Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 24 (15.6.1865)
- Date
- 1865-06-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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1 Kr A-mielilinclie Iekrer Zeitschrift für die gesammten Interessen deS israelitischen Lehrerstandcs und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger ifraelitis Wittrven und -Waisen in Deutschland. IV«. «L. Mainz, den 15. Juni 1865. Jahrgang.) (Fünft Wöchentlich 1 Nummer. Vierteljährlicher Abonnement^preis 27 kr. -- t/4 Thlr.. Bei frankirier Zusendung unter Kreuz' Anzeigen zu l'Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an ■- . >-au,-1-"-L-Ü-11U—B itlirfi 2 fl. 12 kr. Än unsere Lescr und Freunde! Vielfach geäußerten Wünschen entsprechend, werden w.r mit dem nächsten Semester — mit Nro. 27 — eine Erweiterung unseres Blattes in der Weise eintreten lassen, daß wir, ohne Erhöhung des Preises, je nachdem der vorliegende Stofs es wünschcnswerth macht, nionatlich ein- bis zweimal einen ganzen Logen statt bisher ein,n halben geben. Indem wir hiermit wiederholt den Beweis liefern, daß wir kein Opfer scheuen, um unsere hohen Zwecke in würdiger Weise durchzuführen, fügen wir jedoch die Bitte bei: Unsere Freunde und Coltegen wollen uns die Durchführung unseres Vorhabens — die Zeitschrift nach und nach bis zu wöchentlich einem Bogen zu vergrößern — durch vermehrte literarische Beiträge, insbesondere durch recht häufige und interessante Corr»spondenzen 'über Vorkommnisse in Schule, Synagoge undGemeinde, durch gute pädagogische Abhandlungen, sowie auch dadurch eimöglichcn, daß sie sich angelegen sein lasien, die uns noch fernstehenden Lehrer uns zuzukühren und zur Verbreitung unserer Zeitschrift nach Möglichkeit beizutragcn. Die Erweiterung unseres Blattes und oeffen schon jetzt große Verbreitung wird auch die Erweiterung des Jnseratentheils ermöglichen. Wir ersuchen unsere Freunde sich recht sehr angelegen sein zu lasien, daß auch nach dieser Richtung hin das Interesse an unserem Blatte sich erhöht, und die Gemeinden, welche ihre vakanten Schulstellen annonciren lassen wollen, auf unser Blatt Hinweisen, das schon jetzt von dem größten Theile der deutsch-israelitischen Lehrerwelt gelesen wird. Wir werden solche Vermittlung von Inseraten dankbar anerkennen. Odernheim in Nheinhesien. Die Redaktion und Expedition deS Jfr. Lehrer. Was den Lehrern vor Ällem Noch Ihnt. In Briefen an «inen hochgestellten Freund. - III*). Mehr Selbstständigkeit k Hochgeehrter Herr und Freunds Eie haben mich durch die freundliche Ausnahme meiner bescheidenen Lehrerbriese sehr erfreut und ich füge mich um so lieber Ihrer ehrenden Aufforderung, die Fortsetzung derselben zu bieten, da Sie damit nur einen dringenden Wunsch meines eigenen Herzens ausgesprochen haben; pvo 'v oi'-np 'a — Der drängenden und berechtigten Wünsche der Lehrer sind noch viele, und noch viel muß geschehen, um denselben gerecht zu werden. Warum wir im Allgemeinen stille sind? Warum wir diese Forderungen nicht immer und immer wieder erneut vor die rechte Schmiede bringen? Mein Gott, wo ist die rechte Schmiede? Und dann, Sie wissen ja: n»p miayDi nn -ispc rwc 'px ly?» xs>i *) ' IVaii vergl. Nro. 11„ 11 u. 15. d. Z. I Niedergedrückt durch Arbeit und Entbehrungen, durch Sorgen und Befürchtungen aller Art ist jener gesunde, frische und freie Much den Meisten abhanden gekommen, der I sich hinwegsetzt über das kleinliche „Anstößen." — Und dann, j wo sollen wir sprechen, wo würde unsere Stimme gehört?! Lasien Sie, ich bitte Sie, wenn ich insbesondere in! meinem heutigen Schreiben etwas bitter werde, diese Biti terkeit nicht als zu herbe und unberechtigt erscheinen) indem Sie mir so manches Erfreuliche entgegcnhalten, .was in jüngster Zeit in einzelnen Gemeinden für einzelne Lehrer geschehen ist; das sind eben Ausnahmen, die die Regel nicht umstoben und diese Lehrer und diese Gemeinden, schrieb mir ein edler und geistvoller College, sind nwcpn v3 rap a^ya lxaajr nna-a;o. Erlauben Eie mir hiergegen, Ihnen einige andere Beij spiele aus der allerjüygsten Zeit zu bieten; Sie werden | dann die Schlußfolgerungen meines gegenwärtigen Schrei-! bens um so besser zugeben müssen. Diesterweg sagt irgend-! wo: Grobheit ist zuweilen Pflicht — es ist das eine Wahr-