Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 52 (29.12.1864)
- Date
- 1864-12-29
- Page
- Seite 208 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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208 tet unsere Konferenz und scheint eine totale Auflösung derselben nicht mehr lange auf sich warten zu lassen; denn der ZersetzungSprozeß wüthet schon in ihr in seiner ganzen Gewalt. Besuchten doch auch daletzte Mol von den 20—22 oberhesfischeu Lehrern nur 7—8 unsere Konferenz zu Neustadt, obgleich dieselbe wohlweislich rrDD o'nm'J— also zu einer Zeit abgehalten wurde, wo Keiner durch Beruf-geschäfte an der Theilnahme behindert wurde. Folgern wir daraus den richtigen Schluß, daß dieselbe, falls sie auf Schultagen abgehalten worden wäre, von kaum der Halste der betr. Theilnehmer besucht worden wäre. Gehen wst rmn aber auch etwanäher auf das Wesen unserer Zusammenkünfte ein. Es handelt sich bei uvnur um Erledigung von Vereinsangelegenheiten, nur um äußere Sicherstellung, nur um Erschwingung pekuniärer Mittel zur äußeren Befferstellung unseres Standes. Das ist Alles schlechte Besuch unserer' oberhesfischen Konferenzen rührt lediglich daher, weil sie für dm Betheiligtm zu wmig geistig Anziehmdes und eigentlich Belehrmdes dietm, «eil seit ihrem Bestände, meiner Wissms, noch keine zeitgemäße pädagogische Frage zur Verhandlung gekommm und weil somit der Suppe das Salz fehlt. Solange diesem Uebelstande nicht von allm Seitm kräftige Abhilfe geschieht, so lange unsere Konfermz des geistigen Kittes ermangelt, werden auch die einzelnen Theile nicht recht zusammenhaltm, wird sie nur kümmerlich und nur noch kurze Zeit, das ist vorauszusehm, ihr Dasein fristm könnm und schließlich gezwungen sein, sich aufzulösm. Wie ist aber denn diesem Uebelstande abzuhelfm? Es muß anders werdm, das ist klar und es kann anders werdm, das ist ebmso klyr. Es muß anders werdm; denn wäre es nicht eine wahre Beschämung für Oberrecht gut und auch nothwendigend muß, aus schon > hessm'sLehrer, wenn sie nicht dafür Sorge tragen wollten, angegebmm Gründm, einm integrirenden Bestandtheil : ihrm jährlichen Zusammenkünften, vielleicht für Manche ein unserer Konferenzenbildm. Aber dürfm wir darum ganz j Sonnentag — eine sichere Unterlage zu geben, wmn sic sich und gar vom bildenden Zweck derselben absehm? Kann j selber ein „Armuthszeugniß" ausstellen müßten. Es kann und darf „äußere Hebung" der alleinige Gegenstand unserer! aber auch anders werdm und zwar zunächst durch An- Belprechurgm sein? Haben das Lehrfach zind die Püdagoj regung unseres ehrenwcrtbm Vorsitzenden, durch eine Vergik insbesondere und die Wisienschaft im Allgemeinen kein > fahren, wie wir es wiederholt ausg?prochm und dann durch Recht aus unseren engeren Anschluß, kein Recht, die Fordei gegenseitige Anregung zur Reg- und Strebsamkeit der Mitrnng an uns zu stellen: „suchet mich zy erforschen; denn 1 glieder selbst, durch pünktliches und gewissenhaftes Einliewer mich findet, hat Lebeif gesunden." Aucki für den! Lthrer grlt das Dichterwort: „Grün ist des Lebens goldner 1 Baum" und soll ja, wie schon erwähnt,. die Konfermz eine j fern der vom Vorsitzenden oder auch von Mitgliedern in Vorschlag gebrachten Referate, dadurch, daß wir, gleich Anderen, pädagogische Fragen erörtem. Denn immer und immer wieder bedarf es Erörterung der Echulangelegenheiten, müsien wir selbst uns erst klar werden, über das, was wir thun und Unterlasten sollen. Es gibt ja roch, wie auch. der geehrte Redaktmr d. Z. neulich bemerkte, ganz besonders in der jüdischen Schule so Viele, die im Dusiklen und Trüben fischen, daß es uns an dem nöthigm Stoff zur Tiseuision wohl niemals mangeln dürste. Trage Jeder sein Scherstein auch zur „inneren Aufbesserung" unseres Standes bei und sei Jeder der Rechte an seinem Orte! Schaaren wir uns immer mehr um unser Panier und arbeiten wir immer wackerer in unseren Schulen! Rur darf uns der gute, der rechte Wille niemals fehlen; denkr „guter Wille ist schon halbe That." So nur, wenn geistige, innere Hebemittel den materiellm erst dm rechten Werth und die rechte Bedeutung beilegen, wenn Liebe zur Wahrheit innerhalb und außerhalb unserer Konferenzen uns beseligt, unsere Schritte festigt und fördert, wmn edler und hingehender Sinn uns vereinigt und diese unsere Zusammenkünfte erst recht stählen, wmn die Eonderintcresten durch vmnünstige Aufopferung für die Gesammtinterestcn immer mehr schwinden, dann, ober auch nur dann ist ein gedeihliches Streben unserer Konferenz nicht mehr Hypothese, sondern kann mit apodikttscher Gewißheit behauptet werden. Die Kontkisenz wird uns dann, was sie sein soll: ein Forlbildungsinstitut für's praktische Lehrerleben. Wer dann noch ohne gewichtigen Grund fern bleibt von diesen Mittelpunktm geistigen Strebens und Lebens, hat sich selbst ein Armuthszeucu.sß ausgesiebt, bat verzichtet auf das edelste Mittel zur Fortbildung, ist kein Monn, der die Bewegung, die in der fröien _.. _ ,_ _ _o .. .. ... , Versammlung den Rerv geistigen Fortschrittes erkannt bat, zu Q Ho schließlich d s sich hieraus ergebende Rcsume auf: der j ickätzen wsist" Trais, 28. Okt. Plaut, Lehrer. . praktische Fortbildungsschule" sein und bleiben. Ich gebe zur Konsmmz, um zu lernen, um mich für mein Fach rmmm mehr hmanzubilden; wo ich aber derartige geistige Regsamkeit und Strebsamkeit nicht finde, wo sich mir die Eonsermz Mcht als „Fonbildungsschule-' für die Praxis bewährt, bleibe ich ferne und mit — Recht. Zum Beweise, daß auch in Eonfermzm Etwas' geschehen kann, wolle man nur , die Referate der im „Jsr. Lehrer" s. Z. erschienenen rheinh., westf. und (wohl auch eingeschlafenen? Red.) psälz. Eonferenzcn nach lesm Ick mache für unsere Eonsermz von vornherein keinen Anspruch aus derartige Leistungen; denn „beim Kleinen fängt man an u. s. w." —' Bei meinem Vorschlag, der Konferenz durch Einforderung—von Referaten mehr magnetische Krast, mebr Reiz und Geist zu verleiben, erhielt ich zur Antwort: der Mangel an Zeit läßt eine 'gründliche Beiprechung und Durchführung eiües Schriftstückes nicht zu. Was den erstm Punkt betrifft, io erwarte ich: Wmn man alle Jabr nur eine Haüptkonsermz zusammenberuft, io läßt man diese 2 Tage ändaüern und nimmt dann am ersten Tag die Tismsston über das Referat uüd am zweiten Tag Verei,§sragen und dgl. vor. -Was dm zweiten Punkt anlangt, i ko antworte ich: je nachdem. Man richte sich auch hier ein, | und in einem Tage kann man doch, schon Vieles bespre-! chln. Was aber die 'alleinige Besprechung von äußeren! Besserstellungen in Konstreuzen für Folgen bat, läßt sich ' aff der Unirigen genau Nachweisen, weil viele oder fast! aße Lehrer immer lauer im 'Besuche derselben werdm,! insbesondere, wenn, w:e es leider zumeist geht, die prok-! tischen Fragen nickt weiter geführt, werdm, und uusern! Consereuzku al'o jeder reale Erfolg fehlt. Stellen wir _gturp iKangtl an flau» trfditint >«8 Btryiftnll de« ffinlnnfS Mir »tn Etrtin i» Nr. 1.___ f-.-.nr-. tr.nc** A,.M<miwn m Hjctm3t.ni m tftatnuitjitn, <jtUtt«HV.ug ert -JtetuJiicn. guv c... -wudjUur.Cel: arr-miir,tr V. >- 7 >s >tte in — Damcf-EcbnellprtgiNdmkk een I. fflnjtf ’ f fc»n in SNotnj.