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Der israelitische Lehrer · 1864-12-08 · 49 (8.12.1864) · p. Seite 195

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
49 (8.12.1864)
Date
1864-12-08
Page
Seite 195 (sequence 3)
Language
German
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195 IV. Bei. Berathung über den 3. Gegenstand der Tagesordnung wurde auf Anrathen des Herrn Lqndrabbinen von der beabsichtigten Petition abgestanden, weil eine -regelmäßige Unterstützung aus der Provinzialcasse, wozu die Genehmigung Kurfürstl. Regierung erforderlich wäre, letztere in dem Glauben bestärken könne, die Israeliten könnten ihre Lehrer aus eigenen Mitteln angemessen besserstellen. und man die sichere Hoffnung aussprach, Kurfürstl. Vorsteheramt werde auch ohnedies Gelegenheit finden, die Lehrer zu unterstützen. . V. Der 4. Gegenstand der Tagesordnung rief eine sehr lebhafte Debatte hervor und wurde aus den Gründen, weil die Gemeinden, die bisher ihren Lehrer gewählt haben 1) die Fähigkeit eines Lehrers in den.wenigsten Fällen beurtheilcn können, . 2) in der Regel einen jungen Lehrer einem älteren aus Furcht, daß Letzterer bald sterlnn und ihnen die Erhaltung seiner Hinterbliebenen zur Last fallen könnte, vorziehen, und 3) einem guten Borsäuger vor einen! tüchtigen Lehrer den Vorzug geben, wodurch nicht selten vorkommt, daß die tüchtigsten Lehrkräfte an einem geringen Orte mit dem spärlichsten Gehalte verkümmern müssen Beschlossen, in einer deßfallfigen Eingabe bei Kurfürstl. Vorstcheramte die Bitte vorzutragen: .Tie Bestellung der isr. Lehrer nach der Ancicnnetö „zu bewirken, wie dies bei Kurfürstl. Regierung bei den ' „christl.. Lehrern in der Regel gehalten wird." Die Ausführung dieses Beschlusses wurde dem Herrn Lehrer. Neumark zu "Hofgeismar übertragen. Schließlich kann ich die Bemerkung nicht unterdrücken, daß die geringe'Betheiligung der Lehrer sehr zu bedauern ist. Äus der Provinz "Niederhessen waren nur circa 30 Lehrer erschienen, wozu noch mehrere, die ihr Fernbleiben entschuldigt und ihren Beitritt zu den Beschlüssen der Versammlung zum Voraus erklärt hatten, zu rechnen sind. Außerdem betheiligte sich Herr Lehrer Eotthelf zu Moringen (Königreich Hannover) — ein geboruer Kurhcsse — an der das Jahrbuch kaum die Hälfte abwirsc, wie spärer, wc.l wir eben die mögliche Ausdehnung inneres Ur.ternelniicns nicht kannten, — find wir bfnnccb' im stände, unseren Freunden die Versickerung zu 'geben, daß uns tasseite »i, t tNnnaü» e sichert, als die Gesammr Beiträge. Glaubt man, daß in Städten wie Frankfurt, Mainz, ä-antburg, Berlin, durch Reichtbum und edlen Sinn in bechgesiellten Familien, für rin allgemein deutsches linternebuicu nicht mebr zu erwarten ist, als für rin kurbefiifches, w.'stpHisckes, naifnuisckeS u. i. f.> Wird u ser Jahrbuch nicht an,egen unr für unsere Sau>e Begeisterung schaffen? Wir haben rüdem noch andere literarische :e. Unternchiucn, die nächstens an den Tag ircien. Warum also »cue Separatanftalicn schaffen? — Dock; wir sind, wie gesagt, nicht entgegen; werden auch solche nach Kräften unter,,ützen, in der sichern Ueberz-ugung, daß die Vereinigung wenigstens t eil reife später gewiß ist. Wir wollen nur unsere Freunde anregen, deßbalb uns nicht abtrünnig zu werden, mittlir weile an unserer Lache fcstzuhaltcn, unr geben dafür denselben das Versprechen, r aß, falls jener Verein zu Staute kommt, wir im Hauptcomiiö, reist, der G.ncralverfanuulung, dcantre.gcn werten, t.n dort Eintrctendcn il re Bcitiäge zur^chzurelcn! Aber — wir »ürckwn - ■ cs wird nicht lazu kommen. Was vor i> Jahren, ,rotz ree so edlen und warmen Ansprache des Herrn Dr. Arier nicht ging, wird auch seht nicht geben; ein Land, mit Lebrer Geb. lten von 100 bis höchstens 15V Tblrn. ist hie'ür der geeignete Boden nicht. (Red.) Versammlung und Herr Lehrer Hause zu Neukirchen thellse derselben die in einer am \T, v. M. in Neustadt abgehcltenen Conferenz isr. Lehrer der Provinz Oberheffen gefaßt« Beschlüsse brieflich mit, wonach dieselbe» den diesseitigen Beschlüssen zur Geltendmachung unserer Rechte in Bezig auf Gleichstellung mit unseiren christl. Collegen beitrastn, und ihren Beitritt zum allg deutsch isr. Lehrer' :c. re. t nterstützungsverein uns anzeiaten. Die isr. Lehrer der beiten andern Provinzen waren ganz unvertretcn. Glauben die von der Versammlung fern geblieber en Herren etwa, sie hätten mit ihren stillen Wünschen rnd Hoffnungen aüf bessere Zeiten genug gcthan, oder es sei Gott gefällig, wenn wir di! Hände unthätig in den Schl oß legen und nur unsere Aue en hoffend gen Himmel richten, wartend, daß die Ersüllun s unserer Wünsche uns, wie e ust unseren Ahnen das Mann,, aus den Wolken falle? Nein! So sehr mir auch das Gottvertrauen als Leitstern unseres Erdenlebcns betrachten, so fest mir auch glauben, baß Gott unsere Geschicke leite, so dürfen wir in der Ergebung in den göttlichen Willen richt so weit gehen, unsere eigne Thätigkeit, unsere Mitwh kung an unsere^ Schicksalsges laltung ganz 'zu vcrläugnen und unthätig auf das warten, was vom Himmel uns besiimmt ist — ,,-,p er-" wer sich selbst Bahn bricht, feinest Lebensweg zu ordnen und zu ebnen bemüht ist, sagt der Pialmist K" 50 pphr« yzrz -jtox dem zesizc ich göttliche HÄse!*) Frankershausen, am 15 November 1^64. V. Mchllesi Korrespondenz. Bielefeld, im Aov. Wir haben die Freude, den Mitgliedern des Vereins iiv. Elenientarlehrer für Rheinland und Westpfahl, n mitzutheilen, daß die in der Generalversaimnluiig zu Eöln am 27. Mai 1663 beschlossene Abänderung der Statuten der Unterstützungscasse nach verschiedenen mit den betreffenden Ministerien, gepflogenen Korrespondenzen unterm l!>. October c. in den hauptsächlst isten Puncten genehmigt wo den >st. Wir theilen die betnffenden Abänderungen naä stiebend mit und bitten die Besitzer unserer Statuten, diese einstweilen entsprechend zu berichtigen. Ein gedruckter Anhang, die Abänderung wie die. Bestätigstngsclausel enthaltend, soll ihnen baldmöglichst zugehen. Zusatz zu $. 3. „Die Bestimmung sub a) soll auf „diejenigen Lehrer ken e Anwendung find m, welche bei Be- „ginn der Berathunge t über die Statuten (im April 1656) „noch nicht 45 Jahre alt, ihre Berestw lligkeit, dem Ver- „eine beizutreten, crklcrt, diese Altersgrenze aber inzwischen „überschritten haben." Abänderung \ „zu setzen zum 1. M c Zusatz zu 8- 1? *) Die. Vetiiion «n Numm r. i.:Hef.) 11 rz.' „Statt zum 1. Fcbr „Die Wittwen und Waffen derje lügen d c Ständekan.nicr erina l wir in der n l östen uar

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