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Der israelitische Lehrer · 1865-01-26 · 4 (26.1.1865) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
5 (1865)
Issue
4 (26.1.1865)
Date
1865-01-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Organ für den Zeitschrift für die gesammten Interessen des israelitischen Lehrerstandcs und zuzlrtck Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer keiner, Lehrer- Wittwen und -Waisen in Deutschland. N°. 4. Mainz, den 26. Januar 1865» (Fünftem Jahrgang.) . Wölb nitlick 1 Rümmer. Pi AnzeL( csteljährlirber Abonnv»nitspr«is 27 kr. --- >/^ Tblr. Bei frankirter Zusendung unt.'r üreuzbnrd jnlrück 2 fi. 12 kr. cn zu 1 Sgr. die Petitzeile. Bestellungen nehmen alle Pesi imier und Buchhandlungen an. tt n t e r st ü tz tt n g o v e r e i n. haic _ Wir wünschen, uns gefälligst Auch bitten wir Jahr als Mitglieder bell Als Agenten wollen, haben sich ferner Blum in Homberg a. d Odernheim, n die Versendung der Ansprachen vollendet und bitten diejenigen Herreit, welche foldje noch baldigst Mittheilung machen zu wollen. wiederholt, die noch rückständigen Mitgliederbeiträge einzusenden, da nur Diejenigen für dieses achtet werden können, die in kürzester Frist ihren Beitrag einsendcn. unseren Verein, die sich um dlssin Fortbildung und Consiiluirnnä von Lezirkrvcreincn bemühen bereit erklärt: Bodenheimer in Emmendingen, Frank in Hechingcn, Löwenheim in StadtlengSfell», Ohm uüd Jsaac ans Alsfeld. )en 20. Januar 1865 Der Geschäftsführer des Vereins zur Untersiütznng rc.: I. Klingenstrin. sir Die 'ALothwendU für den Conferenza gkeit der Psychologie DolkSfchullehrer. Psychologie ist die Wissenschaft, welche uns das Weien (?) des Menschengeistes derselbe sich entwickelt derselben ist für Jeden i Wicklung des Geistes zr muß der Lehrer besitzen 1) diese Wissenschaft dagogik ist, 2) ,weil sie sich n beit von Bla u t. und die Gesetze lehrt, nach denen und thätig wird. Das Studium tterestant, für den Lehrer aber unbedingt nothwcndig, we 1 dieser den Beruf hat. die Entleiten. Kenntniß der Psychologie weil Mutter und^ Basis der Päit Fragen befaßt^ welche zu den höchsten der Menschheit gehören und die Denker aller Zeiten beschäftigt haben, daher jeden Gebildeten, also gewiß auch den Lehrer, nicht ganz unbeschäftigt lasten dürfen, 3) weil sie ganz besonders geeignet ist, den Lehrer auf sich selbst, aufmerksam zu machen und dadurch nicht nur seine Bildung, sondern auch seine praktische Fertigkeit befördert. Psychologie ist di« Erziehung hat es mit denselben mit Bewußtse keil behuss Erreichung Basis der Erziehungslchre. Die qem.Menschen zu thun und muß auf n wirken, um ihn zur Selbstthätigsteiner Bestimmung zu führen. Will ich arjf einen Gegenstand planmäßig wirken, so muß ich kennen: 1) den Gegenstand selbst und deffen Theile, 2) die Gesetze, nach denen derselbe sich verändernd und entwickelnd thätig wird. Erst dann kann ich die Art und Weise meiner Einwirkung mit Rücksicht auf die zu erzielenden Resultate bestimmen Folglich muß der Erzieher von der Menschenscele und deren Entwicklungsgesetzen Kenntniß haben und diese gewinnt er durch das Studium der Psychologie. Ohne diese Wiffenschaft ist Pädagogik nicht denkbar, weil alsdann das Wirken auf den Menschen ein planloses wäre, — und planlose Einwirkung ist nicht Erziehung. Früher mar die Psychologie eine Sache der Philosophen; erst in neuerer Zeit drang sie in die Lehrerwelt und bewirkte eine großartige, noch nicht dagewcsene Entwicklung der Pädagogik und dadurch auch der Schulen. Dabei darf nicht außer Acht gelasten werden, daß Alles noch im Werden begriffen ist und das Volk rationelle Erziehungsgrundsätze noch nicht kennt. Ader es wird sicher anderweiden. Die Lehrer werden die Psychologie immer mehr praktisch verwerthen und durch die Schule gute Maximen unter da- Volk bringen. Bedenke man doch, welchen Aufschwung die Naturwissenschaften in unsrer. Zeit genommen haben, wie groß ihr praktischer Nutzen ist, wie sie das sociale Leben um gestaltet haben und erwäge dabei, daß sicher in naher oder ferner Zukunft sich die Naturgesetze des Geistes

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