Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 8 (23.2.1865)
- Date
- 1865-02-23
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Zritschrist . fijr die gesannnten Interessen des israelitischen Lehrerstandes j _ . * und zugleich Kr Jjsraditferfte Wirer Organ fi'lr den V .1 rein zur Unterstützung, hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. IX". 8. - > Mainz, den 23. Februar 1865. (Fünfter Jahrgang.) wöchentlich 1 Rümmer. Viertel - Anzeigen ährlicher Abonnement^prels 27 kr. — *m Dhlr. Bei frankirter Zusendung unter Kreuzband jäbrlich 2 fl. 12 kr. 3U A ®Sr* die Pktitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und Buchhandlungen an. u n t e r st ü tz u n g s v e'r e i n. Wir fordern Hiermit nochmals dringend auf, alle rückständigen Jahrbücher ungesäumt an rms einzusenden. Vom >0. März ab werden weder wir noch unsere Agenten Nemittendcn mehr annehmen. Wir ersuchen die Herren Hauptagenten dies den noch im Rückstand befindlichen HerrS! durch Zusendung dieses Blattes bekannt machen zu wollen. Ferner bitte genannter Frist.! Diejenigen, wetchi n wir mieder!holt um Einsendung der Beträge innerhalb obenihren Mitgliederbeitrag bis dahin nicht eingesendet haben, werden im nächsten Jahre nicht als Mitglieder betrackstet, und müssen bei späterem Eintritt' die in den Statuten festgesetzte Nachzahlung leisten. Wir machen hierdurch zugleich wiederholt darauf aufmerksam, daß besondere Quittungen oder Mitgliederdiplome vorläufig nickt ausgcfertigt werden, daß vielmehr die Aufführung im Vereinsorgane und im Jahrbuch als Ausweis genügen kann; daß jedoch dii jährlichen Rechenschaftsberichte, welche wir an alle Mitglieder versenden, so eingerichtet werden,-daß sie zugleich a s Diplome erscheinen. O d ernhein«, dln lr>. Februar lfcßö. Der Geschäftsführer der Verein-: [ - j I. Klingenstein. Die „Pevtatcucbfrage," Sollen die Fl'ädäicn am Tlütnrichle im Pentateuch in dem K'-ahc 'tztjcil ichmen, wie die /eiiaben"? «Schluß)., „Sollen NUN die MeDchtN überhaupt Hebräisch in dene Maße leinen als die Knab n?" — Allerdings! Tie „jüdische Mutter,", die Reprälentartin ihres Hauses, hot, abgesehen von ihren anderweitigen!Obliegenheiten, gaüz besonders die gewiß bedeulurgsvvlle Ps icht einer „acht-jüdischen Kindererziehung." Wenn wir n< ch dieser Seite hin ebensowohl den Beruf des „jüdi'chen Val rs" würdigen, einsehcn, daß es besten heiligste Pflicht ebe rsosehr ist, sein Haus zur Pflanzstätte ächtcr Gottesfurcht fund Tugend zu gestalten, so bleibt trotzdem der Einfluß der Mutier auf das Herz der Kinder sicher derselbe, und ist ja auch dem „jüdischen Vater," besonders auf dem Lande, sehr wenig Muse gegönnt, sich mit . der eigentlich „religiösen" Kindererziehung zu befassen, so! daß die Mutter jedenfalls, als Tonangebcrin im religiösen; Leben, des Hauses, den höchsten E-nfluß auf die zarten Kinderherzen bewahrt. Sie ist es darum auch, deren religiöse Entwicklung und öildung schon von früher Jugend dem Erzieher ein Haupb mgenmerk sein und bleiben muß Welches aber nun die rechten Mittel zur Erreichung des erwähnten Erziehungs-Zweckes seien, kann keinen Augenblick zweifelhaft bleiben, wenn man bedenkt. daß durch sie dauernd auf's weibliche Gefühl und Herz eingewirkt werden soll. — Es sind die heiligen Urkunden unserer Religion in ihrer Ursprache, die in den meisten Fällen einen dauernd-guten Eindruck auf den späteren Beruf der. Frau hervorbringen, „das Erbtheil der Gemeinde Jacobs, das als solches ein Recht auf Mittheilung in ursprünglicher Form fordern kann. Soll die „jüdische Mutter" zu einem gedeihlichen Wirken „im Innern ihres Hauses," bei der Erziehung ihrer Kinder, nicht ein Recht haben dürfen, diese an der Hand der mn zu bethätigen unbsichgenöthigt sehen, durch eine dritte Hand ihre Obliegenheiten zu erfahren? Soll sie beim Gottesdienst, aller Kenntniß des Hebräischen baar, sich nur durch „Uebersetzungen" ein Verständniß der für sie so wichtigen, hebr. Sprache verschaffm können? — Wir sind auch noch in anderer Weise von der' .Nothwendigkeit des bewußten Unterrichtsgegenstandes ■ überzeugt. Es kann nicht bezweifelt werden, daß durch Ueberwindung der sprachlichen Schwierigkeiten des Hebräii schen, wenn auch nur theilweise, späteren sprachlichen ' Studien, welche in unseren Tagen so häufig sind, bedeutend vorgearbeitet wird. Es gehört wdann gar