Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 22 (1.6.1865)
- Date
- 1865-06-01
- Page
- Seite 86 (sequence 2)
- Language
- German
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86 dazu, entgegnete der Erste. — Noch mehr verfehlt, rtef jener wieder, bei Sauerkraut ist schon viel zu viel. — Ei, dann nehmen Sie eine Handvoll davon, so wird.'s recht werden. Erscheinen jene Anforderungen nicht so unbemesien und unberechnet, als könnte marr in der jüdischen Elementarschule über Zeit und Umständeunbeschränkt gebieten, mit Zahl und Maß der Lehrgegenstände nach Belieben verfahren, wie mit einer Handvoll Sauerkraut? Sollen alle unsere Trivialschulen"—' und das für Mädchen wie für Knaben — hebräische Schulen, d. h. ihr Hauptunterrichtsgegenstand Hebräisch (wie in den Lateinschulen Latein) sein, oder haben wir Elementarschulen, meistens'dem vom Staate vorgeschliebenen Lehrplan unter stellte Elementarschulen, in welchen blos unter gewissen Modificationen und Accomodationen aus triftigen Gründen auch Hebräisch gelehrt werden muß? — (Schluß folgt.) Receuflonen Ein uns zugekommencr „Jahresbericht über die jüdische Gemeindeschnle zu Thorn" gibt vom wacheren Streben unv Fortschreiten der bezeichnetcn, erst wenige Jahre gegründeten Anstalt rühmliches Zeugniß. Die Schule besteht aus einer Elementarschule, in welcher die Kinder für höhere Schulen^ insbesondere das Gymnasium (bis zum 10. Lebensjahre) vorgebildct werden, und einer Religrons'chule, in welcher ein tüchtiger R-ligions- und tüchtiger hebräischer Unterricht „von Herrn Rabbiner Rahmer-vls Dirigentm und den L.brern Gutherz und Lohn e theilt wird. Tie Knaben lernen Pentateuch, einzelne Stellen aus Jr'äias, Sprüche Salomons und so r'ort und der ganze Unterricht ist darnach angcthan, ein kräftig geb.ldetes jüdisches Bewußtsein in den Knaben zu erwecken, was den Gymnasiasten in vielen, anderen Gemeinden fehlt. Tie Mädchen haben nur Gebetübersetzen. Die Elementarschule zählt 50 Schüler, die Niligions'chule :77. — Als (iurioium dürften wir aus ,dcr Schulchronik antübrcn. daß das Provinzial SchuIcollegium in Königsberg aus die; Bitte „die jüdischen Gymnasiasten und Realschüler während der beiden Tage des Wach.nfestes. vom Schulbesuche zu entbinden," einen Bescheid dahin ertheilte: Tie Entbindung vom Schulbesuche kann sich nur ans die Feiertage alttestamentlicher, nicht aber auch aus die talm.ueischer Einsetzung beziehen, also ab schläglich bezüglich des zweiten Tagest Was weiß das Schulcollegium vog Einsetzung (?) silbischer Feste? Wie kann diese Behörde zwischen „biblisch" und „talmudisa," unterscheiden? Waren die Herren — Mitglieder der Rabbineroersammlung in Frankfurt? Wer hat ihnen die Befugniß und Kenntniß zur Entscheidung jüdische religiöser. Fragen gegeben? Hätte der Herr Schuldirektor gegen dreien wahrhaft curiosen Bescheid n-cht den RecurS ergreifen müssen'?.— Nicht nur des Feiertags^ 'andern auch des Princips. Willen I Drei Bücher deutscher Dichtungen, von Albi echt von Haller bis auf die Gegenwart. Für den Gebrauch in Gymnasien, Seminarien, Real, höhere Bürger-und Töchterschulen von Franz Knauth, Rektor zu Mühlhausen in Thüringen. 3. Auflage.! Halle. Druck und Verlag von Otto Hendel 1861. (1 Thlr) Eine sehr reichhaltige und gut geordnete Auswahl aus den besten deutschen Dichtern, mit einem literaturgeschichtlichen Ueberblick. Im Verhältniß zu dem, was geboten wird, ist diese gefällig gebundene Auswahl sehr billig, und der Verleger trotzdem bereit, bei Einführung in größeren Anstalten einige Fxeieremplare zu bieten. Das Lehrer-A-B-C gewidmet allen Lehrern, deren Freunden urjd Förderern der Volksbildung von A. Tren. Preis 5 Sg i. Brilon 1865, Commissionsverlag von M. Friedländer. Wir empf'blcn die erquickende Gabe unseres Freundes und Mltardeitc is allen Lehrern zur Erholung und Kräftigung. a) Ausfübrlick e Lehrstoffe für den gesammten deutschen Sprachunterricht in Volksschulen. 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Wie wir si eben re »ommen, wird den Israelit n der Beste des b.iligen Landes v rdechen a'ereswirv an diese V rbe ßi.nq "" ““- “'nüptt: Israel solle sit> ro n Götze'-dienste lerne tie Ureinwohner des Landes ero.eben waren. , göttlitfe r Kcnnkniß *cr olwaltmden VerbL r- ,, .. . t .lirael teil so oft rer Göhendi nst unlcrsa.it. Huren sie ja .iadibund.rte" lanz unter den ^gnplern, einem Bote g lebt, drs zu den ceditresten ces Ateithuls gezählt dess n Bilkun, gwß nickt ohne Ewfluß aus li b n. D.n B weis vierfür bab n wir in dem werden konue, d e J'ra lite, ge Verständniß, welches sie bei der Anordnung Gottes, daS Stisls- I *) Dir g nun n dem Dunscke einiger unserer Leser, indem wir I zuweilen P etigt n auf.ielnien. Bei der dcmnä.bst zu erwartenden 1 we terung ua eies Bl. ttcs hoffen wir dies noch öfters als bisher qe- > »weben zu thun. — Reo.