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Der israelitische Lehrer · 1864-11-17 · 46 (17.11.1864) · p. [Seite]

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
46 (17.11.1864)
Date
1864-11-17
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I'irapüferhf Fekrei <H5 Aritschrisl für die ({dämmten Interessen des israelitischen Lehrerstisndes und zuglrick Organ sür den Verein ^ur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Vcbres, Vehrer- Witlwen und -Waisen in Deutschland. j\°. 4«, Mainz, den 17. November 18si4. (Vierter aurgan** .) '£>ön'fnrlitfc 1 Jiummfr. '^inUljälirlidirT ilboi>nei»e,it-preis 2? kr. -- > A. eigen zu l Lgr. vir 'i:t titjeilr. BesieUungen 4 tfi». Bei iranfirtrr Zusendung unterreuzd.int >< nedmen alle Postämter unk Buckbandlungen an. irlick 2 st. irrtr. -*■ Dic SWcifterfcfoaft in der Lebrkunst. > iSchlnß.) Hab n wir sie <d,e Katechetik) oben rrchtlg charakteristrk, die Forderung',, gemannt,, die ne an den Lehrer stellt, so haben wir damit die tier .jöiivenbe Kraft, die sie aut den Lehrer ausubt, bezeichnet. Wer sie, sagte Trotzendarf, ans der Schule mmnit, nipaut die Sonne aus der Welt Wer sie, spccilchisiren wir, aus den Lehrerbildungsanstalten tntixrnt, te.anbt diesilbcn um eins der tiefsten Pildunasnilttel füt Lehrer und Zöglinge. Wir haben aber die Kurst der entwickelnden Katechetik als die Meisterschaft, des Lehrers bezeichnet. Sieist es. -Ihre Schwierigkeit und Seltenheit wringt aus drn Bedingungen, aus welchen sie uerrorgel.i, in die Auge:.. Nicht Jeder kann es.zu dieser Meister'chlNt bringen. Es braucht nur eine jener Bedinguugcn zu fehlen, und die Erreichung des Zieles ist unwöglsty.. Liber es ist auch nicht nöthig, auch das Mittel gut ist schätzbar >). Nothmendig aber ist das Streben nach der Hohe, nothwcndig der Anblick virtuoser Leistungen^), .nothwcndig sind eigene Hebungen und Versuchs. Mögen sic Anfangs noch so schüler und stümperhaft aus fallen : durch Straucheln gew-nnt man die Sicherheit auf den Beinen. Ohne die Aneignung eines gewissen-Grades in dieser hohen Knust bleibt der Lchrcr - dar ist sicher — ein Stüniper. Durch sie erreicht er den ihnr möglichen Grad der Meisterschaft, nichtbloß als Lehrer,- sondcrll auch, - wie wir a,'.gedeutet hoben, als Mench. TaS Streben in dieser Richtung veredelt den Menschen, und jeher Grad des Gelingens setzt schon edle menschliche Eigenschaften voraus. In der Auflassung dieser letzteren Wahrheit sagten wir oben: der Egoist findet die Thür, zur entwickelnden Katechetik vernagelt Sie setzt die Sclbstcntäußerung voraus: das Wideripiel des Egoismus. Der Egoist will sich, der Katechet den Andern, er gebt in ihm aus stch varstellen, darum ist;r schwatzmchtig, warten, er nimmt dem Scküler das Wort Der Egoist will er kann nicht ikm de> Zunge, der Katechet ist rrbig ui-o stcher, Volkes zu potenziren, heißi Da mir.es hier nut dem er duldet nur das seimae; ver Katechet ist rrbig uuo stcher, er lockt den Lernenden zm r Bersuche seiner eigenen Kräfte, er freut sich seiner Eigent »ünklichkeit. Der Egoist herrscht und drückt nieder, der Kal chel dient, entsal et und befreit. Loch die Kunst ver entwickl luden Lehrweisel I Der Egoist kann nick t: es gibt aber jau.r sLeute. die nicht wollen, venen die entwi ihren Kram, mcht in ibr System au:- de Lehnveiis nicht in t. Dieses stnv :war auch Egoisten, aber nicht lfgoisten oe^ eigenen, wnern, geb,nioen.n Selbst, >o»dern Ec oisten oder Knechte de: Systems. Dieses System heißt Autorität, und das Mit st, sie zur Hernck-aft und Beherrfchuw des Einzelnen n ie D*e ganzen das Positive entsprechende Lehr- und luziehungsweise iie positive Unterrichte zu rftun ijaben, so und die ihm fragen wir: worin besteht dse vositive Lehrwqi'e u:sl> welches sind ihre folgen' D e erste Frage läßt ich ganz kurz begnkwärten r sie besteht m dem Geben — alles Wißen imb Lernen wird als gegeben, als fertr, dargestellt. dem Lernenden io dargebolen. ihm als etwa-: Ä.ußcrcs vorgeführlst das er zu empfangen, anzunehmen,! in sich lsinemzütrageu , um herkömmlichen Sinne des Wortes zu lernen, dem eü sich zu untei-wcrfrn hat, das für ihii Autorität ist. Dig Unterwerfung unter Autoritäten lllüberall will man,"sie ist eme natürliche Folge dieser Lihrweiie, um ihrer willen will nian sie. preist man sie, fchrubt sie vor -'). Daher i>ie Bekämpnmg und Berwcrfung i er entwickelnden z^ehrwe se. die 1) ,Vi> ist nickt vernünftig, tin Talknt, zu dem mim nur einigermaßen Gcsckicklickkrit bat, deswegen, weil man es nirmais.j» der höckstcn Vollkvmmenbeit «usüben wird, aufzugeben.“ f G«etht. _2> »Folge eines Meisters tzinn! MV ibm zu irre« ist Gewinn." . Goethe. 3) Da» ^udeiilhuin, in.allei seinen ürjckeiuu»giorh:ea, frei von rem in solcher. We.se , ustretinden Äutrrilätvglaube „positiven" Quellen des Iudenthun 8 sind alle;,!» nur in rentwi Weile erläutert worden Der viel zejckmäi le Talmud ist »vr «i von Gedanken und Gesetzen, die st t> aus deo Leben der Jut»! der Bibel in naturgemäßer Weise .cntw'ekeiteu." Sedds: dw bei: Lehrform des T-lmuis hatte mit > er kateckeriickeu sehr viel Äels obwobi sie natürlick verwertlick »st in ibr» ÄuSartung. Anmeekang der Redjaktion. jütit sich >. Tie i kelnder" che Fülle <: t und .brockte nUdfcit.

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