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Der israelitische Lehrer · 1864-11-10 · 45 (10.11.1864) · p. Seite 180

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Journal
Der israelitische Lehrer
Volume
4 (1864)
Issue
45 (10.11.1864)
Date
1864-11-10
Page
Seite 180 (sequence 4)
Language
German
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180 Skeeenfkoue« Pädagogischer Jahrbuch für 1865. Von Adolf Diesterweg. Frankfurt a. M. Jyh. Chr. Herrmann'sche Buchhandlung >,257 S.) Es gibt Bücher, deren Titel schon eine Empfehlung in sich saßt. Duster weg's Schriften und besonders dcsien Jahrbuch gehören zu bieten erfrischenden, belebenden Werken, die ein str.bfamer Lehrer kaum zu entbehren vermag. Wer mit den Streitfragen auf dem pädagogischen Gebiete bekannt bleiben will - Streitfragen gibt's immer für die fortschreitenden Lehrer; —, der must Diesterwegs Jahrbuch lesen und im Leben immer wieder und wiederlesen. Er wird die Bedeutung dieser Fragen, die Lebensfragen der werdenden, fortichreiienden Schule, also der Menschheit — erkennen, und wenn er sehen kann, bis auf den Grund sehen. Der Inhalt sagt uns, was wir hier zu finden haben: l. lieber die Logik der Sprache; Aphorismen in elementarer Behandlung von Dreßler in Bauyen*), ll. Aufruf zur Bildung, von L>r. Eberhard. 111. Die confessionellen Unterschiede in den Schulen, von Dr. H. Lese,stein lV: Lessings Nathan, von A. D. V. Die richtige Methode des Forschers und Lehrens, von A. D. VI. Die Organisation des Bolksschulweiens, von A. D. Vll. Abrechnung über die pädagogische Thatigkcit auf dem Gebiete der Volksschule und die Bestimmungen über dieselbe in der jüngstvergangenen Zeit, von A. D. V »11. Das Wunder, von A. D. Wir werden auf das Eine und das Andere, insbesondere aber auf IV. «Lessings Nathan) kingrhend zurück kommen. u ms ch a u. Mannheim,'24. Oct. Die Wahlen für den Ortsichulratb si-d beute dicr mit je, er der Israeliten zu Enve ge angen. Wie seit Emjütruna b>r Emaicipativn alle'thalden im Lande die B th.iligung derselben, wo es bee Interessen k>r. All gemeinheil gilt, eine >ebr rege ist, so war auch ihre Th-stlnahme hieran, wie n.chr anteis zu erwarten, weitaus die stärkste, da von 314 Wahlberechtigten 143, mithin 43 Procent »»wählt haben,, während die Eva«. »lisch, n nur «it 14 »nd die Katboliken nur mit 8 Procent eing treten find. Gewählt wurd. n d e Herren Tr. Lad nbura, Kaufwann; LouiS Bielefeld; David Aberle »an. und Ludwig Jos. Sa^eurer. Im Allg meinen haben die Israeliten Baten's sich am zahlreichsten bei den Wallen zu den Echulräthen betheiiigt, indem von diesen über 50 Procent der Wähler ibre Stimmen obgaben, während von d,n Evangelisten 44 Procent, und den Katholiken nur >33 Procent. DaS zeigt allerd.ngs politische Mündigkeit, und liefert den Bew iS, daß die Js-aelsten das Werk der Bildung zu schätzen wißen. Rechnen wir nämlich hi r - ab> D > jenigen, welche wval das R cht zu wählen haben, a^er durch persönliche Verbältnisie ohne Interesse für die Schule sind (keine Kinder haben. Kranke :c. rc.) so-bürsten das so ziemlich alle Stimmberechtigte sein. Um so medr dürfen wir nun auch von len isr. Lehrern Badens eine rege Ant «lnahme an d.n allgemeinen Interessen und Bestrebun en der isr. Schule alS solche »rnarten, diodle»!»! obüge! Die Bessergest llten — und es dürst n dies aiich in. Baden immer nur wenige sein — dürsin ihre mindcrglücklichcn Brüder nicht verg-sscn. Berlin. Als der Magistrat neulich die Wahl eines evangelischen Pr digers vorzunehmen hotte, wurde die vollzogene Wahl ron d. m stellt» rlrelend-n Eynticus, StaNratb Schiciiur, um deßhalb beanstandet, weil eia judis-r-er Stadt ath mitgea ählt habe. Der'Letzt, re begründete seine Theilnah-i e an k er Hand der Gesetze und beriet sick ta'-ci auch au) »in ibm zur Seite stehende» Ol»r!ribunals - Erkenntniß. Dr Magistrat erklärte tann die Beanstandung sur unbegründet, die Wa l für vollkommen gültig und suckle nun die t'estätigu g des Provinzia.-Eon-! sistoriums nach. Dieses erachtete jedoch die W'dl iür nicht geschehen, w il es sich um ein rein kirchliches Reckt bandle, von dessen Ausübung jeder d r Küche nickt Angehörige auszuschließen lei. Der Magistrat hat jedock vora-stern beschlossen, eine andere Wahl nicht vorzun-hwen, weil cs sich nach seiner Ansicht n cht > um ein r.in kirchliches Reckt handle und deßhalb auch das Eonj sistorium zur Entscheidung g»r nickt zustä d>g sei. Es solle deß- > halb Beschwerer erhoben w.r en, nicht Sder bei dem Minister der geistl.cken re. Angelearriheit-n, sond rn bei der dem Magistrat zunächst Vorgesetzten Behörde, der Regierung in Potetam. London: Der edle Sir Moses Montefiore tat am 6. October vom Lordwayor der Start London inz. Rainen der E-ly das Ehrcnbürzerrecht d r Stadt empfangen. Heil dem Manne, der ein solcres in solcher Weise verdient und empfängt! — Wahrscheinlich wird der nächstjährige Lordmayor ron London j Altermann Philipps (ein Israclite) sein. *) Herr Treile ist betannüich rcr fcinste Kenner der Brnekeslbe» „neuen Pivcholog c- und jbr eitriger De treter. In dem neuesten Hefte brr ,rbei-iso>n Blauer für t'rzrhen. und Unterricht/ von Dirfienveg beim cht Dirßl.r di- Ur längst auch den Uns bespirchene „Grso jchte der Pr Ziehung urd des Unierrikl ts eon I)r. Karl-So mi't, und findet in derstlten erkläre und zwcideuti e B-grifie über Rcligien und Lbristentlum, berüchtigt ken Deriafier der W termrüche in seinem Werte, desirn Pbra- ^senreiä tbum ibn ball zu mnmich - klingenden, dalk zu ratirnalen, den erstcren ganz witersprechend.n seußerungen veranlaßt» deutet die inneren Wideiirrüche seines „chrifibch-bumanev*Piircixes, wenn auch nur leise, an, und weift insresendere nach, daß Herr Or. «chmidt eben di» Bencksche t sv0 ologie unc Pädagogik eniw der nur flüchtig gelesen U't daran, mst vcriianden bar, oder aus anderen Gründen kerielden Anfickt,n un- »iriäiebr, kie fich dort nirgends vorstr.den. Also — gerade wie beim Jurentbume. > Tucifefftz! Die zu - besetzende zweite Lehrcrstelle an dcr diesigen isr. Schule soll nunmehr mit einem jährlichem Firnru von 250 Rthlr. dotirt werden. Ordentliche Seminarbildung ist Bedingung; die Fähigkeit vorzubeten, bloß wünschenswerth. Neflectanten woll.n sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst an den Unterzeichneten wenden. (in Hannover), den 29. Oet. 1804. Ter Schulvorsteher: Joseph Teckels. Aurich ■-M— Bcranrwor: icker Redakteur: I. Klingenftein m Odernheun m Rbembessen; SelKserlag der Redaktion. Für den Buchbaudet: dt Lommiifion bei L. L. Frihscke m Leipzig — Tampf-Echnellpreffendrstek von I. Sottslrben in Mainz.

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