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Der israelitische Lehrer · 1865-06-29 · 26 (29.6.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
26 (29.6.1865)
Date
1865-06-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der Isrselitiselre Ithrtr. Jeitschrist für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrersrandes unv zugleich Ortsan für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Vehrer, Vetzrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. ’ ]\0. 2G. Mainz, den 20. Juni 18l>5. (FC ilnfter Jahrgang.) JB4<fcratUd) 1 Rümmer. Vierteljährlicher Abvnnem nitspreis 27 kr. — >/» Thlr. Bei frankiner Zusendung unter Anzeigen zu 1 Egr. dir Petitzeile. Bestellunzen nehmen all« Postämter und Buckl-andlun Kreuzband lüfcrli*? 12 K en an. ' Mit dieser Nummer schließt das 2. Quartal des „3fr. Lehrer" und ersuchen wir unsere Leier um ungesäumte Erneuerung des Abonnements auf den Postanstalten. Den Kreuzbandabonnenten werden wir me Zeitschrift, wie bisher, fernerhin zugehen lassen, wenn nicht diese oder die nächste Nummer zurückgebt und den Betrag später durch Nachnahme erheben, wenn er uns nicht in anderer Weise eingesendet wird. Mit der nächsten Nummer tritt zugleich die schon angekündigte Erweiterung unserer Zeitschrift ein, die sich je nach dem vorliegenden Stoffe und nach den Mitteln richtet, die uns durch größere Verbreitung geboten werden. Mögen unsere Freunde und.die Freunde unserer Sache für die gemeiniame Angelegenbeit des Lehre Standes thütig fern. Wer auf die Entwickln, g der Schule und des Lehrerstandes in den letzten Zähren zurückjchaut, wi:d dem „Zir. Lehrer" wohl die Anerkennung nicht versagen können, manches Gute und Herrliche anaebabnt und gefördert zu baden. Er wird seiner Aufgabe unter allen Umständen treu bleiben. Diejenigen nuferer geehrten Abonnenten, welche den „Jsr Lehrer" dnrch Buchhandel beziehen, bitten wir. ihre Buchhandlungen darauf aufmerksam zu machen» dap vom 1. Juli au da» Blatt in den Verlag von Lskar Seiner in Leipzig übergeht. Odernheim in Nheinhesten. den 20. Juni lh65. j Die Redaktion und Expedition deS Jfr. Lehrer. Was den Lehrern vor IUcin Uolh lhnt. In Biicfrn an »mm dock>gestkllnn Fr »uni III. Mehr Selbstständigkeit! (Schluß aus Nr. 24.) So beengend für die Hebung des Lehrerstonder, für die Förderung und gedeihliche Entwicklung einer Schule, wie sie den Anforderungen des Lebens der Jetztzeit entspricht, diese Bcvormundung des Lehrers durch Rabbiner und obere Behörden auch sein muß, immerhin oder zumeist haben wir eS hier doch mit gebildeten Männern und im Grunde gesetzlich geordneten Verhältnissen zu thun. Aber in das Leben eines jüdischen Lehrers tritt auch jetzt noch ein anderer Faktor, oft vom besten Geiste beseelt und bestrebt, den Lehrer zu unter stützm und zu fördern in seinen segensreichen Bestrebungen, öfter aber noch eine von jenen Mächten, von denen des Sprichwort sagt, daß mit ihnen — selbst Götter vergeblich kämpfen. Es sind das die Mitglieder des Vorstands und die Stimmführer in der Gemeinde, — Letztere bekanntlich oft Gliedes des weiblichen Geschlechts, — die unhörbar unv im Stillen, , doch mit um so größerer Energie gegen den Lehrer und j sein Wirken agitiren. Wenn Sie, verehrter Herr, heute iü eine der Lehrerconferenzcn treten, die sich im Laufe der Letzten Jahre gebildet haben, und so erfreulich entwickeln.! so hören Sie die meisten Lehrer bei sehr vielen tiefgehenden Fragen, auch wenn sie rein pädagogische sind, alsbald sagen: was wird mein Vorstand, was wiro dessen Ehehälfte, was kann dieser Mann und jene Frau dazu sagen? Erlauben Sie mir hier z. B. nur kurz eine pädagogische, für das jüdische Schul- und Cultusleben »och lange nicht gänugsam gewürdigte Frage zu berühren. Es handelt sich birum, zu entscheiden: wann sollen unsere Kinder anfangen, hebräisch zu lernen? Die Pädagogik hat entschieden: Dannerst, wenn die Kini er deutsch lesen können. Hünderte von gewichtigen Gründen sprechen dafür. Ich will nur einen berühren. Gesetzt auch, das Kind lerne ebenso leicht hebräisch lesen — vulgo oren vor dem Deutschlesen oder zugleich mit demselben, als später; was ist damit gewonnen? Wir können doch einen methodisch fortschreitenden Ueb er setzungsunterricht, der zugleich die Spyachfontzen theilweise zu berücksichtigen

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