Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 21 (25.5.1865)
- Date
- 1865-05-25
- Page
- Seite 83 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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83 'Wfeu bald Den geebrten Lehrer mit dem Inhalt bekannt zu MMlben. Die Entwicklung der isr. Sckule greift durch, und in den Gsmeinden, wo der Chafldismus den Boden verunreinigte, jLten wackere Männer der Zeit den Boden von Unkraut so, daß wir der Zukunft mehr Zutrauen schenken. Die Idee eines isr. Lehrervereins ist gefallen; denn die Ptsige Behörde ist für die Schaffung einesolchen nicht gewillt. Ehäjim Pollak, Religionslchrer. u IN ( d) o u. — An die 1? früher angedeuteten Pensionäre des Unterstdhunzsver.'ino sind vorige Woche die erste PcnstcnSraten ab- «eganaen. Mittlerweile bat sich die Zadl derselben vergrößert — tn der Nacht vom 1. auf den 2. Mai slaro in Segnitz bet Marltbreit in Bayern oer ReligionSlehrer Oberndörier, Mitglied des LereinS, unter Hinterlasssung einer Wittwe »nd dreier Waisen! — — — — Auch ein hessische- Mitglied ist krank geworden und wird wohl demnächst sein.» Dienst quittiren müssen. So stch.'n wir denn bereits mitten in unserer aeliven W'.rk'amkeit und gerade das erhöht unsere Energie. Welches G ück, im lliainen von so vielen Eollegen hie w n gen L b mktage e nes verdienten Eollegen versüßen und KLittwen und Waisen helfen zu können. — Um so mehr müssen wir auch die Tchätigk it u j.-r r Eollegen berausfordern/und wenn auck n"2. trotzd m im Ganzen die Spenden verbällnißwäßig sehr unbedeutend waren, wir dock nach den Statuten die Mittel besitz m, einem Jeden dieser Bedürfrigen crne bescheidene, doch den meisten Staatspensionen ganz vertzältnißmäßrae Pension zu bieten,-ohne weder den Re'crvefonds noch den eisernen Fon^s on'.uta'ten.-,odü-'i-nwir doch hiermit nicht rasten, sondern müssen.! a7ben In'den letzten I Ihren war sort und wrt all-Krä'te aufeieten, um unser Unt,rt-:m'n über , ^chterli-en Schicksalsscksiä en sckwealle Gerabren hrnweazuhebm. W.r dursew aus diesen Grunde» > ^m:x unö balt| um oon'diesen enget wohl auch dce wiederholre Brite ausipr.chen, daß dre noch mit —' —.^.v. ihren Beiträgen zurückstehendcn ang,-meldeten M tglreder diese! r-mgeheno einsendcn, ebenso wie Diesnigen. die Nock ihre! längst empfangenen Jabr'.ücke.' nicht bczablt haben.*) Wir ba ien es j dock für aeb-ken, d e Inter.ssen unserer Mit-, glieder euck darirrzu wad-en, daß wir iväter den Antrag itelsen, bereits kranke und sedr alte Mitglieder nicht mehauf unedmcn, damit I Lässige, Selbstsüchtige und InBss-.-rt.nle nicht u.it d.m Eintritte; tög-rn. bis sie bereis Ansprüche ^uf uu-ece Hilfe zu mach n baren. Mögen daru unsere Eolleger. sich reitig poriehen und eintreken, da > lei später d r Eine.tli jed.niaU' erschwert wird. Ins>.cso >i c:e aber . I: bitten wir wiederholt »n."- dringend, im Laufe dieses Sommers, d-eBildnng der siatut-risckcn Bezirksccmitd-s ernsllickir >-el ---. -e'.Oliv en iiocratt eie recht.» Man: >ü sich an :ie Spitze sielten Zusammenkünfte halten k. — _ In» Bar s starb d.r Oeerrabbrner de: Emtra consistoriums, Herr UU:> am. Am Ü. fa-id das L iDende„ä,,gniß -:ait. Der Leichenzug bestand aus ung -ähr 2u •<) Personen; es waren jedoch nur Iu'cn, -nd weder die'Berördea noch d.e 01 at onalgetragen. Die Zahl der Rabbiner im Drnate belcef fich auf achtzehn. Alle Pariser Israeliten von Beheutuuq waren anwesend. Die portugiesischen Juden, wie MirüS, Pereire u. A., wohnten dem Leickenbegängniß nicht an. Auch Eremieur fehlte. Auf dem Kirchhofe, der von dem christlichen getrennt ist, anzekonnnen. wurde über eine Stunde gesungen, Reden gehalten -und Klagelieder vorgetragen. Bor dem Kirchhofe standen viele Israeliten, Frauen und Männer, welche lasen und beteten. Von den Frau.-n betrat jedoch keine einzige den Kirckbof. Cohen (von der France) hielt eine Rede, worin er das fromme Leben des Verstorbenen pries, und die hob: Stellung, welche die Israeliten in Frankreich eivnehmen, hervorhew. Die Polizei trat sehr scharf auf * (K. Z.) J (Sebr verspätet.) — Wir bedauern die Kunde von temschon vor Moncen erfolgten Hinscheiden des verdienstvollen und wacker» Lehrers Leopold Hofyeimer aus Kappel »ei Buchau am Federjee mittheilen zu müssen. Der -Mann hätte eine rechtzeitigere und eingevendere Bcsvreckung verdient. Hatte er ja an dem Erkrästigen dieser Zeitschrift den innigsten Äntheil genommen, und so einen klaren und denkenden auf idaS Ganze gerichteten L.-Hrerstnn gezeigt. Der erste Jahrgang dieser Z itschrift enthält den Anfang einer gediegenen Geschichte der jüdischen Sckule zü Würtemherq aus seiner Feder, die lnider wegen Thetlnahmlofizkeit der würtemberg'schen Lehrer für uns-re Sacke nickt fortgesetzt werden konnte. Das umfangreiche Manuskript liegt jetzt nock in unserem Pulte. Picll.icht wird einer unserer College« in W. Beranlasfung nehmen, dasselbe de 'Defser.tlichkeit zu üoergeben. Außerd.m ist er der Herausgel--r zw ier verdienstvoller Schriften, 1) das Gebet, em Athmenhol n der Seele (nebst e ner Gebetsammlung) und 2) die gekrönte reisschrift: Aller Unterricht in der Bolksschule sei rOigiöS: Neide Schriften, die von großer Belesenheit, edlem Streben, gediegenem Wissen und frommem, goltinnigem, beinah: zu weichem Gemütye Zeugn-ß sd'rselre van harten, ja h.'imgefnckt — — zu engelUeichen Gemüthe ertragen;u werden. Friede seiner Asch: und Zhre seinem Angedenken? Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelctiscker ^'edrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen Spende Gei. ku-b Sckulsrminarisi (Bravo!) Kob .r er in Bölk rsleier bei Hammeckurg rn Bagern: Mich. Frank n. 1; Samuel Stern fl. I. i-> kr. (cnel. sen Bels Ber mann st. I; it W. Stern ft. St rn fl. l; W. I. S:ern i^ kl F:i>t H. Bergmann 2i kr; S. Ring 24 fr.; Mo-es Rödel'.eimer 24 ir.; tw. fl. ü. -!!> kr. (incl. Betr. i -r ein Jahrb.) Ges durch Hr :. IL erer S. nneberg >n Eamb.rg (die säncmtlichen ^etcbued i.nd 21 ickrisraelitcn*): n Deutschland. .g ei res Fahrb ); M. L.; Abr, R ng fl. I; Wtb.; M. Bergmann 30 kr.; 24 tr.; Pi.reb Bergmann ') Wenn wir auck schon efie-e lA.l»genl>e.r eatcen, hier lSaden unserer buman vcnkendin christlichen Zcktgenosicn zu verzeichnen, so ist vvch c'iesc Liste rin so überrasch-nver une lool-ltoucnt.-r Beweis edler «Besinnung, vast wir nicht umbin kminen — nickt unseren besonveren seht: sich der Lerrenzua nach dem Kirwhose Montparnasse in! Dank hier nuszu'prechen; vas wäre fn zu gewöknlicher Ausdruck für .U--- rrv._ i>;.- " n?urt>c vpn zwei i u.nitr ^iühl und Denken bei dits.-r rAelegenbeit, sondern — uns glück» »iirhu m« »-«« l>ch -u preise», rast Gott UNS eine io Li itit'bat erleb'» lasten, wo der B a"o n ° V' Rotb' ckilUst sta V P nd NnSn.ch l fo>tichreitende Menichengeist die «Nieder der verschiedenen Lonf-sfionea -C2 VN v. .tzotv cy.IV, Gnsiao Ha vhiN. E n Bcer und Lnsplch! de, vitb( und Wmbichästung verbLdet: wo di. Besseren und Best.« s gleichnrästtg überzeugt sind, vast nicm relig-öser Aanatisinus und bock» müthige Selbstgenügsamkeit, ionderw wahrhaft buman« und sittlich - rcgarde rertret-n. In die Sr-nagofanden ebe isallS nur Ja -:n Zulaß- 'Nachdem der Obeirabosyer oon Paris ein: lll:be gefcalt:n_mO dre übrigenr--!igiösi:n Formalüäken erfüllt halte, seht: sick der Lerrenzua nach dem Kirwhose Montparnasse in Bewegung. Der L ickcnwagcn trfttc Elasse wurde von zwei Pferden gczv'.en. Tie Z prel des.L.ichcntuches wurden von dem *> Die erst vor wenigen Wochen versendeten können natürlich bicrbci nicht gemeint sein, unv stellen wir solche tn den nächsten Rechenschaftsbcricht. ligiije Bildung Aller das Z el der Diens rbeit ist, wo die.Besseren und Besten — und diese läamberger Bürger geboren sicher;u diesrr Menschen-