Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 11 (16.3.1865)
- Date
- 1865-03-16
- Page
- Seite 44 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— - 44 rgäazend da (in, wo die Dereinsmittel nicht auSreickten. Portec.iller, Bäcker. Schuhmacher waren die am meisten gesuchten Gewerbe. Die Einnahmen des Vereinbeliefen sick auf 5627 fl., dir Bestreitung der'Kosten, für die Zöglinge auf 4196 fl. Kaffes, 1. März. Schon am 8. Juni v. I. stellte der Falkenheiner in uns»rer Ständeversammlung den Antrag: „ Die h. Etändeversammluna zu ersuchen, die im §. 14 der Verordnung vom 14. Mai 1816, lerw. im 8- 31 der Verordmog vom 29. Nov. 1823 enthaltenen Bestimmungen, sowie da» Aulschreiben de» EtaatSmmisteriumS vom 30. Der. 1828, die Annahme ausländischer'Juden zu isr. geistlichen Aemtern, gewerblichen und häuslichen Dienftn betreffend, zu befeiligcu.' In den erwähnten Verordnungen ist es nämlich verboten, ausländische ^>uden al» Rabbiner, Lehrer oder Kirchendiener, HandlungSdiener oder Lehrbur'chen, so wie zu GrwerbS- oder HauSdiensten (mit Aut nähme de» Arbeiten» wandernder Handwerksgesellen in inländischen Werkstätten) anzunrhmen. Den Christen ist jene Contravent'cn unter polizeilicher Abndung, den Juden unter ei er Strafe von 400 bi» 300 Thlr. neben Ausweisung deS be : essenden Autläuders untersagt. Mag immerhin die Praris dahin gekommen sein, daß diese Verbote nur noch die -.nangerehme Nötbigung zum Eibholen obrigkeitlicher Erlaubniß (die na'ürlich im Stempel auch noch bezahlt Merden muß) enthalten mögen, so leuchtet dock ein, dß sie mindestens in unsere Zeit nicht mebr passen. Der RrchlSpflegeauSlchuß, der über den Falkenbeiner'ichrn Antrag mrnmebr durch den Abg. Henkel Bericht erstattet bat, hat sich.'darum auf dies eine Mctis beschränkt, um damit die Annahme deS Antrags zu empfehlen: „Hohe Stratsregiervng zu^xrsucken.'zur Beseitigung k»r ncL brstehendeu Beschränkungen der PrivätrecbtSsähigkeit ausländischer Juden eine Gesetzvorlage an die Ständeversammlunz gelangen zu lasse i." Die Kan me bat den Antrag cinstimm'.g angenommen. (F. I.) — Ein Erlaß deS CultuSMinisteriums betrifft d:e Ausstellung von Lehrer-Prüfung--Zeugnissen mit Rücksicht aus dic mfessionelle ^.ualisication Ser Candidaten. Die bezügliche Verfügung , welche bereits'in öffentlichen Blättern erwähnt worden ist, lautet ihrem vollständigen' Inhalt nach: Dem k Provinzial Schul-Collegium eröffne ich ans den BerichrvnO 3. Der. v. I , daß -die Prüfung istdaS Schulamt icht den Zweck bat, in'confefsioneller Beziehung die Kategorien der Schulen zu bezeichnen. an welchen d>e Geprüften zu u>-ter- -üchten berechtigt sind, sondern nur, deren V.ualisical-on für cas Lehramt festzustellen. Die. Zulassung mt Anstellung oder;ur Beschäftigung cm Sckulen mit Rücksicht aui d:reu con'eisiorcllen Charakter und dir co iefsionelle Stellung des Candidaten 'st Sache der Schulverwaltung und Aufsicht. Cs widerspricht Labe: eben so wohl die-tm Grundsatz, als der von dem königlichen Prcvinzial-Echul-Colleg um selbst zu Anfang des Berichtes dargelegten Auffassung, wenn daS für. die Anna N. ausgestellte Prurungszeugniß diese als für den Unterricht in „jüdischen" Töchterschulen befähigt bezeichnet. Dieselbe ist nach dem Ausfall der Prüfung für. den Unterricht in Töchterschulen überhaupt befähigt; die anstellrnde oder beaufsichtigende Behörde wird verkommenden Falls zu bestimmen haben, ob und in wie weit die rr. N., als der jüdischen Religion angehörig, auch zum Unterricht in christlichen Schulen zugelassen ist. Hiernach ist taS Zeugniß abzuändxrn rc. Berlin, den 11. Januar 1865. Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten, v Mühler. (Am End« wird die betreffende jüdische Lehrerin doch weder an einer öffentlichen Anstaltangestellt. noch an einer uichtjüdiscken Anstalt geduldet. Red.) Verein zur Unterstützung ^5. hilfSbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-7' Wittwen und -Waisen in Deutschland. > - Spenden: Durch Herrn Lehrer Rohrheimer in Trebur: Mayer Ma daselbst fl. 2. 24 kr.; I.Hiffelsheimer 21 kr. — Leopol) Da u. Comp, in Frankfurt „zu Purim" fl 5. — Ges. durch Her I. Wolf a. Büren: G. Aronstein 15 Sgr.; I. Mebler 5 <Sar.\ H Aronstcin Thlr. 1; D. Klestadt 15 Sgr.; A. Arcnficin üj Egr.; S. L. Sternau Thlr. 1; S. Klesiavt Wtw. 5 Sgi^A?. Kroncnberg 5 Sgr.; E. H inemann 5 Egr.; Summa Tbbs 5 Sgr. (st. 7. 17 kr.) — Ges. durch Herrn Heß in Flöii verm, bei einem Festesten des dortigen Wohllhätigkeitsvercip st. 2. Gesammtsummc: fl. 17. 2 kr. M i t^I^ ederbeitrag: 4) Js- Lehmann in Großzimmern; 21 Rohrheimcr Trebur; 3) Sinsheimer a. Bühl in Baden; 4) Cantor Traub Zusammcn fl. 14. Reue Mitglieder: 237) Dr. Adler, Landsrabbiner in Kassel; 238) Prof T7 4 Wessely aus Prag (als Ehrenmitglied); 2)9) Tr Jareczewßh^ in Erfurt; 240) Sonneberger in Camberg; 241) Srgmw Lichtenstein in Hechingen; 242) Heinrich Blank in Geisa; 2P H. Hecht in Aschenbausen; 244) Japhet in Goslar; 245») G« k.nd zu Zieren! erg; 246) M. L. Dachauer in Thatmöisinza^ 247) HcrzsOd in Wittlrch; 218) Bloch in Emmendingen. Das in dir. 5 aufgeführtr Ehrenmitglied, Herrn Fabrik»! Holländer, ist auS Leobschütz in Ober-Schlesien. — In der Li» in Rr. 8 wurde der Beitrag von 23 Mitglieder irrthümlich ück mit sl. 98 mit 84 aufgeiüh't; tcsgleia en von Ka:n in Hol» bauien statt sl. 9. 2 kr., fl. 6. 22 kr. angeführt. f -* (Fcr'.sctzung we-rn Mangel an Raum im nächsten Blatte.)» Annonce. Mit dem 1. Juli dieses Jahres — auch früher —1_ die Stelle eines Religionslehrers und Vorsängers dahe> vacant. Der Gehalt beträgt jährlich fix 300 st. nebst ctrrj 50 fl. Accidenzien. Diejenigen, die Französisch Englisch unterrichten können, können durch Privatunter auf mindestens 200 fl. rechnen. - Concurrenzfähige Bewerber wollen sich recht bald den unterfertigten israelitischen Vorstand nebst Einsendv der Zeugnisse wenden. Briefe erbittet man franco. Steinbach b. Gießen, den 23. Februar 1865. Der Vorstand: Mayer Katz Anzeige. Die isr. Religionsgemeinde zu Framersheim, Alzey in Rheinhesien sucht bis zum >. Mai einen qu ficirten Religionslehrer und Cantor. Gehalt fl. 300 Accidenzien. Gelegenheit zu Nebenverdiensten ist vorhar Bewerber wollen sich binnen 6 Wochen von heute an Besiegung ihrer Zeugnisse portofrei wenden an den zeichneten Vorsteher. Isaao Koeh.1 Verantwort!Uber Redakteur: I. Klingenstein in Odernhel» in Rhetnheffen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in Lourmisston bei «. L: Fritz sch« in Leipzig. — Dcunpf-Schnellpressrndruck von I. «,tt«leben ln Main,.