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Der israelitische Lehrer · 1864-12-08 · 49 (8.12.1864) · p. Seite 194

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
49 (8.12.1864)
Date
1864-12-08
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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194! 4) bei Atumuftl. Vorsteheramk beantrage, alle durch die Ausführung dieser Beschlüsse entstehenden Kosten auf die Provinzial- oder Schulfondscasse zu übernehmen, da eine Repartition aus die einzelnen Lehrer zu umständlich und unthunlich, außerdem die Bestreitung ihrer eigenen Reise-, und Zehrungskosten für fast jeden Lehrer ein nicht geringes Lpfer sei, zumal dieser An pruck schon dadurch gerechtfertigt sein dürfte, daß das in Rede stehende Streben und Wirken der Lehrer nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Interesse der Gemeinden bezwecke. Da Herr Lehrer Süberberg die Wahl zum Mitglied der Petitionsredaktion ablebnte,.10'wurde diele dem Herrn Lehrer Westheim und dem Unterzeichneten allein übertragen. Gegen 1 < >1 j Ubr trat Herr Lehrer und Redakteur Liebieimann wieder ein, und gegen 11 Nhr Herr Lehrer Sinker. ES thaE der Versammlung wohl, daß Herr Inspektor I)r. Roth nicht nur durch .'ein Erscheinen, sondern auch durch die angelegentlichste Bctheiligung an den Verhandlungen, in denen auch die Ausschließung der isr. Lehrer- Wittwcn von den Pensionen aus.der Staatscage zur Sprache kam, — ieine warme Theilnahme für unser Streben bekunde::. Auf das an ihn. als 'Mitglied des Vorstandes des „IlPterstutzungsvereinS dc^ knrb. Lehrer", gerichtete Ersuchen: „Der gedachte Vorstand möge sich auch der isr. Lebrer-Wittwen der hohen Staatsbehörde gegenüber annehmen, .wie er dieses mit gutem Eiiolg für die christlichen getban." gab er die Zusicherung, daß dieses geschehen werde, doch 'er es gut. wenn man dem Vorstand^ besonders Anlaß hierzu gebe, zu welchem Zwecke derselbe , den Antrag stellte. „Die Versammlung möge-sich, an den Vorstand des „llnterstützungsocreins der kurh. Lehrer, da dieser Verein „kein confessioueller sei, mit der Bitte wenden: die Interessen „der iir. Lehrer bei der hohen Staatsbehörde dabin zu oer- „treten, daß die ssr. Lehrer-Wittwen' gleich den christlichen „aus Staatsmitteln unterstützt würden." Dieser Antrag wurde einstimmig zuui Beschluß erhoben U'ch wurde die Ausführung desselben der gewählten Petitionsredaklion übertragen - II. Zur Förderung der 'Interessen unserer Schulen und zur weiteren Aus- und -Fortbildung der Lehrer schlug Herr Landrabbiner Dr. Adler die Abhaltung von Specialiittd ''Generalconserenzen vor. Rach abseitiger Besprechung-, in welcher man den Nutzen derselben anerkannte, wurde beschlossen: 11 Tic Bildung der Svecialeonferenzen unter Vereinigung mehrerer ürei'e soll dem freien Ermessen der Lehrer überlassen bleiben und 2.1 süb.lich -oll in Eassel eine Generalconierenz abgehalten werden. vorausge'e?tdaß. Kurfürst. Vorsteheramt die Kosten der>eiben auf die Provinzialcasse übernehme und eingehende Ve.rüaung hierüber.treffe. Wegen vorgerückter Zeit (I21/; Uhr) wurde die Vormiltagssttzung hiermit beendig:.. 1 l. Beim Beginn der-N -ck nittagssttzung, um 2 Uhr, schritt man zur Erledigung 1>-.s zweiten Punktes der Tagesordnung, zu welchem Zwecke: der Vorsitzende schon beim Schlüsse der VonuiLtagssitzung. die ihm vom Hauptcomite des „Unlerstützungsvereins hilfsbedürftiger iir. Lehrer, Lehrer- Wittwen uns Waiien in Deutschland" übermittelten Statuten des Vereins vertheilt hatte, und jetzt der Versammlung ein Schreiben des edlen für Hebung aller Standesinteressen der isr. Lehrer Deutschlands sehr thätigen Gründers des Vereins, des Herrn Lehrer Klingenstein in Odernheim vorlegte. In der Beschlußfassung wurde der „Verein zur Unter-! stützung hilfsbedürftiger isr. Lehrer, Lehrer-Wittwen und -Waisen Deutschland" schon wegen des Ideals der Vereinigung sämmtlicher isr. Lehrer Deutschlands warm empfohlen, doch zugleich die Gründung eines eigenen „Vereins für die isr. Lehrer-Wittwen und -Waisenin Kurhessen" für nolhwendig befunden und beschlossen, folgendes in dieser Richtung anzustreben: , 1» Alle Lehrer sollen gehalten sein, dem Vereine beii zutretcn, j 2) der jährliche Beitrag soll für alle gleich und auf ' zwei Thaler bestimmt, ' 3) die aus dieser Casse zu beziehenden Unterstützungen . sollen für alle Berechtigten, ohne Rücksicht auf Dürftigkeit,; gleichmäßig sein, j 4) daß jeder Lehrer bei seiner definitiven Bestellung gehalten sein soll, einen in den Statuten sestzustellenden i Betrag in die Vcreinöcasse zu zahlen, 5) daß, da die Beiträge der Lehrer zum gedachten Zwecke unzureichend seien, von allen Vetheiligten dahin zu wirken sei, daß durch Legate, Spenden und jährliche Beiträge von Seiten edeldenkender Nichtlehrer ein Fonds erzielt werde. Hierbei wurde der Herr Landrabbiner ür. Adler allseitig ersucht, sein früheres dießbezügliches Projekt *) wieder auszunehmen, was derselbe auch zuzusagcn bereitwillig war. Die Entwertung der Statuten und die Besorgung aller weiteren hieraus bezüglichen Erfordernisse übernahm ■' Sr. Hockwurden zur Freude der Versammlung ebenfalls.**) *) Derselbe batte vor ö Jahr:» einen scbr warmen Aufruf an alle isr. <*:m inlcn des Lances erlassen-, worin er rieftlb«. um ihr« selbst, iir« Lebnlen und Lebrer W llen mir den eindrinxlicksten Worten auficrocrte freiwillige- Spenden zu einem Fond» und jährliche Beiträge zu einer Unterstützung-caste für die iir. Leer«, L-hrer- Lsittwen unv Waisen Uurlcffens zu zc.choen. Wenn aud' viele Gemeinden uns«« Provinz diesem Aufru'c in selr »rfreulicb« Weise entsprachen, so fand er ted’ b.i vielen anderen wenig oder gar keinen Anklana. Ja die < (;’<wr*cr der anderen Provinzen karren es der P.'übc nidt w«lh, rem edlen Manne zu anttvorlcn, wefbalb dcrs.Ibc dich Projekt bis auf bei'ere Ze'ite.i vorerst bnuben lief, Hessen wir, daß die Herren Provin zeal- und Kreisrabbincn viermal dieses Unlerne'mcn mebr bezüniligen u,d tbälia.r kur dasiclbe sind, und die Lebrer selbst daisilce nad' allen iiräsken förccrn. (D. Einsender.) **> Wir wünsdwn rer Vcriammlung Wind und eine» gesegneten Erfolg, und cs soll, so we:« man uns« Blatt dessen würdigt, unser eis . rigsics Beüreben sein, dkr Sache der kurbcmschen Lehr« auch in dieser Rid'tung nach Möglid k ir zu dienen- Dennoch können wir nid't umhin, un'er g«ed te? Bekremden üb« di; bierzu Tage tretende ^leinüsaterci' aerarr re, wcni.cn jüdisdc- Lehr« Ausdruck zu'gcben, und unsere auf Tbatsaden gegründeien Bcfürchrunae.i arrufügen. Dlr wellen nid't glauben, daß Abn.igung cd r (rif«jud t gegen die Wrejl'. Weil. Lclrer berrsd'e, kenn das Haupicomite kann schon in d« nächsten Genelalverfammlung nad' einem andern Lande verlegt w«ren. Wir glauben auch^ nicht, daß es Mi'rre.ucn ist, denn so allbekannte Männ«, wie Dr. Slcin, r. Rctbschild u. s. weiden binlänglichcs V.rriauen b cten. 2id'tr ist je doch, daß in den gcmeiiisavien Unterncb>»un^cn, die ein ein- . zelncs Land durchaus nicht nutzbringend in Angriff nehmen kann, — in den literarischen — ganz nach unserer ursprüngliche» Ueberzeugung unsere Haüpttraft liegr. Jetzt sdwn, — obwohl in diesem Jahre .r

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