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Der israelitische Lehrer · 1864-11-24 · 47 (24.11.1864) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
47 (24.11.1864)
Date
1864-11-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Der HsrselitisrKe Iekrer. Zeitschrist für die gesammten Jnteresien des israelitischen Lehrerslandes ' und zugleich Organ für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Vehrer- Wittwcn und -Waisen in Deutschland. iV'. Dtainz, den *24. November 1864. (Vierter Jahrgang;.) Wöchentlich I Nummer. Lierteljäkrlicher Abonnement^preis 27 kr. V* Thlr. Lei franfirt« Zusendung unter Kreuzband jälrlick 2 12 kr. Anzeigen zu 1 Sgr. die Petitzeil». Bestellungen ne'imcn alle Postämter und Buckbandlunzen an. Die isr. Lehrerversammlnnq;n Limbnrg. Motto: 2aßt den Schwächling bang verzagen! Wer um Hohes kämpfe, muß wagen, 2-dcn gilt es oder Tod. 2aß dir Woge donnern', branden! Nur bleib' immer, magst D» -landen Oder scheitern, selbst Pilot! tMattbison.) Zufolge des ergangenen Aufrufes im „Jir Lehrer" Nr. 43 und im „Nass. Schulblatte" Nr. 4l haben sich die nass. isr. Lehrer am 8. Nov. d. I. zu Limburg im Gasthause zur alten Post versammelt. Es war ein kalter, aber ein Heller und klarer Tag. Um 1 (> Uhr hin fing das Sonnenlicht an zu strahlen. Und erquickend wie Sonnenlicht war uns um dieselbe Zeit der Eintritt von Nichtlehrern, des Hrn. Heimann zu Diez und Vorsteher Wolf zu Hadamar, die die Versammlung mit ihrem Besuche beehrten, und sich mit aller Wärme fiir den Zweck der Versammlung interessirten. Herr Vorsteher Heimann äußerte zwar zuerst vor der Constituirung der Versammlung seine Meinung über den Beitritt zum Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger isr. Lehrer, Lehrer - Wittwen und -Waisen in Deutschland und hielt es für geeignet einen eignen Verein in Nassau zu beründen, welcher Meinung auch anfänglich einige Lehrer eipflichteten. Man schritt jedoch zur Constituirung der Versammlung. Herr Friedberg aus Ruppertshofen, als Vertrauensmann der Borversammlung, erösfncte. diese mit einigen freundlichen, herzlichen Begrüßungsworten. Man schritt hieraus zur Wahl eines Präsidenten und ließ sich Herr Heimann trotz dringender Berussgeschäfte zur Uebernahme dieses Amtes bewegen, als er einstimmig durch Acclamation hierzu berufen wurde. Herr Lehrer Marx aus Alsheim (Mitglied des Hauptcomite's für den Verein zur Unterstützung israelitischer Lehrer rc. in Deutschland) zeigte nun dem Präsidenten einen Brief des Herrn Bezirksrabbiner Süßkind zu Wiesbaden, welcher seine vom Hauptcomitö ihm vorläufig übertragene Designation zur Vertretung desielben bei dieser Versammlung mit einer Entschuldigung, wegen unaufschiebbarer Berussgeschäfte^ ablehnte, was Hrn. Lehrer Marx im Interesse der Sache bewog, selbst nach Limburg zu reisen. Als nun die Discussion begonnen, trat zur größten Freude des ganzen versammelten Lehrerslandes Herr Procurator Hofmann aus Liniburg ein und nahm auch fortwährend den wärmsten Antheil an den Verhandlungen. Der Unterzeichnete bat sodann uni's Wort und suchte durch eine Auseinandersetzung die Anwesenden aus die Idee zur Begründung eines „eigenen inländischen Vereins" hinzu- Icnken. Es trat jedoch Herr Marx als Gegcnredner auf und dckänipfte mit Ernst und Eifer die vom Unterzeichneten gemachten Ein- und Widerreden, woran auch Herr Procurator Hcfmann aus Limburg sich betheiligte und die Meinung hegte, daß er überzeugt sei, daß die nass, isr Lehrer nach vorhandenen Umständen und aus Gründen, die aus besonderer Rücksicht hier nickt berührt werden sollen auf die Aussicht zur Begründung eines inländischen Vereins vorläufig verzichten müssen, indem er (der Redner) schon früher in Gemeinschaft mit einem unserer College» einen derartigen sehr guten, präctischen und zweckmäßigen Plan entworfen, welcher aber allenthalben scheiterte. Sodann er- ■ griff der Herr Präsident daS Wort und erklärte dem Ver- . treter des allgemeinen Unterstützungsvereins für hilfsbedürftigen isr. Lehrer u. s. w. die Mangelhaftigkeit der Statuten,*)^ woran sich noch mancher Lehrer der Versammlung betheiligte, bis endlich auf das „Dafür und Dagegen" die iämmtlichen Anwesenden den Beitritt zu dem Vereine zur Unterstützung hilfsbedürftiger isr. Lehrer, Lehrer-Wittwen und -Waisen in Deutschland durch Aufstehen von ihren Eitzen zu erkennen gaben. Da nun die Versammlung nach den in den Statuten entworfenen Bestimmungen die erforderliche Zahl hatte, so schritt sie zur Wahl eines Comite's, und wurden dazu bestimmt: 1) Herr Lehrer'Schloß in Ellar, 2) Herr Friedberg in Ruppertshofen und Ü) der Unterzeichnete. Das Cpmitä Wir wollen diese zuacben; kein Mensckenwerk ist vollkommen. Wir haben die G'Nugthuung s daß dieselben ernsten und reiflichsten vielfältigen Be, Handlungen «ntfloffen find; dock ist ja Berbesierunz durch di« nächste Generalversammlung nicht ausgeschloffen. Nid.

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