Der israelitische Lehrer
- Journal
- Der israelitische Lehrer
- Volume
- 4 (1864)
- Issue
- 47 (24.11.1864)
- Date
- 1864-11-24
- Page
- Seite 188 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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188 berg'sch«!» Schulwochenblatt sind Thesen für ein Lehrerwittwen- VersorgungShaus aufgestellt. Zwei Ideen — für die Zukunft unseres Vereins zu bedenken. ' Aus Teplitz schreibt man der »Poesie": Ein junges ifr. Mädchen ging dieser Tage über den Echloßplatz, als sie plötzlich eine Schlinge an ihrem Halse fühlte, die ein erwachsener Bursche mit seltenem Geschicke nack ihr geworfen und zugezogen halte. Er schleppte das erschrockene Kind in ein Haus, wo eine Menge Jungen es mit Hanoh empfingen, und dann mit Nadelstichen so lauge quälten, bis es bewußtlos zu^ammenlank. Der Hilferuf de- Mädchens wurde von dem fortwährenden Geschrei der bosfmmgkvollen Jugend : »Wie Judas unserem Heiland, so wir Dir!* überläubt. Dem büoischen Streiche konnte erst spät ein Ende gemacht werden. (F. I) Gedanken über einzelne Stessen der heiligen Schritt» > von Lehrer Lnodurnnnn in Atelrdorf. 4. Moses, Kapitel 1 , (Fortsetzung.) Ikorack, Dathcn und Abiram empörten sich wider Moses und Abarcn, diese der Ucberhcbung und Gewwtavmaßung beschuldigend. Moses wollte seinen Versuch den'ersten zu Recht zu wei'en, auch bei den letzteren wiederholen. Allein diese trotzten seiner Vorladung unter neuen Bel rdigongen. Da erzürnte Moses sehr und sprach rum Herrn: »Siehe ihre Opfergaben nicht gnacig an!" 'Nicht (echad) Einen von i.ncn habe ick seinen Esel genommen nickr (achad) Einen von ihnen habe ick beleidigt. Hier ließe sich feigen: ») War eS eines Moses, de» ci'rigstcn Fürsprechers für sein Volk-in seiner Versündigung. würdig,'den Herrn um die Nicktannabme des Op ers seiner Beleidiger zu bitten? b) War die Bitte nicht überflüssig, m Anbetracht, daß der Allgor-ckte und Allwissende ohne dies das Opfer der Frevler verabscheut? Jes. 1, I I—Ist. Epr Ist, 8. 21, 27. fc) Warum beißt es im Urlerte einmal ed>ad und einmal achad? Hierauf erwidern wir: ' Ad a) Die von raisinirter. Bosheit; ugenden Beschuldigungen mußten selbst einen Moses empören! Diese Aufrührer ignoreren die drückende Sklaverei, wi die wunderbare Befreiung durch die^Allm-ckt Gottes, machen den väterlichen Führer und eifrigen Prediger zum Geeorsam gegen Gott zum Urheber ibres verdienten Looses, zciven ihn, den demuthsoollen, der Herrsckgicr und absichtlichen Verblendung des Volkes V. 13__14. Da entfuhr dem schwer Gekränkten der Ausruf: Herr :c.! Tu siehst, sie betrachten mich als Stifter ibres verschuldeten Mißgeschicks, heucheln Unterwerfung, erweisen Verehrung Dir, d m Herrn, um Leinen Diener.desto ungestrafter lästern und seine Warnung V. 11 entkräften zu können. AdM>) Diese natürliche Aufwallung des gerechten Zornes entichultigt Moics auch wegen tiefer Unbedachtsamkeit Vergl, 11, in— i.'». Pf. 109, 1—7. Adc) Unter echad versteht man bekanntlich einen im Ansehen und Reichthum stebenden, folglich leicht mit Tribut zu bes legenden Mann, unter achad einen geringen mittelosea, aber leicht! zu tribulirenden Menschen. Nun vindizierten sich die orientali-! schen Herrscher das Recht über die Person und das Eigenthum! ihrer Unterthanen, was aber Moses niemals in Anspruch! nahm. Dergl. 1. Sam. 12, 3—5. i (Fortsetzung folgt.) Anzeigen. Yacüiiz! Die zu besetzende zweite Lehrerstelle an der hiesigen ifr. Schule soll nunmehr mit einem jährlichem Fixum von i 250 Rthlr. dotirt werden.! Ordentliche Seminarbildung ist Bedingung; die Fähigj feit vorzubeten, bloß wünschenswerth. Reflectanten wollen! sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst! an den Unterzeichneten wenden. Aurich (in Hannover), den 29. Oct. 1804. i Ter Schulvrrsteher:! Joseph Lecket s.! Bei Ernst Kern in Oppenheim und Darmstadt sind Schriften von I. Kliugenstein erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Der Unterricht im Hebräischen. Methodische Rnleiiuncl für israel. Lehrer uuv dir es werden wollen. Preis 36 kr. — Thlr. Erstes! JErsf- »i, im .Hebräischen. | Rach methodischen Grundsätzen! bearbeitet, j Preis: gut gebunden 2'/^ Sgr. — 9 kr I In Parthien biH;grr. Beide Schriften haben sich großer Theilnahme zu, er-! freuen insbesondere ist Letztere in vielen Schulen des Jn-! und Auslandes (Ungarn rc. rc.) eingeführt. Zugleich ist; dieselbe weitaus die billigste hebr. Fibel und,wie bekannt, i nach den neuesten und bewährtesten methodischen Grundsätzen! bearbeitet. Die Verlaffshandlung. Ei» israel. Mädchen \ t aus guter Familie sucht eine Stelle als Hausmädchen in einem religiösen und anständigen Hauswesen. Näheres bei der Redaktion. Beranr«-rrn»er Stfcaftctti: I. »lingenstelnin Cbmfcrim in Rhetnhrffen; Selbstverlag der Redaktion. Für den Buchhandel: in Lommii'icn bei >>. L. Feigste in Leipzig — Dampf-Schnellpreffendruck von I. Vottsleben in Mainz..