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Der israelitische Lehrer · 1865-01-26 · 4 (26.1.1865) · p. Seite 16

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
4 (26.1.1865)
Date
1865-01-26
Page
Seite 16 (sequence 4)
Language
German
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Unsere Religionslehrer befinden sich ebenfalls in einer sehr schlimmen Lage, und haben so zu sagen gar keinen Haltpunkt und Hoffnungsanker, an den sie sich anklammern könnten. Keinen Wittwcn- und Waisenverein, der ihnen Sorge und Kummer für die lieben Ihrigen nur theilweise lindern könnte. Und doch hält es so schwer, bis diese Collegen sich bewegen lassen, in den „deutsch-isr. Lehrerverein" einzutreten. WaS ist Schuld daran? Wieder der elende Jndifferentismus. Lassen Sie doch, geehrter Herr Redacteur, eine Einladung in Baden circuliren,*) in welcher die großen Vortheile -Ihres schönen und edlen, ja ich möchte sagen, großartigen Vereins, populär dargelcgt sind; vielleicht werden doch viele arü>eren Sinnes werden. — Ihr Jahrbuch hat auch in hiesigen Kreisen vollkommene Befriedigung erregt und rühmt man besonders allerwärts. das schöne und treuherzige Voranleuchten eines berühmten Edel - Stein's. Gott verleihe seinen weiteren Segen zu Ihrem edlen Werkel B. in E. Umschau. — Im Namen unser-s Collegen Bärmann sollen wir hiermit die Pfälzer Eollegcn ansragen, wo sich zur Zeit die von Herrn A. Ma^er ans Mainz dem Pfälzer L-hrervereine gewidmet n Gesänge befmbcn, ia'. solche nach B.stiwmung der Lebrerversamwlung unter den-Psälz.r Lehr-rn circuliren sollten; auß rdem eröffnet derselbe auf mehrfa-te Anfragen, eaß die nächste Lebrerversammlung Pfingsten so G. w. in Kaiserslautern sicher stattfinden wird. Es sind uns mebr'ache Anfragen über fiatuar'sche Bestimmungen untere- Vereins zngekommen.. die sich alle auf die Frage zurückführen lass n: wer hat über die Dienstun'ähigkeit und Pensionsberechtigung eineS^ Mitgliedes zu bestimmen, und we cke Dokumente müssen zu diesem Behufe beigebracht werden? Wir erklären hi.rauk, so weit wir dies ohne vorherige Berathunz mit dem Hauptcemite mrmög'N, daß sich di.s.s hierzu de- Med umS der Bezirkscomil-S bedienen w rd, und in vorkommenden Fällen dieses oder, wo diese noch nicht consti uirt sein sollten, d-e betreffenden Schulbehörden — beaultcagen wird, wabrheüsaetr uen Bericht abzulegeu, und eventuell ärztliche -c.. Zeugnisse einzubringen. Wr glauben, eS war gut gethan, daß die Gencralmrsammlung den Vorscklag, de« wir gemeinsckasluck mit Freund Ma r einbrachten, und der die Fixiruug dieser Dokumente und des Geschäfte ganges in solche« Fällen bezweckte, abwieS, um dem HaupteomitS und den Ber zirksdo-7-itSs, die gew/.ß in solchen Fällen unparteiische Abgabe etnrS freien U'theils nicht zu beeinträchtigen, and die Erfahrungen abzuwatten, die hier wie allerwä.ta gemacht werden muss n. Ueber unser Jahrbuch erscheinen allerwärts sehr freundliche Recenfloncn, .so im ,-Fränk schen Anzeiger." in der „Mittelrheinische! Zeitung," im „Honnövrischn Tagblatt' u. a. Bl. i *) Zn durck unsere Anflraäe, welch» eben an alle uns AdrefitN atgeganzn, gescdehen. — Red. bekannt l 1 Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. Einlauf: Polliz in Bacharach, Jbrb. fl. 5. 15 kr.; Rosenberg in Wünnenberg, Beitrag fl. 3. 30 fr.; Rabbiner Dr. Süßkind in Wb sbaden, Jhrb. fl. 26.48 kr.; Ehrenmitglied W. Heymann in N. Diez, Beitrag fl. 3. 30 kr.; Hecht in Wolfcnbüttel, Jhrb. fl. 5. 15 kr; Edrlich in Berkach, Beitrag fl 3. 30 kr., Jhrb. fl. 5. 15 kr.; P-aut in Trc's a. d. L., Jhrb. fl. 6. 33 kr.;' Schimmel in Ob-r-Jn elheim Beitrag fl. 3. 30 kr., Jhrb. st. 2., 3<> kr.; Aaron in Essenhe m, Beitrag fl. 3. 30 kr.; Jhrb. fl. 11/ 30 kr.; Lob in Cöln, Jhrb. fl, 63. (Fortsetzung wegen Mange, an Raum in nächster Nummer.) Cantor-Stelle. Ein musikalisch gebildeter Cantor,! welcher auch an der hier bestehenden öffentlichen Elementar!- und Religions- Schule in den seinen Lehr-Fähigkeitcn entsprechenden Fächern oder Klaffen mit zu unterrichten hat, soll hierorts entweder gleich oder zum nächsten Frühjahr dauernd angc stellt werden Außer den Nebeneinkünftm' ist eine fixe Jahresbesoldung von Thlr. 300 pr. C für diese Stille ausgesctzt. Bewerbungen nimmt in frankirten Briefen entgegen der Vorstand der Synagogen - Gemeinde: Adolph Reinach. Neuwied a. Rh-, im Dec. 1864. Schuldiensterledigung. Die hiesige israelitische Lehrer--und Vorbeter-Stelle soll wieder besetzt werden. Der Jahresgehalt beträgt . . . . fl. 600 und Wohnungsentschädigung . *. ._ 75 fl. 675 Außerdem wird der Beitrag zum PcnsionSfond von der politischen, — der zur Wittwen-Kasie von der Cultus- Gemeinde entrichtet und stehen für einen tüchtigen Lehrer reichliche Casualien und vielfache Gelegenheit zum Ertheilen von Privat - Unterricht in Aussicht. — Auch Ausländer sind zur Concurrenz zngelassen. Bcwerbungsgesuche wollen wo möglich' persönlich binnen 4 Wochen an Unterzeichneten abgegeben werden. Ludwigshafen a. Nh., den 11. Januar 1865. Der Vorstand des SyiiagogcnauSschuffcS: Dr. Gutherz Zur gefälligen Lenntnißnuhme. Schon öfters sind.bei uns und Herrn Rabbiner Dr. Rolhschild Bestellungen auf dessen Pred-gt: „Israels Glaube," gehall-n gelegentlich einer Thoraweihe zu Schornsheim, ringelaufcn und macht dann die Dnsendung und Racknahmeerhebung verhältnißmäßig beträchtliche Kosten. W>r machen tah.r darauf eichnxrksam, daß kiese Predigt im Buckhandel (in Eowmiiston bei E. L. Frctzscke in Leipzig) zu 2 Sgr. zu bez ehen ist. Leranrw örtlicher Redac.eur: I. Kltngenstein in Odernheim s» Rheinbeffen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buckbandel: in Lommifs!on bei L. L. Frttzsche in Leipzig — Dsunpf-Schnellpressendruck von I. lÄvttöleben in Mainz.

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