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Der israelitische Lehrer · 1865-05-18 · 20 (18.5.1865) · p. Seite 79

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
20 (18.5.1865)
Date
1865-05-18
Page
Seite 79 (sequence 3)
Language
German
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1 Verwirrung an, wich aber bei unserer Verbindung durchv MS nicht zu befürchten steht; denn: k „Seibf können ineinander greifen, ‘ [( 'S Eins durck s Andere gedeihen und reifen." » War schließlich das Unterrichten bei genannter Affociation t Mber anlangt, so ist dasielb« allerdings schwierig und bedingt vor Allem eine gründliche Präparation des Lehrers. o,,Gr muß hier ganz seine- Stoffes Herr sein, weil er überiqll erzählend (nicht aus dem Buche vorlesend) vorgeht, wie 'tz^nn auch gründliche Präparation zumeist für alle Lehrob- "Ücte entschiedenes Erforderniß ist. Darüber sagt Dr. r Lange von sich : „wohl präparirt betritt der -Mbirigent am Morgen seine Werkstätte," und Diesterweg -Wnpfiehlt: »Kv Bearbeite, studire den (vor zu trag enden, zu ent- »krickelnden — zu lehrenden) Gegenstand nach allen seinen «-«heilen und in seinem ganzen Umfange:" und an einer 'k Mderen Stelle: :F>i- „Gewöhne Dich an eine bis rn's Einzelnste hinein- . Gehende Vorbereitung oder Präparation aus jeden einzelnen t' Abschnitt und jede einzelne Lection I" > r Während des Unterrichts selber vermeide man auch S; hier, wie und wo es nur angeht, jede Benutzung eines ge- >, Druckten Leitfadens; denn die erfolgreiche Wirksamkeit in i, der Schule hängt hauptsächlich von der genauen Bekannt- <1 schaft mit dem Lehrstoffe, vom Hellen Bewußtsein und der : Karen Einsicht der ihn umgebenden Verhältniffe ab." rN . i ... ’ ' '1 Correspondenz. wie jener Heidenpriestrr in Rom meinte: es lacht Einer über den Ander« ob der gegenseitigen Selbsttäuschung. Ein allerh. Resceipt vom 14. April d. IS. hat einem Zn» stand der Zerfahrenheit unsere- ReliaionSschulwesenS noch recht» zeitig vorgebeugt, den der allerh. Erlaß vom 29. Juli 1888 zu erzeugen für aeeignet erachtet wurde. Nach dem letzter« war nämlich die Ansicht vielseitig geltend aemacht worden, e» sei die Jnspection der ReligionSsckulen den Rabbinern allein über» lasse«. Dem schient jedoch gehabter neuer Erlaß einen.Riegel vor, denn er erklärt, ei habe in diesem Stücke Allebei frühere» Anordnungen zu verbleiben und die Prüfungen rc. seien unter Aufsicht und Leitung der Drstriktsschulinsp.ction vorzunehme». Dir Bäume wachsen also hier auch nicht in den Himmel. Es wäre wohl zeitgemäß, Seitender Rabbiner und Re, ligionslehrer bei den dermalen versammelten Kammern um Aufbesserung ihr r Verhältnisse aus Staatsmitteln zu petitioniren. Allein di» Herren sind einmal nickt auihrer Lethargie zu bringen und der Einwand ist auch nickt unberechtigt, ewürde» wahrscheinlich Seitender frommen Partei al-bald Gegenpetitionen einlrufen, au- Furch:. eS könnte der Staat ordnend in unsre zerfahrnen Schul- und Synngogenverhältnissen eingreifen wollen. Schritte in bezeichnrter Weise möchte» aber schon im Allgemeinen rathsam erscheinen, weil wir, außer in gewerblicher Hinsicht, von einer wirklichen Emancipation, und sei eauch nur auf dem Papier, en.fernter als alle unsere Brüder in den deutsche« Landen sind. Auch die isr. Schullehrer sollten sich gegenüber einer in Aussicht stehenden neuen Schulgesetzgcbung rühr.n; ekönnte» leicht Verhältnisse festgestellt werte.,, die uns rm Interesse nicht genügen untd Rückstauen obwalten, die w.r nicht genommen wünschen. Dazu gehört aber der Muth einer kleinen That »nd es erheischt ein kleine- Opfer an Ze t und Geld, dessen die Wenigstenfähig zu sein scheinen. Kr. Bayern, Ende April. Rabbiner Bamberger »n Würzburg hat für „sein S-minar" ein Haus in der Stadt für 16,CkÄ) fl. Mngekaust,, worüber große Freude in den Zelten Juda'S herrscht. Dagegen bar die fromme Parthei in der Nicht wähl seine- Mohärs zum Rabbiner in Kissinge-r, trotz aller in Bergung gesetzten Kräfte, eine entschiedene Niederlage erlitten, an will zwar darob etwas Weniges niNm ya gehen, wird tr nichts fruckten. Die Gemeinden sind einmal mündig qe» . g, einen wissenschaftlich gebildeken, mit Rednergabe ausze- Statteten Rabbiner zu prätend.ren. Herr, Bambcrger muß doch x«nmai eiufehen, wie er mit seiner Prinzipienreiterei am Ende hoch den Kürzeren zieht, indem er einem geregelten Studium die Anerkennung verweigert; will er uickt seine rabbinische Nachkommenschaft in Gemeinden nur untergebracht sehen, die wie .Dfifchach, keinen UV haben. Wir fürchten oder vielmehr wir hoffen, . es wird ihm mit seinen eigens fabririrten Lehrern, die beispielsweise alS künftige Vorsäuger keinen Unterricht in der Musik erhalten, einmal nicht bester gehen. Den direkten Schaben werden % -ber die erfahren, welche nur der empfangenen Unterstützung .Möillen den Besuch eines pädagogisch und musikalisch bildende.: . Mllg. königlichen Seminars hintansetzen Die Gemeinden aber. ^»Delbst oft solche, welche mit den Bestrebungen B.'S in so weit »Ms sie und ihr Leben angeht, nicht sympathisiren, ja in Wider- , Mgpruch stehen. aber gleich vohl ibr Geld zur Heranbildung M „frommer Lehrer" so reichlich spenden, und die Rabbiner und >- -Lehrer, welche m noch größerem Widerspruch mit sich selbst » - diese Sammlungen begünstigen u.,d befördern, helfen in Israel girren faulen Zustand fördern, in dem man, wie in einer anderen Kirche, überall den Schein der Bekenntnißtreue zur Schau trägt, im Innern aber ihr entfremdet ist. Am Ende gcht's uns noch, u m s eh a u. AnS Kurhessen wird uns^gtschrstben: Einen der Unseren wom besten Schrot und KornsvLehi^ Stern zu Frankenau in Kurheffen, bat, nachdem er vorherviel durch Krankheit gelitten und den größten Theil se>nes/GehalteS dadurch verschwinden sah, ein neuer Schlag getroffen? Am 24. April c., Abend-, brach zu Frankenau nämlich Feuer aus, taS den ganzen Ort, mit Ausnahme weniger Gebäude, niererbrannte; die vor 1z Jahren neu erbaute Synagoge sanmt der Lehrerwohnung wurden gleichfalls ein Raub der Flammen uns Stern rettete nur, was ec eben am Leibe trug. Ein recht strebsamer, noch unveryeiratheter junger Mann, hatte sich derselbe «ine schöne um» fassende Anzahl von Büchern während seiner Amtswirkunz verfckafft, die er nun am meisten bek agt. Gewiß sind manche unserer Eollegen bereit, mitzuwirken, daß dem braven Eollegen wieder eine Büazersammlunz verschafft werde. Ist cs ja gew ssermasse» unser aller Intereffe, daß die Strebsam.» unserer Eollegen nicht in ihr.r Fortbildung und Erkräftimiz gch'wmt werden! Wer daher ein Buch zu entbehren hat — send: es an H rr.n Stern; — wir werden demnächst eine kl ine Auswahl ab geben lasse.:, und sind gerne bereit von Umwohnenden Gejmcnke —- natür.ich nicht werthlose alte Schart.k.n, sondern D’-n D’O, lebenskräftige Gcistesnahrung — mitzudeförüern. — V r.-angenen HD2 'rv ’y'afrstarb Herr Lehrer Kunrcuther in Biblis und wurde n"x zur Erde bestallet. Er war ein Mrnn» der durch Biederkeit seines Charakters, durch seine große Bescheidenheit bei der Fülle ferner Kenntnisse (im Tal-

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