Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 5 (1865)
- Issue
- 2 (12.1.1865)
- Date
- 1865-01-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Isrüeljllscke Jeiirer! Zeitschrift für die gesamniten Jntereffen des israelitischen LehrerstandeS und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer"Lehrer, Lehrer-. Wittwen und -Waisen in Deutschland. IV" T. Mainz, den 12. Januar 1865). (^üntter Jahrgang.) ‘i-ödxntli* 1 Rümmer. Picrleljäk^rlilder Slborrumrnl^rtis 27 kr. --- 1/4 Tblr. Bei frankirter Zusendung unter jircuzband jal-rtick 2 fl. 12 kr. An eigen zu 1 Tgr. die P.tltzeile. Bestellungen nedmen alle Postämter und Buchbandlungen an. An die verehrlichen .Herren Agenten und Mitglieder deS UnterstntzungSvereinS. Dir bitten Eie wiederholt und dringend, an die refp. Agenten, beziehungsweise'an uns selbst, die bisher noch nid t verkauften und auch nid t verkaufbaren Jahrbücher längstens binnen 8 Tagen um so eher zurückzuienden, als nach Ablauf k»,ier Frist von uns Remittenden nur noch von den Agenten größerer Bezirke angenornmen werden. Sie nollen zugleich Jh'r>n Verpflicht, ngen gegen den Verein ebenfalls innerhalb dieser Frist Nachkommen, um die Rechnung für dos otgelaustiie Jahr nunmehr abschließen zu können. Es erscheint die event. Rücksendung der Jahrbücher um so mehr als Pflicht unserer Pereinsglieder, als bei Zögerung Schaden für den Verein erwägst, indem gegenwärtig von allen Seiten Nach-Bestellungen an uns gelangen, die wir nicht aussiihrcn tonnen, und die triUridt später nicht mehr ausführbar sinv. 2fa ans diesem Grunde ein zweiter Abdruck vielleicht nolhw>ndig sein dürste, io bitten wir,,um dies beurtheilen und berechnen zu körnen aste Diejenigen, welche noch Jahrbücher,zu verkaufen im Stand - sind, sich dieserhalb ungesäumt an uns zu wenden, ur.d cnzudeulen, ob sie ihre Bestellungen auch in einer Frist von * Wochen — so lange Zeit dürste ein zirciter Al druck in Anspruch nehmen — aufrechthalten. Ldernherm, 4. Januar 1865. .< Der Geschäftsführer des Vereins: I. Alingrnstrin. prrvigt am Sablat'j LhanuKlrah, gehalten in der.Synagoge zu Alzey am 24. December I8L4, ron Rabbiner üt. Rjlhschild. Meine Andächtigen! Dir feiein heute das Ehanukkahstst, welches seinen Grund und seine Entsteluug bat in jener Verfolgung des shriichernKönigs, die zum Zwecke hatte, Israel zur Annahme d>s heidnii'ck:-grr,chirchen Gvtzentnnstes zu zwingen. Bnle, ach gar sehr Viele Helten damals nicht lloS dem Zwange na chg eg eben, sondern waren freiwillig und aus eigeurw Antriebe dem Wunsche des Königs ent geaengekonwen, ja batten dadurch vielleicht den Wnnich und den Willen des Königs heivorgerusen, wie die Einzelnen, welche freiwillig bereits die griechische Religion ongei omn»n, so alle Judon, ganz Israel dazu zu bewegen. Und rnst, als diese gutwillig nicht folgten, gebrauchte er Gewalt. Wir sehen es so hrute noch bei den Herrschern, welche Völker vei schieden«r Religionen >nter ihr.m Ccepter vereinigen, daß sie, wie äußeil ch, so auch innerlich die Völker zu einigen und zu einem Ganzen zu verschmelzen sueben; daß sie fremde Religionen v rsolgen und unterdrücken, und Alle zu - Einer Religion zu bekehren suchen. Der Wedel stand,-welchen , die Juden leisteten, ist uns sicherlich nicht auffallend, aber 1 wohl die sreiwilligc Hinneigung znm a,iectnschen Herdentdum und Götzendienst. Früher, bei der Anbetung des goldenen Kalbes war I rael eben erst von Aegypten ansgewandert, wo sie an solchen Götzendienst gewohnt gewesen waren, den »e nicht blos Jahrhuudeile lang täglich vor Augen gehabt hatten, sonne'n z» welch.m nc auch durch die Abhängigkeit und Knechlscha't, in der sie-edoil gelebt, gezwungen gewesen waren. Aber 'pätcr, in d. n Zeile-, tes syee chen Königs hatte daS Jiidcnlhnm und die 'Anbetung des einzigen Gollks eine tausei,dleinge Entwickelung hinter sich; es fällt dieser M- . fall von der wahren und , die Hinneigung zu-der falschen Religion in die Zeit, als der eiste Tempel bereits zerstört, ja der zweite ichon 4< 0 Ja hie lang wieder aufgebaut worden war, um die ff stege des Judenllii>:ns durch die Priester des wahren Gotl»s in diefeni Tempel täglich fortgefetzt wurde. Und dennoch dieser große und aUgenieine Abfall vom Ju- : d»»limine, die e Hiiiiieiguug zu der falschen Religion der Heidcn, derben Uilwaheheit, wie uns betrinken will, doch jei dem Kinde augenscheinlich un auffällig sein mußte. Und doch, sage ich, diese Hinneigung zum Heideuthume in der >