Mannheim
Compact Memory

Der israelitische Lehrer · 1864-12-15 · 50 (15.12.1864) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
50 (15.12.1864)
Date
1864-12-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/4896751-5428744-5431442--0942-4897524
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Kr IsmelitMlie Gelmer. Zeitschrift für die gesamwtcn Interessen des israelitischen tzehrirstandes und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger isro clitischcr Lehrer, Lehrer Wittwen und -Waisen in Deutschland. N°. 50. Mainz, den 15. December 1864. (Vierter Jahrgang.) kr. Wöchentlich 1 Nummer/ Vierteljährlicher Abonncment-prei» 27 kr. '/♦ Tblr. Bei frankirtcr Zuse Anzeigen zu 1 2gr. die Pctitzeile. Bestellungen nehmen alle Postämter und 'J n >ung unter Kreuzband jäbrliib 2 s!. 1 Buchbandlunzen an. An die verekrllichen Agenten und Mitglieder des U aterstützungsvereins. Wir ersuchen Sic, die von Ihnen nicht abgcsctztcn und auch nicht absetzbarer Jahrbücher ungesäumt an einsendcn zu wollen, da die ganze Auflage bei uns bereits vergriffen ist, und mehrfcf geführt werden können, als uns nickt die Remittcndcn zugekouuncn sind. Zugleich ersuchen wir um Einsendung der Beiträge, da bis zum 1. Januars der Rechnungsabschluß vollendet veröffentlicht werden soll. " Der GeschjfftSführer des Vereins: I I. Klingenstrin. uns us- und Ueber Lehrerbildung. D a s S e m i n a r. (Fortsetzung.) (.'. Geschichte*) Die deutsche Sprache und die Kenntniß der vaterländischen Literatur erweitern das Herz, kräftigen den Geist und die Liebe zur deutschen Nation, deren herrlichste Geisteserzeugniffe — Göthe, Schiller, Lesfing — dem nach Bildung strebenden Jünglinge die ideale Lebensrichtung andcuten, daher dem werdenden Lehrer nicht unbekannt bleiben dürfen. In gleicher Weile wirkt die Kenntniß der Geschichte. Sie führt Den Jüngling von der engbegrenzteu Heimath zum Vaterland, vom Vaterland zur gesammten Menschheit, lehrt ihn den Ursachen und Folgen menschlicher Handlungen nachspüren und im Spiegel der Vergangenheit die Gegenwart und ihr Ringen verstehen und begreifen. Ohne tüchliges Wissen von der Geschichte bleibt un''er Blick stets ein beschränkter, unser Urtheil über größere, di? Geschicke der Nationen und Völker beherrschenden Ereignisse ein unklares und blödes, kommen wir nie zur wahren Erkenntniß. Der Geschichtsunterricht darf sich aber nicht auf die Aufzählung einer Reihe von Zahlen, Namen und Thatsachen beschränken, sondern es muß der Seminarist angeleitet werden, sich selbst über die bedeutsamstes! Ereignisse in der Geschichte ausSzurche zu sprechen, sich die Th lir a me itsachen klar zu machen und und Folge mit ein« nder in organische Verbindung bringen. Wir können hie^ nicht umhin, aus etwas schon fach in die>en Blatte n Niedergelegtes wiederholt zurück, kommen. Es ist die > die Aufforderung an die Geschieh lehrer in Semmarie,, den Versuch zu machen, ob die schichte -der Juden m Exil sich nicht als ein organi Glied einfügen ließe wie wir finden, daf gar wundersamen nachzuspüren, in mi: in die Geschichte der Menschheit, Wohl und Wehe der Juden oft wlilischcn Ereigniffen abhingen, fern die Juden aus das Gesammt der Zeitgenoffen besti umend eingriffen, mit einem Worte, Judenthum, das Judenthum für hrzuis- Geches und von ruch wohl was die *) Bevor wir hier wei crsckcheiten, wollen wir einen Ausdruck in Nr. 4C> erläutern. Wir (ahn dort unter „Hebräisch* die Apocrvphen aufzcfülrt. Selbstverständlich haben wir nicht ti« griechischen Oiiginale, andern die hebr. Uebersetzung von Benscw u. A. im Auge gebabt. Die Bekanntschaft mit ihnen ist dem von der Bibel zur Mischnab fortsschreitenden Zöglinge unerläßlich.! die Welt für das ' Welt war. 1 - ■ Ii. Raturwissenschasten. Ten Naturwis enschaften ist ein bleibender Einfluß , die Gesammtbildung der Dienschheit gesichert. Wjll einigermaßen nach Bildung strebende Mensch diese — Bildung — durch die Kenntniß von den Gesetzen und scheinungen der Nitur fördern, ist das Sehnen nach forschung dieser Naturgesetze, nach eingehender Kenntniß uns umgebenden N lturgegenstände ein tief in unserer " begründetes, so ist de: Lehrer, um des bildenden Einfluffes wi den die Naturwiffer schäften auf die Entwicklung seines eig Geistes und seinen 1 uterricht äußern, genöthigt, sich ein ti gehendes naturwiff mschastliches Wiffen anzueignen, als biA Heute geschehe, i; Jeder L hrer ein Naturkenner, Jeder L indschullehrcr ein Naturforscher. Diesterweg. auf jeder die Er- Erder . tur i len, men 4 serdies Ni!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.