Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 3 (19.1.1865)
- Date
- 1865-01-19
- Page
- Seite 12 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— Die Sinaigemeinde in Chicago in Nordamerika hat an namhaite devtsche Rakbir.en und Predia-r ein gedrucktes Rundschreiben versendet, wvrnach selbe etwa 1001 Mitglieder zählende Gemeinde einen Rabbiner und Prediger sucht, der 1. eine deutsche Universität absolvirt hat u»v gründliche jüdisch-tbeologische Kenntniffe besitzt, 2. ein guter Kanzelredner ist, 3. mit binlänglicker pädagogischer Bildung ausgerüstet ist, um als Direktor der Gemeindesibule zu fnngiren, resp. praktisch darin mitzuwirken und 4. der entschredenen Resormrichtung, der die Gemeinde huldigt, anzehört. Hingegen verspricht die Gemeinde für die nächste 5 Jah:e ein Gehalt von zwei tausend Dollars p. a., nebst Ersatz der Reisekosten. - . Verein zur Unterstützung bilssbedürstiger israelitischer Lebrer, Lehrer- - Wittw-n.und -Waisen in Deutschland. Einlauf: Lehmann in Bretze'heim, Beitrag fl. 3. 30 kr., Jhrb. fl. 3. - 36 kr.; Mock in Wallertheim, Beitrag fl. 3. 30 kr., Jhrb.' fl. 3. 37 kr.; Straub und Fränkel in Krünstadt, Beitrag fl. 7; Wertheimer in Herdenbergen, Beitrag fl. 3. 30 kr„ Jbrv. fl. 14. 6 kr.; durch den Hauptagenten kür Nassau, Kohn in Holzhauseu, Beiträge von Mor enibal in Holrappel, Friedberg in Nastätten,. LSwenberg in St. Goa.shausn, Ellman in L. Esckback, Schloßph m Ellar. Kahn inHolzhaasen (6) fl. 21, Jhrb abi. Porto fl. 8.30kr.j 1 Ägadisches, )u Achiurvortröge«.! Bon Lebrer Wolf Joseph in Lan-pertbeim.") To wie wir Gott loben, wenn Er uns Wohlthaten spendet, so müssen wir Ihn auch - loben, wenn er uus durch Leiden heimsucht. So sagte auch H.ob (1, 21) als ihm die Vorsehung seine Kinder und Güter nabm: „Der Ewige gab es, der Ewige nabm es wieder. Der Name LeS^Herrn sei gelobt." En Gleickniß wird uns dieS deutlicher macken. Ein Mann, der in Begleitung seins Sohnes stcb auf einer Reise befand, bezeichnet« unterwegs diesem seinem Sohne die Stadt und Herberge, wo sie übernachten würden. Als nun Pater und Sohn glücklich^ daselbst angekommen waren, und nachdem beide von den Mühen der Tagesreise sich erholt batten, beauftragte der Vater den Gaiiwirth, ein gutes, «rs vielen Gerichten bestehende- Nachtessen zu zubere ten.— Rack einigen Aug-nblicken stand die gedeckc Tafel,' woraus verschiedene köstliche Speisen sich befanden, den Reisenden zur Verfügung. Vater und Sohn ließen sich's gut schmecken. Nach Beendigung, der Mahlpit kam nun der Wirtd wieder lind trug das Uebriggebliebene weg, was die W>rtbe gewönlich nicht' ungern thun. — Dem Jünglinge verdroß das sehr, und er ward deßhalb mißstimmt. — Auf Anfrage des Vaters, warum rt sich so chetrübe, und nach der erhaltenen dahingehenden Antwort, daß der Wirtb daS Uebriggebliebene weg getragen, sprach .der Vater; wozu fick hi rüber betrüben? tbut! es. ja deine liebe Mutter .zu Hause ebenso? erwiderte der! Jüngling: wenn dies zu Hause auch geschieht, so bin ick doch! versichert, daß es die Mutter zur nächsten Mahlzeit wieder berbeibringt. — Ganz Ankers aber hier!'Morgen reisen wir weiter, und der Wirth behält die Ueberreste für rmmer, die wir ihm doch eigentlich bezahlen mußten. Dies das Bild und rolga-.dds seine Deutung: Wie die Liebe der Mutter zu dem Kinde, also, wenn irgend zu vergleichen, ist die Liebe GotteS zu dem Frommen. Dieser kann versichert sei», die Gnadenerweisungen Gottes, welche ihm vielleicht zeitweise entzogen werden, wieder zd erhalten, aber von dem Ruchlosen heißt es: vdv 2ifcn ijOD c:wan (Jerem. 5, 28). Eure Sünden entziehen Euch das Gute, und deßhalb bleibt daS ihnen (den Ruchlosen) Genommene für immer anS. Belehrend und sich selbst tröstend sagte nun'Hiob: npb 'ni "n, waS Gott nimmt in seiner Liebe und Huld, dos sei versichert, daß Du es wieder bekommen wirst, und deßhalb spreche innbrünstig uv ’H’ •piao "n: Dein Name, guter Gott, sei gepriesen für und für. •) Wir bedanern früher.«ehrmalS die RamenSckiffr« des geehrte» Verfasserdieser Rubrik nickt in der obigen richtigen Weise angegeben zu haben. — Red. Cantor-Stelle.. Ein musikalisch gebildeter Cantor, welcher auch an.) der hier bestehenden öffentlichen Elementar- und Religions-; ' Schule in den seinen Lehr-Fähigkeiten entsprechenden Fächern?' oder Klaffen mit zu unterrichten hat, soll hierorts entweder' gleich oder zum nächsten Frühjahr dauernd angestellt werden. Außer den Nebeneinkünsten ist eine fixe Jahresbesoldung von Thlr. 300 pr. C für diese Stelle ausgesetzt. Bewerbungen nimmt in frankirten Briefen entgegen der Vorstand der Synagogen - Gemeinde: Adolph Reinach Neuwied a. Rh., im Dec. 1864. Nachstehende Bücher sind beim Unterzeichneten zu haben, sowie durch jede Bnchhhandlung zu beziehen: 71122 Leichenreden von B. Hause. Preis 36 kr. "p'1 JW Religiöse Reden bei freudigen Familieuereigniffen, nebst Anhang von B. Hause. Preis 54 kr. 'n *np3 die göttlichen Gesetze aus den zehn Geboten entwickelt und in ihrem Geiste aufgefaßt, ein Hausbuch für Israeliten, zugleich ein Handbuch beim Religionsunterricht, von Gerson Lasch. Preis 2 fl. CT”^ -|i:n hebr. Lesefibel, von Dreifuß. Preis 9 kr. O'TI nzn Deroschot aus die Haftarot von Schütz. Preis 1 fl. 45 kr. - □"Pin 1TN Deroschot, verschiedenen Inhalts, von Schütz, Preis 36 kr. 711^712 '"Ql» die Frankfurter Minhagim von S. Geiger,. bis jetzt find 7 Hefte erschienen. Jedes Heft: 30 kr. Frankfurt a. M., im Dec. 1864. J. Hauflmana Inserat. So eben erschien: L71P 'driPQ SibUsche Lese stücke (in ungarischer Sprache) von Oberlehrer Isaac Rosenmeyer, in S. a. lljhrlh , Ldpr. nett broch.: 30 Rgr. U Direct beim Verfasser 25% Rabatt, in Pesth durchs die Carl Osterlamm'sche Buchhandlung. x! Berannvvrtlicker Redakteur: I. Kliugenstein in Odernheim in Rheinhessen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: io «onimisfion bei «. L. Fritz sch« in Leipzig. — Dampf-Schnellpreffendruck von I. Sott-leben in Main,.