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Der israelitische Lehrer · 1865-05-04 · 18 (4.5.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
18 (4.5.1865)
Date
1865-05-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der SMeliüsrke Iekrer. Zeitschrift für/die gesummten Interessen des israelitischen Lehrerstandcs unv zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-! Wittwen und -Waisen in Deutschland. tsl'üokrer Jahr« K°. 18. Mainz, den 4. Mai 1865». a®g.) Lickentlich 1 'Kummer. Diertelj i Slrueigm iSrlldfT Abonnement-prei? 27 fr. 1/4 Stfilr. Bei fronfirtcr Zusendung Unter Kreuzband jäbrlich 2 ,u 1 Sgr. die Pktitzeile. Bcliellunzen nebmen alle Posilmter und Buchhandlungen an. fli 12 fr. lieber die Verbind« mit dem geschichl VolS ng des geographischen lachen Unterricht in der sfchule. Von W. «i f mt in Treis a./L Ehe wir zur Aussührimg obigen Thcma's übergehen, finden rv.r es für nötbig, das Folgende vorauSzrffchicken: Im Jahre 186.», vohntcn wir einer Ccnferenz christlicher L'brcr, welche , nch von jüdischen b> sucht wird,, bei, wo gerade ein israeli ischer Lchr<r „über die Derbindung der sogenannten Ne ilicu in der Volksschule" eine Konferenz - Arbeit einlicser e, welche nngetheilten Beifall twtUu. „Eine Verblneusg lämnliiicher Realien in der Volksschule" können wir indessen unsrerseits nicht befürworten^ weil dadurch t) wegen der zu großen Reichhaltigkeit des zu behandelnden Lehrstoffes 'leicht Weitschweifigkeit und Verwirrung in den Köpfen entsteht und diese dann zur Folge haben, daß keines der hierzu gehörenden Objecte eine gründliche Durcharbeitung erfahrt, und weil 2) eine der artige Verbindung, unseres Dafürhaltens, weniger in der Natur der Objecte begründet liegt. Angeregt durch die sonst vortreffliche Arbeit jenes Referenten, versuchten wir schon seit geraumer Zeit eine Asiociation der G.ographie mit der jGcschichte in unserer Schule zu bewerkstelligen und erzielten in der Tbat so erfreuliche und fördernde Resultate, daß stur eine Pflicht im Dienste der Sache zu erfüllen glauben, wenn wir in Nachfolgendem unsere Ansichten und gemachten Erfahrungen über die Nothwendigkeit, Naturgemäßheit, Zweckmäßigkeit, Art und Weise und Möglichkeit einer Verbindung des geographischen und geschichtlichen Unterrichts in der Volksschule eingehend besprechen. Wir maßen uns durchaus nicht an, jene Verbindung, beziehungsweise das Wann und Wie derselben eigene Komposition, oder sie neu zu nennen; denn schon die Koryphäen der Pädagogik (Tiesterweg/im 2. Bande seines „Wrgweiser's") nennen die Geographie „ein Associations-Mittel," und finden demzufolge Associationen sachlich - verwandter Lehrobjccte für nothwendig und zweckentsprechend; nur das versichern wir, daß wir überall unseren eigenen Weg ein'geschlagcn, unserle eigenen Erfahrungen mitgetbeitt und indem, was Eom dination und Anordnung über das Wann und Wie des Unterrichtsstoffes anlangt, durchaus stlrstständig gedacht und erhandelt haben. — Noch bemerken wir gelegentlich, daß wir au» Befragen Freunden Mitthalung über unsere „Methode" im geographischen und Geschichts-Unterrichte macktcn unv sie zu unserem Verfahren, und zwar wie diesell>cn zug estvnden, mit Erfolg angeregt haben. Was die Einkleidunc unserer Ideen anlangt, so geben wir diese Preis; sie falbst, die Ideen, werden wir aber so lange festhalten, bis wir eines Bessi-rcn belehrt sind. -! Ein Hanptübel zur Erreichung eines lohnenden Resultais ver dem Unterrichte in der Vottsichule ist ledeufalls der Mangel an Zeit. — Dem Volksschullehrer sind eine Masse von Lehrobjcctcn überantwortet und er oll und will sie, sobald das Kind sein l4. Lebensjahr überschritten bat und somit die Schule verläßt, doch zu einen gewissen Abschluß den Zöglingselber aber im Wissen und Können und in sittlicher Bildung zu einer gewissen Reife g. bracht, ihn befähigt haben, sich am praktischen Leben gehör germaßen zu bethciligen. Je höher nun der Grad der erlangten Reife, der 4ntcllectueUcn und sittlichen Bildung war, den der Schüler sich errungen, eine um so lebendigere; rationellere und nützlichere Behelligung steht zu erwarten. Will man aber die Anforderungen an das Individuum derart stellen, d. h. sich an der Entwicklung lind Versittlichung seiner Mitmenschen in möglichst hohem Grade betheiligen und diese in den Stand setzen, sich selber inriner mehr zu vereisten, so erfließt hieraus eine berechtigte Forderung', die nämlich: dem Schüler während seiner Schulzett Mittel zu bieten, vermöge welcher er befähigt wird, an seiner menschlichen Bestimmung niit Erfolg, mit Ernst und Würde zu arbeiten. Es bedarf hier wohl keiner näheren Ausführung und Beweisführung, daß die Volksschule es ist, welche die Bestimmung hat, das Individuum auf jenen Grad der Verstandes und der sittlichen Bildung zu stellen; auch das ist klar, daß sie das hierzu nölhige Wissen und Können, die Fertigkeiten, welche dazu gehören, an- und erstreben soll- Wenn dies aber wahr ist, wenn der Volksschule eine so

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