde gibt es noch einen tief inneren D-. H! J'rae lichen Offene arung. Das ist sein in uiwe er Geschichte age. Wenn ihrer Väter msi der ganzen Geschichte ist der Träer der gött- Berus unter den Völkern der Erde. Tie Geschichte Israels ist streng genommen nur eine Geschichte dieses providentrel .n Berufes. Diesen nun uii'cre Schiller tief erkennen zu lasten, ist unsere höchste Ausgabe. Run ist aber grade die nachbiblische Zeit die wichtigste in Bezug and-diesen B> ruf. Die biblische Periode hat uns säst nur den Abfall Israels vom feinem Gotte zu berichten; erst mit dem babilonisch -n Eril tritt eine Wendung zum Besseren ein. Seit dieser Z;it hat Israel mit seltener Treue und unerschütterlicher. Aus daner diesem Berufe gelebt und Siege gefeiert, ans die es mit Stolz zurückblicken kann. Diese Zeit darf selbst dem Sch iler der^Bolksschule nicht verschlosten bleiben, wenn er den Beruf Israels kennen lernen und sür denselben begeifte :t werden soll. Ich gehe noch weiter. .Das ist denn di biblische Geschichtsperiode ohne die nachbiblische? Ein gioßartig angelegtes Drama ohne Schluß, eine Handlung ol ne Zweck. Israel ist auf wunderbare Weise zum Volke de; Offenbarung erzogen undgebildct worden; allein während seines erstmaligen Volksbestandes hat cs nichts anderes vermocht, als alle heidnischen Elemente unter und in sich auszuscheiden. Von einem Durchdrungensein, von «stier Erfüllung -seines. Berufes war nicht die Rede. Dies war ihm erst auf eine spätere Zeit Vorbehalten. Steht nun diel« Zeit mit der vorhergegange»

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