Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 9 (2.3.1865)
- Date
- 1865-03-02
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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36 bei Pädagogik ein Gebäude ohne Fundament; ja die Geschichte der Pädagogik in gehöriger Ausführung gibt den klarsten Einklick in die wissenschaftlichen Systeme der Pädagogik.'^ — ,Der Mensch muß nach einem festen Ziele streben, Schritt vor Schritt seiner Idee getreu vorwärts gehen. Erreicht er seinen Zweck nicht, so kann er doch nur zufrieden sein, wenn er redlich darnach gestrebt hat." Doch genug. Die Leser sehen an diesen wenigen Stellen, was sie Vorttesfliches in diesem Werke zu suchen haben. „Pädagogische Bausteine für' Leiter, Lehrer und Freunde der Schule." Bon Gustav Fröhlich, Rektor zu Raslenberg im Großherzogthum S. Weimar. Eisenach, bei Joh. Fr. Bärüecke, 1864.' Preis 12 Sgr. 6 Pf. 44 kr. Vorgenannte Schrift bietet folgende fünf Abbandlungen: 1) lieber die bleibenden Friichte der Volksschule; 2) das Veränderliche und Bleibende in der Pädagogik; 3) der Lehrer und sein Ideal; 4). das Aufsichtsrecht der Kirche über die Schule; 5) Un'ere Echulstrafen vor dem Richterstuhle der Humanität. Von btren fünf Beiträgen ist der erste eine gekrönte Preisschr.ift, .der vierte die objekttve Besprechung einer brennenden Zeitfrage, sämmtlich sind sie für des Lehrers Wirken und Schaffen so anregend und belebend, daß wir diese Schrift um so ernster empfehlen, als sie getragen ist von dem ächten und wahren Geiste der Humanität, die man selten so rein und ungetrübt von kirchlichen Einflüssen findet. Ein christlicher Lehrer hat sich in dieser Schrift aus den hochsittlichen Standpunkt reinster Menschenliebe gestellt. Ehren wir ihn und seine Schrift dadurch, daß wir Letztere mit verdientem Interesse lesen. L. i. L. verleibt.' Nachdem nun die allerh. sankt ionirten Statuten gr nannter Anstalt den Geistlichen aller Eoufesfionrn außer de Abhaltung des allgemeinen Gottesdienste-, de- Religionsunted richte-, der Aussegnung der Leichen, (X. 224) lediglich die Be sugniß zuzestehen, auf Verlangen dem Kranken, Altersschwach« und Sterbenden geistlichen Beistand zu leisten und das heilix Abendmahl zu reichen, so trägt diese Taushandlung, welche nich nur ohne Einvernehmen mit dem Vormund d«S blödsinnig« Täuflings, sondern sogar ohne vorgäugige Anzeige bei dem Ber Walter der Anstalt in dieser vollzogen wurde, nebenbei vollstäa big den Charakter eine- Bruches der Hausordnung in sich. I» wieweit nun die k. Regierung als Obercuratelbrhörde weg« desselben vorzvgehcn gedenkt, wissen wir nicht,— daß die geisih chen Vorgesetzten Stellen in dem Geschehenen einen Grund zue Einschreiten erblicken werden, bezweifeln wir, — ob aber di, bayerischen Gesetze keinen PassuS aufzuweisen haben, der solt .geistigen Gewaltakt mit Strafe belegt? daftagen wir — all Die. so eS angebt. Offene Lehrerstelle. - Die Stelle eines Lehrers an der hiesigen isr. Religion-- und Elementarschule ist vacant und alsbald zu besetzen Außer einer jährlichen Besoldung von fl. 300 und vor 1. Januar 1866 an freie Wohnung, steht dem Lehrer nod bedeutender Nebenverdienst durch Ertheilen von Privatuntei richt in Aussicht. Bewerber wollen sich sogleich unte Vorlage ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstair wenden. Gedern in Lberheflen, den 2!1. Januar 1865. Ter Vorstand: X. 8tern I., X. Hess, M. Calin. Stif Anzeige, U ttt f cb o u. Württemberg, Herr Lehrer Rosenthal in Krailsheim bat den Synodalpreis erkalten. Weil von Kochendorf ist nach ‘ Freudenthal an die Stelle des Ludwig Stern des modernen 1 KD’CS p K.T2Jbefördert worden. Nack» dem neuesten Etat i werden 28 isr. Lehrer 4fO fl.; 4 weitere 425 fl; zwei andere ■ 500 fl. und einer 606 st. Gehalt jährlich erhalten. Ein Unter- lehrer 24o st, ein anderer 260 st. und ein Hilfslehrer 170 fl. Frankentbal, 16. Febr. (Pf. K.) Em MortarasaU i. d. .; Pfalz. In der k. KreiSarmenanflalt dahier befinde t sicheln von israe- | litischcn Eltern gezeugtes weibliches Wesen, für welches der ihm i durch Jrterdictionsurtbeil bestellte Vormund die Aufnahme dort-! hin nachsuchte und erbielt, da dasselbe weder gehen neck sieben, weder sprechen noch essen kann, vollkommen blötsinnig, verkrüppelt . und dessen DermögenSlefigkeit nachgewiesen ist. Dieses Mädchen, 22 Jahre alt, welches in seinem geistigen und körprr- ' lichen Unvermögen allerdings einem Säuglinge vollständig gleich zu achten ist. wurde am 17. Januar im Jahre deS Heils 1865 durch den Akt'der Tause,. welchen der.hiesige Kaplan rmgestandeuer und erwiesener Maßen an demselben vollzogen hat, dem Schooße der alleinseligmachenden römisch-katholischen Kirche ein- Die isr. Religionsgemeinde zu Framersheim, Krer Alzey in Rheinhessen sucht bis zum!. Mai einen quali sicirten Religionslebrer und Cantor. Gehalt fl. 300 uit. Accidenzien. Gelegenheit zu Nebenverdiensten ist vorhanden. Bewerberwollen sich binnen 6 Wochen von heute an.untc Beilegung ihrer Zeugnisse portofrei wenden an den unter zeichneten Vorsteher. Isaac Koch. § a c a n x.; Tie isr. *;;n,jber auch einhn Mann, die Fähigkeit Die fire I6tf0 Frs. fei Tis Candidatc frei! einsenden Gemeinde zu Hegenheim bei Basel sucht eins die .iv'nv zu versehen hat. Man wünich der in der hebr. Sprache bewandert ist uü esitzt, einen Chor zu dirigiren. csoldung mit Jnnbegriff der .-.0'!»? ist ai. esetzt, nebst freier Wohnung und Casualier mögen ihre Anmeldung und Zeugnisse porto n B. Ditesheimer, l Vorstand der isr. Gemeinde Hegenheim. (Haut Rhin) France. iüeranrwortlicher Redakteur: I. Klingenstein in Qdernbeini in Rbembeffen: Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in U bei E. L. Fritzsche in Sechzig — Pamrf-Echnellpreffendrua von I. AottSleben in Mainz.